Kunden-Reisebericht: Fiji, Samoa, Cook-Inseln & Französisch Polynesien September/Oktober 2018


Die Südsee für Ornithologen Reisebericht

Vorwort

Nach Hawaii (2005) sowie Neukaledonien und Vanuatu (Okt. 2016) war dies unsere dritte und organisatorisch aufwendigste Reise in die Südsee. Innerhalb von 31 Tagen erlebten wir 19 Flüge, 12 unterschiedliche Quartiere, 4 verschiedene Mietwagen sowie zahlreiche Fahrer und Guides auf acht organisierten Exkursionen. Einmal konnten wir Dank einer Überquerung der Zeitzone einen Tag gleich zweimal erleben. Es war bei diesem organisatorischen Aufwand eigentlich unglaublich, dass es dabei keine Pannen gab. Die Organisation von Pacific Travel House und ihren Partnern vor Ort war hervorragend.

Wie bei unseren früheren Reisen galt unser Interesse vor allem der Natur. Als vielgereiste Landschaftsökologen wollten wir vor allem seltene Vogelarten in ihren natürlichen Lebensräumen aufspüren und die Tierwelt unter Wasser erkunden.

Die Unterschiede zwischen Fidschi, Samoa, den Cook-Inseln sowie Tahiti und Tuamotu waren erheblich. Das betrifft nicht nur ihren politischen Status, sondern auch Infrastruktur, touristische Nutzung, Wirtschaftskraft und Artenvielfalt. Im Verlauf unserer Reise nahm die Artenvielfalt von West nach Ost immer stärker ab. Besonders artenreich sind die Fidschi-Inseln. In Tikehau, unserem letzten Reiseziel, fanden wir überhaupt keine Landvogelart mehr!

Bestürzend war das Ausmaß menschlicher Eingriffe auf die Landlebensräume durch Lebensraumzerstörung (insbesondere Fidschi, Rarotonga und Tahiti) und die Einschleppung von Ratten, Katzen, Mungos etc.. Dadurch hat sich die Landfauna dramatisch verändert und dies hat zum Erlöschen zahlreicher Arten geführt. Viele Vogelarten überleben nur auf winzigen rattenfreien Inseln und Atollen sowie in Reservaten, in denen Ratten und Katzen intensiv bekämpft werden. Der Aufwand zum Schutz dieser Arten ist enorm und viele Vogelarten wie Tahiti- und Rarotonga-Monarch existieren nur noch in sehr geringen Beständen.

Großartig ist die Unterwasserwelt. Das mehrfache Schnorcheln mit Mantas und Haien gehörte zu unseren schönsten Erlebnissen im Meer. Herrlich sind auch die vielen menschenleeren Strände und viele kleine Unterkünfte in toller Lage.

Ungewöhnlich war das überwiegend schlechte Wetter auf dieser Reise. Nach einer außergewöhnlich langen Trockenperiode im Sommer erlebten wir dort über mehrere Wochen regen- und wolkenreiches Wetter auf all unseren Reisezielen mit Ausnahme von Tikehau. Die Regenzeit setzte vier Wochen zu früh ein und Sonnentage waren ausgesprochen selten!.

Reiseverlauf

Nach einer zweitägigen Anreise von Bremen über Frankfurt nach Hongkong kommen wir mit einem Direktflug auf dem Internationalen Flughafen von Viti Levu, der Hauptinsel der Fidschi Inseln, 10 km von Nadi (ca. 12000 E.) entfernt, an. Wir verlassen den Flughafen und steuern mit Hilfe von Google Maps offline-Karten unser erstes Reiseziel auf dem Weg nach Suva an, den Sand Dunes National Park.

Sand Dunes National Park

Dieser wenig besuchte Park an der Küste schützt ein großes Dünengebiet mit Küstenvegetation. Entlang der gut ausgebauten und beschilderten Wege sehen wir trotz Regen die ersten typischen Tierarten der Fidschi-Inseln wie Pazifische Flughunde, Fidschihabicht, Weißbürzelsalangane, Orangebrust-Honigfresser, Fidschi-Honigfresser, Fidschi-Schwalbenstar, Südseeraupenfänger, Schwarzschwanzmonarch, Fidschi- und Rotbauchmonarch, Layard- und  Graumantelbrillenvogel und als Highlight die prächtig gefärbte Fidschi-Papageiamadine.

