Buchtipp: Eva Taubert -Tangata Tangata

Eva Taubert hat für den neuseeländische Verlag Huia Publishers verschiedene Geschichten von unbekannten Maori-Schriftstellern gesammelt und in der Sammlug „Tangata, Tangata“ veröffentlicht.

Tangata bedeutet „Menschen“ und genau darum geht es in diesen insgesamt fünfzehn Kurzgeschichten: Sie erzählen vom Alltagsleben der Maori, von ihren Sitten und Gebräuchen, von ihren Werten und ihrer Geschichte. Gerade das Zusammengehörigkeitsgefühl prägt das Leben der Maori bis heute. Die Ureinwohner Neuseelands sind davon überzeugt, dass alles miteinander zusammen hängt und dass es neben der sichtbaren Welt auch eine unsichtbare, eine Geisterwelt gibt.

So sind die Geschichten in „Tangata, Tangata“ durchsetzt mit alten Mythen, Legenden und dem tief verankerten Geisterglaube der Maori. Wie sehr das Geheimnisvolle, Unerklärliche bis heute die Seele und den Alltag der Maori prägt, wird in all diesen Geschichten auf bezaubernd schöne Art beschrieben.

Auch die einzelnen Sitten und Alltagsriten werden in einigen der Kurzgeschichten eindrucksvoll und detailliert beschrieben. Man erfährt nicht nur viel über die Sprache, die Tänze und religiösen Riten, sondern auch über ganz profane Dinge, wie zum Beispiel das handwerkliche Geschick der Maori. Weiterlesen →

Buchtipp: Manfred Miethe – Maui errichtet das Himmelsgewölbe

Buchcover Maui errichtet das HimmelsgewölbeHawaii ist reich an Mythen, Legenden und Märchen, doch anders als die klassischen Sagen des Altertums oder die berühmten Märchen der Gebrüder Grimm sind die hawaiianischen Mythen hierzulande relativ unbekannt. Der Autor Manfred Miethe wollte das ändern und hat in seinen Büchern die Legenden, Mythen und Geschichten der hawaiianischen Ureinwohner gesammelt und aufbereitet.
Maui errichtet das Himmelsgewölbe ist Teil einer Trilogie, die sich um den Gott Maui dreht. In diesem Band werden drei spannende Geschichten über den Helden Maui und acht weitere Geschichten über Pele, die Vulkangöttin erzählt. Die Geschichten handeln von Liebe, Krieg, Leidenschaft und Machtspielen zwischen den Göttern und stehen den Sagen des alten Griechenlandes an Dramatik in nichts nach. Weiterlesen →

Buchtipp: Werner Kreisel – Die pazifische Inselwelt

Für echte Fans der Südsee ist dieses Werk eine absolute Pflichtlektüre. Werner Kreisels Enzyklopädie behandelt die pazifischen Inseln in größter Detailgenauigkeit und erzählt Wissenswertes, Kurioses, Geschichtliches  und Kulturelles. Er legt dar, wie vereinfacht der Südseemythos im Westen oft dargestellt wird und beschreibt anschaulich und abwechslungsreich wie vielfältig die Inselwelt des Südpazifiks in Wirklichkeit ist.

Dabei scheut der Autor sich nicht, auch aktuelle politische und kulturelle Probleme anzusprechen und geht insbesondere auch auf die kulturellen Unterschiede der einzelnen Inseln und Regionen ein. Aus gutem Grund: Umfasst der Pazifische Raum doch nahezu 200 Millionen Quadratkilometer und die unterschiedlichsten Kulturräume wie Melanesien, Mikronesien, Polynesien, aber auch Neuseeland, Hawaii und viele weitere.

Besonderes Augenmerk legt Werner Kreisel auf die Herkunft und Kultur der indigenen Bevölkerung der einzelnen Inseln, insbesondere die der Polynesier, die als besonders komplex gilt. Ein weiteres Kapitel geht der Frage nach, wie und in welchem Ausmaß die europäischen Entdecker, Missionare und Eroberer die pazifische Inselwelt geprägt und verändert haben. Weiterlesen →

Buchtipp: Lukas Hartmann – Bis ans Ende der Meere

Wohl kaum ein Gebiet der Welt verbindet man mehr mit Abenteuern und Entdeckungsreisen wie die Südsee. So ist auch Lukas Hartmanns Buch „Bis ans Ende der Meere“ eine einzige Hommage an die großen Entdeckerreisen des legendären Captain Cook.

