Buchtipp: Umberto Eco – Die Insel des vorigen Tages


Ein Schiff, ein junger Adeliger, eine einsame Insel, ein geheimer wissenschaftlicher Auftrag und eine Prise Wahnsinn – das sind die Zutaten, aus denen sich ein guter historischer Roman stricken lässt. Umberto Eco, der Autor von „Der Name der Rose“, hat aus diesen Zutaten ein wahres Makramee aus historischen Fakten, Fiktion, Philosophie und Spannung geschaffen. Seinen Protagonisten, den jungen Piemontesen Roberto de la Grive, lässt er im Jahr 1643 einen geheimen Auftrag annehmen: Er soll sich auf die Suche nach dem endgültigen Fixpunkt des Erdrasters machen, nach der Formel mit der sich die Längengrade der Erde einteilen lassen.
Ein Forscher ist dieser junge Adelige, ein Philosoph wie Eco selbst. Das wird dann deutlich, als er mit seinem Segelschiff Schiffbruch erleidet. Dann nämlich beginnt Eco in Rückblicken die Biografie Robertos zu erzählen und er schildert über viele Seiten hinweg die Philosophie, den Aberglauben und das Alltagsleben des 17. Jahrhunderts.
Ein wenig leidet die Handlung unter diesen langen Exkursen, doch die Spannung kommt auch im dritten Roman von Umberto Eco nicht zu kurz: Roberto, der tagelang verzweifelt im Pazifik treibt, stößt schließlich auf ein anderes Schiff und ab hier nimmt die Handlung so richtig Fahrt auf…


Der weltberühmte Autor Umberto Eco lässt seinen Roman „Die Insel des vorigen Tages“ in der Südsee spielen und er beschreibt die Landschaft und Lebenswirklichkeit dieser abgelegenen Region so anschaulich und detailliert, wie man es von ihm gewohnt ist. Wie auch „Der Name der Rose“, ist „Die Insel des vorigen Tages“ ein höchst anspruchsvolles und teils langatmiges Buch, was aber Fans von Umberto Eco nicht stören dürfte. Wer Spaß an historischen Abenteuerromanen mit philosophischem Hintergrund hat, macht mit dieser Lektüre im Südsee Urlaub sicher nichts falsch.

Erhältlich hier bei Amazon ab 11,90€ 

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