Pazifische Flughunde

Orangebrust-Honigfresser Fidschi-Honigfresser Rotbauchmonarch

Wir erreichen später die Colo y Suva Ecoforest Lodge ca. 10 km nördlich von Suva. Sie liegt am Rande eines Schutzgebietes, dem Suva Eco Forest. Die sechs geräumigen Bungalows liegen in einer Grünanlage mit vielen alten Bäumen, in denen sich gut seltene Vögel wie Maskensittich und Olivhonigfresser beobachten lassen.

Colo y Suva Ecoforest Lodge Fidschi Colo y Suva Ecoforest Lodge

Am nächsten Morgen unternehmen wir eine Wanderung entlang der Colo y Suva Forest Road in Richtung des Forest Reserves.  Entlang der Forststraße sehen wir Fidschihabicht, Einsiedlerlori (an der Höhle) Fidschidickkopf, Fidschi-Fleckenfächerschwanz, Schwarzschwanz- und Azurscheitel-Monarch und eine Manguste, die aus Indien eingeführt worden ist.

Später starten wir in Richtung Suva und machen zunächst einen Stopp an der Pipeline Road. Wir landen vor einem verschlossenen Tor und erfahren, dass wir zum Betreten der Straße eine Genehmigung vom Chef der Wasserbehörde brauchen, die in Tamavua liegt.

Wir fahren die kurze Strecke dorthin zurück und werden am Pförtnerhaus zunächst darauf verwiesen, dass wir zuerst eine email schreiben müssten und den Chef um Genehmigung bitten sollten. Ein anderer Mitarbeiter führt uns dann direkt in dessen „Büro“, ein Zimmer in einem heruntergekommenen Gebäude, in dem sich stapelweise Akten anhäufen. Wir nehmen vor einem gewaltigen Schreibtisch Platz, verkünden unser Anliegen, zeigen unsere Visitenkarte… nach längerer Bedenkzeit telefoniert der Chef dann mit dem Wächter am Tor und gibt grünes Licht für unseren Besuch. Der Aufwand hat sich gelohnt. Die Fahrt mit vielen Stops entlang der Straße führt uns durch ungestörte Waldflächen mit Fidschihabicht, Sumpfweihe, der prächtig gefärbten Goldfruchttaube, Einsiedlerlori und Pompadoursttich.

Am nächsten Tag haben wir mit Hilfe unserer Unterkunft einen  Ausflug in die Berge im Inselinneren organisiert. Dazu brauchen wir einen Geländewagen mit Fahrer und einen Guide, die uns pünktlich um 5 Uhr morgens abholen.

Colo y Suva Forest Road Geländewagen in Fiji

Wir fahren 2,5 Stunden ins Landesinnere bis zum Monosavu Stausee in 900 m NN. Je mehr wir uns von der dicht besiedelten Küstenregion entfernen und ins Landesinnere vordringen, umso schöner und abwechselungsreicher wird die Landschaft mit einem Wechsel aus Sekundärwald, Viehweiden, Bambusbeständen, Bombax (rot blühend, eine aus Afrika eingeführte Baumart) und flechtenreichen Bergwäldern. Unterwegs sehen wir zwei Purpurschultertauben und eine Bindenralle auf der Strasse, zwei auf den Fidschi-Inseln wegen Ratten und Mungos selten gewordene Vogelarten.

Flechtenreiche Bergwälder in Fidschi Flechtenreiche Bergwälder in Fidschi

Um 7.30 Uhr erreichen wir den Parkplatz oberhalb des Stausees und wandern hier durch natürliche Bergwaldbestände. Morgens ist es bei 22°C noch ziemlich frisch und feucht mit Nieselregen, später wird es wärmer und trockener. Wir sehen gleich bei unserer Ankunft die Wunschart Langbeinbuschsänger, eine Art, die fast hundert Jahre als ausgestorben galt und zu den weltweit seltensten Vogelarten zählt.