Juni 1776. Der junge Zeichner John Webber besteigt ein Schiff in Plymouth, England. Er wird an der dritten Weltumsegelung von Captain James Cook teilnehmen, die die Crew durch die Südsee über die Westküste Amerikas und Kanadas bis hinauf nach Sibirien und in die Arktis führen wird. Doch der große Entdecker Cook wird die Reise nicht überleben und sein Vertrauter Webber kehrt, nach vier Jahren, als gebrochener und erschöpfter Mann zurück. Im Versuch zu verstehen, was auf der Reise geschehen ist, besucht der junge Maler die Witwe des Kapitäns und überbringt ihr ein Gemälde ihres verstorbenen Mannes, das ihn in einer heroischen Pose zeigt. Doch die Witwe will keine Lobgesänge auf die Heldentaten ihres verstorbenen Gatten hören, sie möchte die ganze Wahrheit hören. Was war auf dem Schiff „Resolution“ geschehen? Warum musste Captain Cook sterben? Und welche Rolle spielte der junge Maler John Webber dabei? Weiterlesen →

Buchtipp: Sarah Lark – Neuseeland Trilogie

Sarah Lark Neuseeland Trilogie Buchcover

Traumziel Neuseeland: Sarah Larks Neuseeland Saga entführt den Leser ans andere Ende der Welt, und in eine andere Zeit. Die deutsche Autorin Christiane Gohl schreibt unter dem Pseudonym Sarah Lark und lässt in ihren gut recherchierten Romanen das Viktorianische Zeitalter in der ehemaligen britischen Kronkolonie wieder aufleben. Mit „Im Land der weißen Wolke“ (erschienen 2007 bei Bastei Lübbe) beginnt die Saga, die auch die Folgebände „Das Lied der Maori“ und „Der Ruf des Kiwis“ umfasst.

Wir schreiben das Jahr 1852: Zwei junge Frauen treten die lange Reise von London nach Neuseeland an, um dort ein neues Leben zu beginnen. Sie reisen nach Neuseeland als Bräute von Männern, die sie nie zuvor gesehen haben. Gwyneira soll einen reichen Großbesitzer heiraten und ihre Freundin Helen wurde als Ehefrau für einen Farmer ausgewählt.

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Buchtipp: Paul Hambruch – Südseemärchen

Dieses wundervolle kleine Buch gehört zur Reihe „Märchen der Welt“ und entführt uns in die Märchen und Sagenwelt Ozeaniens.

Paul Hambruch, Ethnologe und Südseeforscher, bereiste 1909 die Südsee: Von Hawaii über Fiji, die Karolinen, Papua Neu-Guinea, Samoa und Tonga bis nach Australien und Neuseeland führte ihn diese zwei Jahre dauernde Expedition, in der er sich intensiv mit der Kultur und Lebensweise der Bewohner dieser Inseln und Länder beschäftigte. Er lernte ihre Sprachen, fertigte Zeichnungen ihrer Kleidung, Häuser und Zeremoniengegenstände an und bat die Menschen, ihm ihre Geschichten zu erzählen. Heraus kam eine Sammlung an Legenden, Mythen, Sagen und Fabeln die ihn berühmt, und die Kultur der Südsee im Westen bekannt machten.

Märchen, Mythen und Legenden – Die Südsee erwacht zum Leben

Der Märchenband beinhaltet insgesamt 73 Märchen aus den Regionen Australien, Melanesien, Mikronesien und Polynesien. Die wunderschön erzählten Geschichten stammen meist von den Ureinwohnern dieser Länder und tragen Namen wie „Wie die Blumen wieder in die Welt kamen“, „Die Entstehung des Feuers“ und „Der Ursprung der Weißen“. Weiterlesen →

Buchtipp: Ulrike Renk – Australien-Saga Band 1-3

So ein Flug nach Down Under ist lang – der perfekte Anlass, sich in ein spannendes Familienepos zu vertiefen, das selbstredend in Australien spielt. Praktischerweise besteht die Saga von Ulrike Renk aus drei Bänden, d.h. für Wartezeiten und den Rückflug ist auch gleich gesorgt. Allerdings dürften sich bei den Titeln „Die Australierin“, „Die australischen Schwestern“ und „Das Versprechen“ eher Frauen angesprochen fühlen. Zu Recht. Die Herren können sich ja derweil mit unserem Buchtipp „How to Speak Australian“ von Sascha Exner vergnügen.

