Wer ist eigentlich…Kaʻahumanu?

Die Königin Kaʻahumanu kennt auf Hawaii jedes Kind. Dabei ist ihre Rolle in der hawaiianischen Geschichte durchaus kontrovers zu sehen. Noch heute ist Kaʻahumanu eine der bekanntesten historischen Figuren Hawaiis und wird für ihre zahlreichen politischen Reformen und vor allem für die Einführung der Schrift noch immer verehrt. Unter ihrer Regentschaft verschwanden jedoch auch die althergebrachten Traditionen Hawaiis, sowie die alte Götterreligion und die damit zusammenhängenden Riten.

Geboren wurde sie 1768 auf der Insel Maui. Ihr Vater, Ke’eaumuko war Berater des regierenden Königs Kamehameha und verheiratete, wie es der Brauch war, seine Tochter mit dem König, sobald diese ihr dreizehntes Lebensjahr erreicht hatte. Wie alle hawaiianischen Könige vor ihm, hatte Kamehameha jedoch viele Frauen, doch Kaʻahumanu war seine Lieblingsfrau. Der König war angetan von ihrer äußeren Erscheinung, noch mehr jedoch von ihrem lebendigen Geist und ihrer Abenteuerlust. Kaʻahumanu war nicht nur eine exzellente Surferin, sondern auch eine hervorragende Kämpferin: Sie war ausgebildet in allen hawaiianischen Traditionen, auch in der des Nahkampfs. Außerdem war sie klug: ihr politisches Geschick sicherte ihr einen festen Platz am hawaiianischen Königshof. Um die Macht ihres Ehemannes zu vergrößern, ermutigte sie den König, Krieg zu führen, damit ihr Volk mit den anderen Stämmen Hawaiis vereint werden konnte. Auf dem Schlachtfeld stand und kämpfte Kaʻahumanu der Legende nach direkt neben dem König. Weiterlesen →