Auf unserer Wanderung notieren wir u.a. Goldfruchttaube, Maskensittich, Schwarzkehlmonarch, Pazifik-Scharlachschnäpper, Südseestar, Südseedrossel und viele Fidschi-Papageiamadinen.

Spektakulär war der Halt an dem Wächterhäuschen zum Stausee. Die starken Lampen haben viele prächtig gefärbte Nachtfalterarten angezogen… eine leichte Beute für Vögel, die sich dort einfach fotografieren ließen, wie  Fidschi-Schwalbenstar, Pazifik-Scharlachschnäpper und Fidschi-Fleckenfächerschwanz.

Am Nachmittag sind wir zurück. Der Ausflug hat sich allein wegen der Landschaft unbedingt gelohnt.

Am nächsten Tag erreichen wir mittags bei Starkregen das Yatule Resort am Natadola Beach, das über eine schmale Schotterstraße zu erreichen ist und in einer sehr naturnahen Umgebung liegt. Der Küstenabschnitt eignet sich gut zum Schwimmen und Schnorcheln.

Yatule Resort Fiji Natadola Beach Fiji

Abends erleben wir den schönsten Sonnenuntergang dieser Reise!

Nach einem Erholungstag bei schönstem Sonnenschein fliegen wir am nächsten Tag mit nur noch einem weiteren Ehepaar nach Kadavu, wo wir am kleinen Flughafen von Vunisea, dem Hauptort der Insel Kadavu, die ca. 100 km südlich von Viti Levu liegt, landen. Mit 411 km² ist Kadavu die viertgrößte Fidschi-Insel. Nur 12.000 Menschen leben hier in 70 Siedlungen. Vor der Insel liegt das mit 120 km Länge weltweit viertgrößte Riff (Great Astrolabe Reef), das bis 1800m abfällt. Bei Ornithologen ist die Insel bekannt wegen einiger nur hier vorkommender Vogelarten.

Flug nach Kadavu Fast allein im Flieger Kleiner Flughafen von Vunisea auf Kadavu

Zuerst machen wir nach der Landung eine kleine Wanderung an den Strand, wo unser kleines Boot für den Transfer liegt. Die Einschiffung verläuft über große Felsbrocken und watend durch flaches Meerwasser zum Boot, das uns mittags mit Bootsführer Sakarea zum Papageno Resort bringt. Das Resort (11 Zimmer) liegt am Meer in einem wunderschönen großen Garten und die Bungalows sind gemütlich eingerichtet. Wir sind begeistert, auch weil wir während unseres zweitägigen Aufenthaltes die einzigen Gäste sind. Die jeweiligen Mahlzeiten werden durch ein entsprechendes Trommelzeichen angekündigt.

Einschiffung nach Kadavu

Papageno Resort Kadavu Fiji Papageno Resort Kadavu Fiji Papageno Resort Kadavu Fiji

Der Garten ist ein Paradies für Vögel: wir registrieren Fidschihabichte, Smaragdfruchttaube, Braunschwanzfruchttaube, Fidschisittich, Goldaugen-Honigfresser, Weißkehldickkopf, Kadavufächerschwanz, Schwarzschwanz- und  Rotbauchmonarch und Südseestar. Leider machen wir im Garten auch eine traurige Entdeckung: Wir sehen einen Mungo, der nach Angaben des Hotelmanagers bisher noch nicht nachgewiesen wurde: eine große Gefahr für die heimische Fauna.

Fidschisittich

Am nächsten Tag machen wir am Nachmittag als einzige Gäste eine Bootsfahrt in den Norden von Kadavu. Unterwegs begegnen wir einer Schule mit Großen Tümmlern.

Das Highlight der Tour und unserer Reise ist aber das Schnorcheln mit sieben Mantas, die bis zu 6,5 m breit und 1800 kg schwer werden. Außerdem sehen wir einen großen Barracuda. Anschließend machen wir eine Fahrt zu einer Vogelinsel. Dort sehen wir viele Kleine Fregattvögel, Rotfußtölpel und Brauntölpel, die hier brüten. Anschließend Schnorcheln wir über einem intaktem Riff.