Die deutsche Autorin Ulrike Renk hat ein Händchen für das Verweben von Fakten und Fiktion. So beruht der erste Band ihrer Saga auf wahren Begebenheiten in der Zeit der Jahrhundertwende. „Die Australierin“ ist die in Hamburg lebende junge Emilia, Tochter eines reichen Werftbesitzers. Sehr zum Unmut ihres Vaters liebt sie den Schiffskapitän Carl Gotthold Lessing (ein Neffe des großen Dichters), mit dem sie schließlich über Umwege durch die halbe Welt nach Australien auswandert. Auf der langen, abenteuerlichen Reise bringt Emilia zwei Kinder zur Welt, die in Australien aufwachsen und somit den Stoff für Band 2 der Saga liefern. Weiterlesen →

Buchtipp: Paul Theroux – Hotel Honolulu

Honolulu – das ist spätestens seit den goldenen Fünfziger Jahren das Sehnsuchtsziel der Südsee schlechthin. Nostalgisch überhöht, klischeebeladen und voller kurioser Begebenheiten – so stellt Paul Theroux den Ort in seinem Roman Hotel Honululu dar.

Schauplatz und heimlicher Star des Romans natürlich: Das Hotel Honululu. Schon etwas in die Jahre gekommen, doch noch immer heiß begehrt wegen seiner Nähe zum Strand, ist das Hotel Zufluchtsort und Begegnungsstätte von allerlei skurrilen Gästen. Weiterlesen →

Buchtipp: Roland & Miriam Grave – Unter Papuas und Melanesiern

Eins der kulturell vielfältigsten und spannendsten Länder Südostasiens ist zweifellos Papua-Neuguinea. Alleine 750 verschiedene Papuasprachen und die dazugehörigen Kulturen gibt es in der Region – da kommen selbst Ethnologen manchmal ins Schwitzen. Wer sich für die vielseitige Kulturlandschaft und die Menschen von Papua-Neuguinea interessiert, dem sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt. Als Einstiegslektüre eignet sich das Werk von Miriam und Roland Grave bestens, um sich mit den Gegebenheiten des Landes vertraut zu machen. Das Buch behandelt, teils als Erlebnisbericht, teils als wissenschaftliches Werk, die Stämme und Kulturen Papua-Neuguineas sowie der Region Melanesien. Spannend geschrieben erinnert es stellenweise an ein Abenteuerbuch, lässt jedoch die Ethnologie nicht außer acht.

Gerade wer eine spannende und doch informative Urlaubslektüre sucht, wird mit „Unter Papuas und Melanesiern“ seine wahre Freude haben, denn das Buch eignet sich prima zum Stöbern und Schmökern. Begonnen wird mit einem kleinen Exkurs in die Vorgeschichte und Kolonialgeschichte Papua-Neuguineas, das noch heute in zwei Teile geteilt ist und im Westen zu Indonesien gehört. Weiterlesen →

Buchtipp: Anke Richter – Was scheren mich die Schafe

Das Buch könnte auch heißen „Als ich und meine Familie nach Neuseeland auswanderten“ und ähnlich langweilig anmuten wie eine Auswanderer-Soap im Privatfernsehen, doch wir haben es hier mit einer Autorin zu tun, die nicht nur unfassbar witzig ist, sondern auch eine messerscharfe Beobachtungsgabe hat, die sie mit viel Selbstironie einsetzt. Und so ist ihr Buch eben keine dröge Auswanderer-Geschichte, sondern eine zum Brüllen komische Realsatire, die die Lachmuskeln strapaziert. Als die Journalistin Anke Richter mit Sack, Pack und ihrer Familie nach Neuseeland zieht, stellt sie fest – sie ist viel deutscher als gedacht. Weiterlesen →