Must-See Tasmanien: Mini-Pinguine in Bicheno


Little-Penguin

Der kleine Ort Bicheno an Tasmaniens Ostküste, etwa zwei Stunden Autofahrt von Launceston entfernt, ist ein beliebtes Ziel für Urlauber. Grund sind die wunderschönen Strände, das klare Meer und zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten in die üppige Natur. Ein ganz besonderes Erlebnis ist die Begegnung mit Mini-Pinguinen, die praktisch nur in Australien und Neuseeland vorkommen. Auch nahe Bicheno gibt es eine Kolonie dieser kleinsten existierenden Pinguinart gennant Eudyptula minor – ein unbedingtes Must-See, nicht nur für Tierliebhaber.

Ein bisschen mehr als 30 Zentimeter sind die putzigen Frackträger nur groß, weshalb sie in Australien auch gerne „fairy pinguins“ genannt werden. In Neuseeland sind die Mini-Pinguine wegen ihrer blauen Federn auch als „little blue pinguins“ bekannt. Ihre ohnehin nicht sehr großen Bestände sind immer wieder bedroht durch die Verschmutzung des Meeres, streunende Hunde und Wildkatzen sowie durch gewissenlose Zerstörung von Brutplätzen durch den Menschen. Auch in Tasmanien war die Population zeitweise auf nur noch 40 Vögel geschrumpft.

1992 begann das kleine private Unternehmen Bicheno Penguin Tours sich dem Schicksal der Mini-Pinguine anzunehmen. Die zwei Gründer kämpften zunächst gegen die Wildkatzenplage, eine der Hauptursachen für das Pinguinsterben in Tasmanien. Dann organisierten sie umweltverträgliche und vor allem pinguinfreundliche Touren von Bicheno aus zu den Kolonien, um die Aufmerksamkeit auf diese bedrohte Spezies zu lenken.

Heute leben wieder etwa 600 Mini-Pinguine unweit Bicheno auf einem großen, nicht öffentlichen Gelände, das ausschließlich im Rahmen der Bicheno Penguin Tours besucht werden kann.

Zu sehen sind die kleinen Pinguine nur nach Sonnenuntergang, wenn sie von der Nahrungssuche im Meer zurückkommen. Ausgestattet mit Taschenlampen führt die Tour ganz nah und dennoch vorsichtig an die Vögel heran, eine einmalige Erfahrung, die kein Besucher je vergisst. Um die Tiere nicht zu erschrecken, sind Aufnahmen mit Blitzlicht sowie Lärm streng verboten. Und noch ein Tipp der Guides: Festes Schuhwerk ist angesagt, denn die Pinguine beißen gerne in Zehen!

Foto Pinguin: JJ Harrison via Wikipedia, CC BY-SA 3.0
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