Stopover Taipeh – Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in 2 Tagen


Die taiwanesische Stadt Taipeh zählt nicht unbedingt zu den gängigsten Stop-Over-Destinationen, doch gerade asiatische Fluggesellschaften wie China Airlines legen auf dem Weg von Europa nach Australien, Neuseeland oder Ozeanien hier einen Zwischenstopp ein z.B. von Frankfurt nach Sydney, Melbourne oder Brisbane. Das ist auch gut so, denn Taipeh hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer absoluten Trendstadt entwickelt. Hier findet man, wie in ganz Taiwan, ein buntes Sammelsurium der unterschiedlichsten Kulturen. Die vorherrschende Kultur ist natürlich die chinesische, dennoch ist Taipeh eine extrem kosmopolitische und globalisierte Stadt.
Ein Stop-Over-Aufenthalt in Taipeh hat also viel zu bieten und lohnt sich auf jeden Fall.


Dazu vorab ein paar Facts:

Taipeh verfügt über zwei Flughäfen. Während Songshan sich innerhalb der Stadt befindet, liegt der internationale Flughafen Taoyuan etwa 30 Kilometer von der Innenstadt entfernt. Die meisten internationalen Flüge starten und landen in Taoyuan, doch das sollte man vorher unbedingt überprüfen.
Um von Taoyuan ins Zentrum zu kommen bieten sich mehrere Möglichkeiten an: Ein Taxi bis ins Zentrum kostet etwa 1200 TWD, das entspricht circa 35 Euro. Vom Flughafen aus fährt jedoch auch ein Bus und ein MRT Train bis ins Zentrum.
Zwar kann man überall in Taiwan (wie auch in China) bargeldlos bezahlen (oft auch einfach mit dem Handy), doch es empfiehlt sich, ein wenig Bargeld umzutauschen. Und dann kann es schon los gehen mit Shoppen und Sightseeing im bunten Kaleidoskop Taipeh.

Tag 1 – Kultur & Megacity

Longshan Tempel

Der Longshan Tempel ist wunderschön und ein Beispiel für die Erhabenheit alter Chinesischer Baukunst. Architektonisch vereint der Tempel buddhistische und taoistische Elemente, wurde jedoch seit seiner Errichtung im Jahr 1738 immer wieder verändert, renoviert und erweitert. Hier wird mehr als 160 Göttern gehuldigt. Mehrmals täglich finden im Longhsan Tempel Gebetszeremonien statt, an denen auch Touristen gerne teilnehmen dürfen. Überhaupt ist der Tempel eher ein Ort der Begegnung als der inneren Einkehr. Inmitten der lebhaften Guangzhou Street gelegen, findet man in unmittelbarer Nachbarschaft des Tempels zahlreiche Straßenhändler, Garküchen und kleine Shops. Der Eintritt in den Tempel ist übrigens kostenlos, man freut sich jedoch über eine kleine Spende.

Longshan Tempel in Taipeh

Longshan Tempel in Taipeh

Palastmuseum

Das Palastmuseum in Taipeh beherbergt die wohl größte Sammlung chinesischer Kulturgüter. Die meisten dieser Schätze stammen aus der Verbotenen Stadt in Peking und wurden während des Chinesischen Bürgerkriegs nach Taiwan gebracht. Die Kunstwerke sind von unschätzbarem Wert und umfassen die gesamte Geschichte Chinas: über 8000 Jahre. Insgesamt 697.490 Objekte, die Teil der Kaiserlichen Kunstsammlung waren, zählen zum Schatz des Palastmuseums, wobei jedoch nur ein kleiner Teil davon ausgestellt wird.

Taipei Tower

Einst das größte Gebäude der Welt ist der Taipei Tower eine ziemlich beeindruckende Erscheinung. Mitten im Börsen- und Finanzviertel Xinyi gelegen ist das 508 Meter hohe Wahrzeichen der Stadt aus der Silhouette Taipehs nicht mehr wegzudenken. Der Tower selbst beherbergt in seinen 101 Stockwerken vorwiegend Büros. Im 89. Stock gibt es jedoch eine Aussichtsplattform, von der aus man einen beeindruckenden Blick über die Stadt hat. Der Eintrittspreis beträgt etwa 10 Euro.

Taipeh 101 Tower

Taipeh 101 Tower

Chiang-Kai-Shek Gedächtnishalle

Am Platz der Freiheit wird dem ehemaligen Präsidenten mit einer Ehrenhalle aus weißem Marmor gedacht. Von hier aus ist es nicht weit zum Nationalen Opernhaus, das im chinesischen Palaststil erbaut wurde und zur angrenzenden Chinesischen Gartenanlage mit Koi-Teichen.

Ehrenmal in Taipeh

Ehrenmal in Taipeh

Ab Sonnenuntergang verwandelt sich Taipeh. Die Stadt ist nämlich berühmt für ihre Nachtmärkte. Fast jedes Viertel hat seinen eigenen Markt, die nicht nur Kleidung, Kunsthandwerk und allerlei Souvenirs bieten, sondern vor allem auch zahlreiche Essensstände und Garküchen. Sehenswert ist zum Beispiel der Shilin Nachtmarkt, der zu ausgiebigen Shoppingtouren bis weit nach Mitternacht einlädt.

Wer mehr als einen Tag Zeit hat, sollte sich auch das Umland Taipehs nicht entgehen lassen. Rund um die Stadt findet man wunderschöne Naturlandschaften und kleine Ortschaften, die einem einen Eindruck des ursprünglichen Taiwans bieten.

Tag 2: Ab ins Umland

Die heißen Quellen von Bayan

Überall in Taiwan findet man heiße Mineralquellen vulkanischen Ursprungs. Über 100 heiße Quellen sind bekannt, die meisten davon liegen im Norden des Landes. Die Bayan Quellen zählen wohl zu den bekanntesten Mineralquellen Taiwans und liegen etwa 30 Kilometer nördlich von Taipeh. Hier kann man sich im bis zu 45° warmen Wasser aalen und in aller Ruhe Stress abbauen. Eine Wohltat!

Tamsui

Hafen in Tamsui

Hafen in Tamsui

Der kleine Fischerort Tamsui ist von Taipeh aus mit der Metro in etwa einer Stunde zu erreichen. Der ursprüngliche kleine Fischerhafen strahlt noch heute eine wohltuende Ruhe aus und lädt zum Flanieren und Verweilen ein. Die Uferpromenade lockt mit zahlreichen Restaurants, Cafés und kleinen Lädchen.

Jiufen

Das malerische Bergdorf Jiufen blickt nicht nur auf eine wunderschöne Landschaft, sondern auch auf eine bewegte Geschichte zurück: Einst ein abgeschiedenes Dörfchen, wurde es im 19. Jahrhundert zum Schauplatz des größten Goldrausches des Landes. Goldfunde in der Nähe ließen Jiufen zu einer Stadt anwachsen, bis der Edelmetallabbau schließlich in den 1970ern eingestellt wurde. Dann fiel Jiufen in seine alten Verschlafenheit zurück und geriet fast in Vergessenheit. Das ist gut so, denn Jiufen ist ein echtes Kleinod, bestehend aus verwinkelten Gassen, japanischen Teehäusern und alten Taiwanesischen Gebäuden. Nach Jiufen fahren mehrmals täglich Überlandbusse (Nr. 1062) und der Zug 801 von Taipeh aus in etwa 1,5 Stunden.

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