Mantas auf Fiji Vogelinsel bei Kadavu Brauntölpel

Am nächsten Tag packen wir und werden wieder mit Boot zum Flughafen von Kadavu gefahren. Wir checken ein, bezahlen Übergepäck und Klaus kommt zu einer kostenlosen Trekkerfahrt über das Flugfeld, um vor dem Abflug Maskenkiebitze zu beobachten, die nur hier auf den Fidschi-Inseln vorkommen. Der Hotelmanager, der uns zum Flugplatz begleitet, hat dies als besonderen Service spontan organisiert…

Flugfeld Fiji Trekkerfahrt über das Flugfeld

Mit einem Stop in Nandi fliegen wir weiter nach Taveuni, der drittgrößten Insel (42 km lang, 11 km breit). Die 12.000 Einwohner siedeln vor allem an der Küste. Anschließend

Transfer zum Aroha Taveuni Resort mit Unterkunft für 10 bis 12 Personen. Die Buren stehen direkt am Strand.

Aroha Taveuni Resort Fiji Zimmer des Aroha Taveuni Resort Terrasse des Aroha Taveuni Resort Garten des Aroha Taveuni Resort

Am nächsten Tag werden wir von einem Fahrer mit Geländewagen zum Des Voeux Peak (1192 m NN, zweithöchster Berg der Fidschiinseln) gefahren. Das ist der höchste auf den Fidschiinseln mit Fahrzeug erreichbare Punkt. Wir steigen kurz unterhalb der Sendestation am Gipfel in 930 m Höhe um 5.10 Uhr bei beginnender Dämmerung und sternenklarem Himmel aus, um allein langsam den Berg hinabzuwandern. Nirgendwo sonst auf den Fidschi-Inseln finden sich so viele Vogelarten, die nur auf den Fidschi-Inseln vorkommen (sogenannte Endemiten). Beim Aussteigen ist bereits ein lautes Vogelkonzert zu hören.

Des Voeux Peak Fiji Des Voeux Peak

Heute ist unser Hauptziel, den ungewöhnlichen Seidenfächerschwanz (Silktail) zu finden, den es nur hier gibt. Wir hören und sehen nach ca. 1,5 Std. intensiver Suche drei Vögel, die relativ hektisch den Weg queren und in Augenhöhe die bemoosten Stämme nach Nahrung absuchen. Außerdem notieren wir in dem epiphytenreichen Wald Fidschidickkopf (mit Abstand die häufigste Vogelart), die Endemiten F.-Honigfresser, Grünhonigfresser (geh.), F.-Fächerschwanz sowie F.-Habicht, Perouse- und Braunschwanz-Fruchttaube. Wie vereinbart holt uns unser Fahrer mittags wieder ab. Auch am nächsten Tag fahren wir wieder auf den Berg und suchen diesmal erfolgreich die Orangefruchttaube, eine der schönsten Taubenarten, die nur auf Taveuni zu beobachten ist und nach dem letzten Zyklon selten geworden ist. Wir sehen zunächst ein Weibchen und hören und beobachten später auch ein prächtig gefärbtes Männchen. Wir sind begeistert!

Fidschidickkopf

Nach der Rückkehr zur Lodge setzt Sturzregen ein. Nachts regnet es so heftig, dass der gesamte Küchenvorraum incl. Koffer nass werden.

Am nächsten Tag fliegen wir nach Apia auf Upolu/Samoa. Am Nachmittag landen wir auf Upolu, der 1100 km² großen Hauptinsel von Samoa. Schon eine Stunde später starten wir mit unserem Mietwagen zur ca. 30 km entfernten Dave Parker Eco Lodge, wo wir zweimal übernachten. Unterwegs sehen wir entlang der Straße unzählige Bindenrallen, da es hier (noch) keine Mungos gibt. Die Lodge liegt im Übergang zum Regenwald mit einer tollen Aussicht auf Apia, ist allerdings stark heruntergekommen und schmutzig – sicher das schlechteste Quartier unserer Reise. Allerdings können nur Gäste in der vogelreichen Umgebung der Lodge exkursionieren. Das nutzen wir und beobachten hier u.a. Purpurscheitel- und Tongafruchttaube, Borabora-Liest, Blaukäppchen, Kardinal- und Westfidschi-Honigfresser, Diademdickkopf, Samoa-Fächerschwanz und –Star sowie Samoa-Papageiamadinen. Vor der Lodge übernachten im Wald Tausende Pazifische Flughunde.

