Der Kalbarri Nationalpark in Western Australia: Highlights & Überblick


Kalbarri-NP-Kueste

Küste Kalabarri Nationalpark

Zwei völlig unterschiedliche Landschaftsphänomene erwarten den Besucher im mit Recht so beliebten Kalbarri Nationalpark. Ganz spezielle Bodensedimente und das heiße Klima am äußersten westlichen Rand Australiens haben im Laufe der Jahrtausende zu bizarren Gesteinsformationen gesorgt und gleichzeitig zu einer einzigartigen Vegetation. Zu bewundern ist das einerseits an der spektakulären Steilküste am Meer und andererseits in den ausgewaschenen Schluchten des Murchison Rivers im Hinterland.

Anlaufpunkt ist die kleine Stadt Kalbarri, etwa 530 Kilometer nördlich von Perth. Sie liegt praktisch auf der Schnittstelle der beiden unterschiedlichen Parkteile. Hier befindet sich auch das Visitor Center, wo der Besucher alle wichtigen Informationen über Touren, Zugänglichkeit, Parkmöglichkeiten etc. erhält. Sämtliche Ausflüge sind für nicht länger als einen Tag angelegt, da in dem Naturschutzgebiet nicht übernachtet werden darf.

Kalbarri-natural-bridge

Natural Bridge

Südlich von Kalbarri erstreckt sich über 16 Kilometer die beeindruckende Küste mit ihren gut 100 Meter hohen Klippen. Wanderwege unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrade führen vorbei an fotogenen Sandsteinskulpturen und traumhaften Aussichtspunkten. Schon nach 100 Metern bietet die Natural Bridge einen grandiosen Blick auf die Küste und das Meer, wo sich mit etwas Glück Delfine und Wale zeigen.

Nicht viel weiter entfernt liegt der beliebte Buff Lookout, der höchste Aussichtspunkt des Parks. Botaniker kommen entlang des Bigurda Trails voll auf ihre Kosten, wo zahlreiche Wildblumen blühen. Und wer das Klettern nicht scheut, wird unterhalb der Eagle Schlucht mit einem einsamen Strand belohnt.

Gorge-Kalabarri

Inland River Gorge

Fährt der Besucher von Kalbarri aus 11 Kilometer gen Norden, erreicht er die Inland River Gorges – den Teil des Nationalparks, der sich an den Ausläufern des Murchison Flusses befindet. Über 80 Kilometer schlängelt sich der insgesamt 800 Kilometer lange Fluss hier durch eine Schlucht, die im Laufe der Jahrtausende aus dem Sandstein ausgewaschen wurde. Gleich zu Beginn lädt der Meanarra Hill Lookout zu einem Ausblick auf die ganze Region ein. Von hier aus lässt sich auch gut sehen, wie der Murchison River in den Ozean mündet.

Natures_Window

Nature`s Window

Begibt sich der Besucher auf den Weg ins Hinterland, trifft er sehr bald auf eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten des Parks, das Natures Window. Eine Laune der Natur hat hier ein Fenster aus Felsen geformt, das einen perfekten Rahmen für den Blick auf den Fluss bietet.

Wer sich für Geologie interessiert, sollte unbedingt den Four Ways Trail gehen. Der nicht ganz einfache Weg führt hinunter zum Fluss vorbei an dem sogenannten Tumblagooda Sandstein mit seinen typischen rot-weißen Streifen.

Wildblumen-Kalbarri

In den Schluchten sind zudem viele Wildblumen beheimatet, die nur hier vorkommen, wie etwa die roten und gelben Kalbarri Catspaw, die von August bis September blühen. Auch Orchideen gedeihen in der Region, z.B. die Murchison Hammer Orchidee. Und natürlich gibt es zahlreiche Tiere im Kalbarri Nationalpark wie die Western Grey Kängurus, Emus oder Fischadler, um nur einige zu nennen.

Moloch-Dornteufel

Auch der Dornteufel begegnet einem hier.

Wegen seiner besonderen Lage ist Kalbarri zudem ein echtes Anglerparadies. Mit dem Murchison Fluss, der Küste und dem offenen Meer gibt es gleich drei unterschiedliche Fischgründe mit entsprechend reicher Ausbeute. Vom Weißfisch über Krebse bis hin zum Thunfisch kann hier alles gefangen werden.

Murchison

Murchison River

Der Kalbarri Nationalpark hat für jeden etwas zu bieten und ist unbedingt einen Besuch wert. Für Camper und Reisende mit Wohnmobilen gibt es komfortable Camping- und Stellplätze in unmittelbarer Nachbarschaft zum Nationalpark. Lagepläne und alle weiteren Infos für einen unvergesslichen Aufenthalt im äußersten Westen Australiens stellt das Visitors Center in Kalbarri zur Verfügung.

Fotos: Bjørn Christian Tørrissen CC 3.0// Takver CC 3.0 // Mike Bruss CC 3.0 // Orderinchaos CC 3.0 // 
Wouter! CC 3.0 via Wikipedia
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