Rabaul in der Provinz East New Britain ist ein geschichtsträchtiges und zugleich spektakuläres Tauchgebiet Papua-Neuguineas. Die Stadt liegt in einem alten Vulkankrater, der sich mit Meerwasser füllte und so den Hafen bildete. Umgeben von mehreren Vulkanen, von denen zwei zuletzt 1994 ausbrachen, ist die Region geprägt von einer dramatischen Landschaft mit Regenwald, Bergen und Küstendörfern. Gleichzeitig war Rabaul im Zweiten Weltkrieg ein strategisch wichtiges Zentrum, weshalb heute zahlreiche Kriegswracks und Relikte über und unter Wasser zu finden sind.
Unter Wasser erwartet Taucher eine beeindruckende Vielfalt: Wracks aus der Kriegszeit, Steilhänge, lebendige Riffe mit Plattenkorallen, gigantische Fassschwämme und farbenprächtige Fischschwärme. Regelmäßig begegnet man Trevallies, Regenbogenläufern, Makrelenschwärmen, Adlerrochen, Delfinen und Riffhaien. Auch seltenere Arten wie der doppelköpfige Maori-Lippfisch oder Korallenforellen sind hier anzutreffen. Der Boden ist übersät mit Korallen- und Felsplatten, unter denen sich viele kleine Lebewesen wie Nacktschnecken und Krebse verstecken. Dank der isolierten Lage nach den Vulkanausbrüchen konnten sich die marinen Ökosysteme weitgehend ungestört entwickeln. Tauchen ist das ganze Jahr über möglich.
Top3 Tauchspots bei Rabaul
- Submarine Base – japanische Basis aus dem Zweiten Weltkrieg mit Relikten und Wracks.
- Beehives – Vulkankegel im Meer mit Steilwänden, Hartkorallen und Fischschwärmen.
- Kabaira Reef – Riff mit Plattenkorallen, Fassschwämmen, Trevallies und Adlerrochen.