Dave Parker Eco Lodge Samoa Bindenrallen Aussicht auf ApiaSpäter fahren wir entlang der Küstenstraße nach Apia. An der Straße sehen wir sehr viele Versammlungshäuser – von Säulen umgebene Plattformen mit Stroh- oder Blechdach, die für Samoa sehr typisch sind. Auf den Grünflächen rasten viele Pazifische Goldregenpfeifer, Wintergäste aus Alaska! Anschließend Besuch des Fischmarktes, der direkt neben dem berühmten Busbahnhof von Apia liegt.

Versammlungshäuser in Apia Fischmarkt in Apia Busbahnhof Samoa

Den Nachmittag verbringen wir bei Regen auf der Cross Island Road an den Papapapaia´ta Falls (Tiavi Falls).

Papapapaia´ta Falls (Tiavi Falls)

Am nächsten Tag besuchen wir den Botanischen Garten direkt neben dem Robert Louis Stevenson Museum, ca. 3 km außerhalb der Stadt an der Cross Island Road bei Vailima und wandern zunächst 800 m steil bergauf zum Grab von RLS und dessen Frau. Den Berggipfel des Mt. Veae hat sich Stevenson (1850-1894) selbst als Grabstätte ausgesucht. Er hat fünf Jahre auf Samoa verbracht, um sich (vergeblich) von seiner Tuberkulose zu erholen. Vom Gipfel aus hat man einen schönen Blick auf Apia. Wir werfen noch einen kurzen Blick auf das Anwesen von RLS, das heute als eine der Hauptattraktionen von Samoa gilt und als Museum eingerichtet ist.

Robert Louis Stevenson Museum Apia Samoa

Wir hören auf der Wanderung überraschend eine Zahntaube, die nach dem letzten Zyklon sehr selten geworden ist und nur auf Samoa vorkommt und sehen auch neben vielen Vögeln wie Samoafächerschwanz und Braunrückenraupenfänger einen Samoaflughund und viele schwarze Skinke (Black Skink/Emoia nigra) und Achatschnecken, die hier eingeführt wurden.

Danach fahren wir über die verkehrsarme Cross Island Road zur Südküste in Richtung Aga Reef Resort. Die Südküste ist geprägt durch steile Felsen, große Kokosnussplantagen und wenige Dörfer, von denen jedes Haus sein Palaverhaus besitzt und in jedem Dorf riesige Kirchen stehen. Sonntags findet sich hier fast die ganze Bevölkerung festlich gekleidet ein. Die Straßenränder sind mit farbigen Sträuchern (Zuchtformen) verziert, die als Hecke dienen.

Cross Island Road Samoa Palaverhaus Samoa Gesellschaft in Samoa in der Kirche

Um 14.30 Uhr erreichen wir das Aga Reef Resort – sogar bei Sonne! Hier übernachten wir zweimal an einem einsamen Strand, ca. 7 Min. Autofahrt vom Lalomanu Beach entfernt. Das Resort hat 16 Zimmer im Haupthaus und Bungalows am Strand bzw. hinter der Brandungszone.

Zimmer im Aga Reef Resort Samoa Pool im Aga Reef Resort Samoa Bungalows im Aga Reef Resort Samoa Aga Reef Resort Samoa

Nachmittags schnorcheln wir vor den Bungalows und sehen u.a. eine Karettschildkröte.

Am nächsten Tag machen wir eine Inselrundfahrt durch den Südosten.

