36. Mardi Gras-Festival in Sydney


sydney-opera-house

Vom 20. Februar bis 8. März 2015 steht Sydney wieder ganz im Zeichen des Schwulen- und Lesbenfestivals Mardi Gras. Wörtlich übersetzt heißt das „Fetter Dienstag“ und ist die französische Bezeichnung für Faschingsdienstag, oder einfach Fasching. Doch nur mit „Fasching“ wäre das Sydney Gay and Lesbian Mardi Gras-Festival sehr unzureichend beschrieben. Das knapp dreiwöchige Event, das sich die Gleichberechtigung Homosexueller auf die Regenbogenfahne geschrieben hat, wartet mit über 100 Veranstaltungen und Attraktionen auf, die jedes Jahr mehr Touristen auf ihrem Australien Urlaub anziehen. Ob Salsa-Kurse, Konzerte, Volksläufe, Partys oder Tauziehen-Wettbewerbe, alles ist erlaubt, was bunt und skurril ist. Es gibt Ausstellungen, Theateraufführungen, Vorträge und sogar eine Cocktailparty im Parlament.

Höhepunkt und krönender Abschluss des Spektakels ist die Mardi Gras-Parade, ein fast sechs Kilometer langer Festzug mit etwa 10.000 Teilnehmern. Grell dekorierte Festwagen, schrille Kostüme, frivole Tanzeinlagen, professionelle Choreografien und sehr laute Musik machen die Parade seit Jahrzehnten zum Publikumsmagnet und einem rauschenden Fest. Hunderttausende säumen den Weg durch die Oxford und Flinders Street und feiern begeistert mit, während 2.000 freiwillige Helfer für den reibungslosen Ablauf der Großveranstaltung sorgen.

Sydney_Mardi_Gras_2006

Dabei ist der Hintergrund der feucht-fröhlichen Veranstaltung ein durchaus ernster. Erstmals fand die Parade 1978 statt, um an die sogenannten Stonewall-Unruhen in New York City im Jahr 1969 zu erinnern.

Damals kam es immer wieder zu gewalttätigen Razzien in Schwulen-Bars und Verhaftungen wegen „anstößigen Verhaltens“. In der Bar Stonewall in der Christopher Street hatten sich am 28. Juni Homosexuelle erstmals den Schikanen und der Verhaftung durch Polizeikräfte widersetzt. Dieser Tag wird seither weltweit als Wendepunkt im Kampf um Gleichberechtigung mit dem Christopher Street Day gefeiert, in Australien mit der Mardi Gras-Parade. Erklärtes Ziel ist es, die schwule, lesbische, bisexuelle, trans- und intersexuelle Community (LGBTQI) zu unterstützen.

Sydney_Mardi_GrasAls die erste Mardi Gras-Parade durch die Straßen Sydneys zog, standen homosexuelle Handlungen noch unter Strafe. Doch die Zeiten ändern sich. 1994 berichtete der Fernsehsender ABC live von dem bunten Zug und inzwischen ist das Sydney Mardi Gras-Festival zu einem festen Bestandteil des kulturellen Angebots in der australischen Hauptstadt geworden. Nicht zuletzt die Namen berühmter Besucher der Parade wie George Michael und Kylie Minogue haben das Event auch für den Tourismus attraktiv gemacht.

Bei einem Besuch in Sydney lohnt es sich, ein paar Tage mehr für das Festival einzuplanen. Nicht nur das Nachtleben in Sydney ist in dieser Zeit bunter als sonst, einige der Mardi Gras-Veranstaltungen führen nämlich in weniger bekannte Gegenden in und um Sydney. So werden Fahrradtouren durch die Vororte angeboten oder Ausflüge im Boot über den Parramatta River zu einem Wildpark. Wer kann, sollte diese andere Art der Stadtführung nicht versäumen.

Für die Anreise zur Parade empfiehlt es sich, mangels Parkplätze öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Sollten Sie mit dem Gedanken spielen, in der Stadt zu übernachten, ist rechtzeitiges reservieren wichtig. Hotels entlang der Strecke sind schon früh ausgebucht. Bei der Organisation Ihrer Reise oder der Reservierung eines geeigneten Hotels in Sydney helfen unsere Australien Experten Ihnen gerne weiter.

Diesen Artikel jetzt teilen:
Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Pin on Pinterest
Pinterest
Email this to someone
email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*
*

*