Buchtipp: Paul Hambruch – Südseemärchen

Dieses wundervolle kleine Buch gehört zur Reihe „Märchen der Welt“ und entführt uns in die Märchen und Sagenwelt Ozeaniens.

Paul Hambruch, Ethnologe und Südseeforscher, bereiste 1909 die Südsee: Von Hawaii über Fiji, die Karolinen, Papua Neu-Guinea, Samoa und Tonga bis nach Australien und Neuseeland führte ihn diese zwei Jahre dauernde Expedition, in der er sich intensiv mit der Kultur und Lebensweise der Bewohner dieser Inseln und Länder beschäftigte. Er lernte ihre Sprachen, fertigte Zeichnungen ihrer Kleidung, Häuser und Zeremoniengegenstände an und bat die Menschen, ihm ihre Geschichten zu erzählen. Heraus kam eine Sammlung an Legenden, Mythen, Sagen und Fabeln die ihn berühmt, und die Kultur der Südsee im Westen bekannt machten.

Märchen, Mythen und Legenden – Die Südsee erwacht zum Leben

Der Märchenband beinhaltet insgesamt 73 Märchen aus den Regionen Australien, Melanesien, Mikronesien und Polynesien. Die wunderschön erzählten Geschichten stammen meist von den Ureinwohnern dieser Länder und tragen Namen wie „Wie die Blumen wieder in die Welt kamen“, „Die Entstehung des Feuers“ und „Der Ursprung der Weißen“. Weiterlesen →

VAIANA – Disney`s Südseefilm unter der Lupe

Der im letzten Jahr herausgekommen Disney-Film VAIANA ist, obgleich von den selben Regisseuren produziert, ganz anders als die Klassiker Arielle die Meerjungfrau oder Aladdin. Vaiana erzählt kein romantisches Liebesmärchen, sondern entführt die Zuschauer in die tropische Wunderwelt Polynesiens vor 2000 Jahren. Wir befinden uns auf der kleinen Südseeinsel Motunui. Die Insel gibt es in Wirklichkeit nicht, sie steht sinnbildlich für alle polynesischen Inselchen im Südpazifik. Hier lebt das sechzehnjährige Mädchen Vaiana. Als ihre Insel in Gefahr gerät, begibt sie sich auf eine mutige Reise, um beim Halbgott Maui Hilfe zu erbitten und erfüllt damit eine uralte Prophezeihung…

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Polynesien: Kulturraum erklärt

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Wer einem Verständnis des polynesischen Kulturraums näher kommen mag, der sollte sich in einem ersten Schritt vielleicht bewusst machen, dass es sich bei Polynesien um eine europäische Konstruktion des 18. Jahrhunderts handelt: Der Begriff, der sich aus den beiden griechischstämmigen Wortteilen ‚poly‘ – also viel – und nesien – einer Bastardisierung des griechischen ‚nesoi‘, was sowohl ‚Inseln‘ heißt wie auch die personifizierten Inseln als Göttinnen in der antiken Mythologie bezeichnet – zusammensetzt, wurde von dem großen französischen Gelehrten und frühen Enzyklopädisten Charles de Brosses aus der weiten Entfernung des französischen Kernlandes um 1756 erfunden, ohne dass er Polynesien jemals selbst gesehen hatte. Weiterlesen →