Das Gebiet ist im Hochland sehr dünn besiedelt und wird nur extensiv bewirtschaftet. Selbst an der Küste sind kaum Menschen zu sehen. Es gibt auch keine touristische Infrastruktur mit einer Ausnahme: In der Nähe unseres Resorts vor einem großen Erdrutsch entdecken wir nach einer Wegbiegung das Litia Sini Resort, das auf seiner Speisekarte frischen Thunfisch im Angebot hat und in dem man mit Kreditkarte bezahlen kann… Wir beziehen einen Tisch am Strand und genießen Coco colada, Vailima Bier, Thunfisch mit Sesam in Hoisinsauce und Thunfisch „Chef“ – der beste Thunfisch, den wir bisher in unserem Leben gegessen haben.

Litia Sini Resort Samoa Litia Sini Resort Samoa Thunfisch mit Sesam in Hoisinsauce auf Samoa

Anschließend beachen und schnorcheln wir am Nachbarstrand bis 16.00 Uhr, wo man im Gegensatz zu unserem Resort besser Schwimmen kann und es einen schöneren Sandstrand gibt. Klaus sieht sogar direkt vor sich einen Manta und erneut eine Schildkröte!

Am nächsten Tag fliegen wir nach Auckland/Neuseeland und kommen bei 14 Grad an. Dort übernachten wir einmal und erleben den Tag zweimal nach Passieren der Zeitzone.

Vormittags Flug nach Rarotonga auf den Cook-Inseln, wo wir mittags in Avarua ankommen und unseren Mietwagen übernehmen. Danach fahren wir entlang der völlig zugebauten und zersiedelten Küste mit zahlreichen Unterkünften zum Hotel Palm Grove (3 Ü) an der Südküste Rarotongas, in der reizvollen Vaima Gegend, ca. 12 km vom Flughafen und 16 km von Avarua entfernt. Das Hotel besteht aus einer Bungalowanlage mit 25 Zimmern, die durch die Uferstraße vom Strand getrennt ist.

Flughafen Rarotonga Hotel Palm Grove Cook Inseln Rarotonga Zimmer im Hotel Palm Grove Cook Inseln Rarotonga Küche im Hotel Palm Grove Cook Inseln Rarotonga

Nach Bezug des Zimmers schnorcheln wir im glasklarem Wasser, in dem sich zahlreiche Fische tummeln. Leider beginnt es aber bald, zu regnen.

Abends haben wir ein sehr gutes Abendessen im Restaurant Vaima von 19.30 – 20.30 Uhr: Scallops, Ceviche, poached Fish in coconut cream und Neuseeländischen Riesling.

Rarotonga („Blumeninsel“), die größte der Cook-Inseln, ist nur 65 km² groß (10×6,5 km). Nur ca.13.000 Personen leben hier.

Nach einem verregneten Erholungstag werden wir am nächsten Tag von einem kauzigen Ranger mit Elektro-Minilastwagen zum Takitumu Conservation Area gebracht, das in der Nähe unseres Hotels liegt. Dabei sehen wir 2 Eastern Rosella – eine australische Papageienart, die nur hier in der Südsee zu beobachten ist. Es handelt sich um entflogene Vögel. Wir wandern auf einem halb zugewachsenen Weg bergan bis zu einem Aussichtspunkt und sehen die R.-Fruchttaube, die Tonga-Fruchttaube und auf der Wanderung mind. 10 Rarotonga-Monarchen, einmal 4 gleichzeitig und sogar ein besetztes Nest. Diese Art gehörte zu den weltweit seltensten Vogelarten und konnte sich nur dank intensiver Schutzmaßnahmen) etwas erholen. Schwieriger gestaltete sich die Suche nach dem Rarotonga-Star. Zuerst hören wir die Vögel nur hoch über uns im Baum, später sehen wir aus vielen 100 m Entfernung zwei fliegende Vögel. Erst kurz vor Ende der Wanderung entdeckt Klaus einen Star in ca. 50 m Entfernung auf einem bemoosten Ast.

Ranger mit Elektro-Minilastwagen auf Rarotonga Takitumu Conservation Area Cook Inseln Rarotonga Takitumu Conservation Area Cook Inseln Rarotonga Rarotonga-Monarchen

Am nächsten Tag fahren wir zum Flughafen, wo wir den Mietwagen abgeben (Schlüsseleinwurf) und um 9 Uhr mit Air Rarotonga mit 12 Passagieren zur kleinen Insel Atiu fliegen (15 km²). Dort kommen wir bei bedecktem Himmel an. Das gesamte Flugfeld im Norden der Insel besteht aus einem eingeebnetem Korallenriff. Atiu besteht aus einem zentral gelegenen niedrigen Bergmassif, das sich aus dem Meer herausgehoben hat. Das umgebende Korallenriff ist jetzt mit dichtem Regenwald bewachsen.

Air Rarotonga Ankunft am Flughafen Atiu

Wir werden von Jackie mit einer  Blumengirlande begrüßt und auf einen Pickup verfrachtet. Der Weg zu unserer Unterkunft, den Atiu Villas (3 Ü), wird gleich mit einer Sightseeing-Tour über die Insel verbunden, auf der zur Zeit 430 Menschen in fünf Dörfern leben, die sich auf drei Stämme verteilen. Ursprünglich siedelten die Einwohner an der Küste. Mit der Ankunft der Missionare erfolgte eine Umsiedlung der Dörfer auf die Hochfläche, um die Gefahren durch Tsunamis und Zyklone zu minimieren.

Früher waren die Einwohner ein sehr kriegerisches Volk, das weite Fahrten bis nach Tahiti unternahm. Hauptmotiv war der Frauenraub zur Vermeidung von Inzucht. Inzwischen ist die Bevölkerungsentwicklung stark rückläufig. Die jungen Menschen wandern nach Australien und Neuseeland ab. Ursache ist die islolierte Lage und eine geringe wirtschaftliche Perspektive. Wichtigster Wirtschaftsfaktor ist der Tourismus, von dem ca. ein Drittel der Bevölkerung abhängt, sowie Aufgaben in der Verwaltung. Die meisten Einwohner beziehen zusätzlich Unterstützung von Angehörigen, die im Ausland arbeiten.

Erster Stopp ist der Hafen, wo wir das Entladen eines Frachters mit Hilfe eines kleinen Bootes beobachten, das die Insel mit Gütern beliefert. Die Versorgung per Flugzeug ist aufgrund der hohen Frachtkosten unrentabel. Allerdings ist der Flugplatz so angelegt, dass auch große Frachtflugzeuge dort landen könnten.

Hafen in Atiu

Weitere Stopps folgen an einem Solarfeld, das die Insel mit Elektrizität versorgt und an der ältesten Kirche der Insel.

Kirche in Atiu

Mittags erreichen wir die Atiu Villas und beziehen Bungalow Nr. 1 mit einem voll ausgestattetem Kühlschrank, denn es gibt hier leider weder Frühstück noch Mittagessen.

Zimmer der Atiu Villas Cook Inseln Terrasse der Atiu Villas Cook Inseln Bungalow der Atiu Villas Cook Inseln

Nachmittags wandern wir ca. 8 km um den Süden der Insel: wir sehen kaum Menschen und nur wenige Tiere, Augenbrauenente, Küstenreiher, Wanderwasserläufer, Noddi, Feenseeschwalbe, Rarotonga- und Tongafruchttaube, Atiusegler, Boraboraliest, Purpurlori und Rarotongamonarch. Letzte Art wurde hier 2001 angesiedelt. Inzwischen hat sich der Bestand auf 950 Individuen erhöht, da es hier keine Hirtenstare, Wander- und Hausratten als Konkurrenten oder Feinde gibt. Jetzt leben hier mehr Vögel als in Rarotonga.

Wandern im Süden Atius / Cook Inseln Wandern im Süden Atius / Cook Inseln Feenseeschwalbe Boraboraliest

Atiu ist inzwischen eine der wenigen rattenfreien Südseeinseln.

Abends sitzen alle Gäste der Villas an einem Tisch beim  Abendessen zusammen – es ist das einzige Restaurant der Insel!

Einziges Restaurant in Atiu

Am nächsten Tag werden wir von unserem Guide Ben, der uns sehr fachmännisch führt, zur Anatakitaki Cavetour abgeholt. Wir sind die einzigen Teilnehmer. Er ist zusammen mit neun Geschwistern aufgewachsen und hat selbst sechs Kinder und 10 Enkelkinder, die alle im Ausland leben. Wir stellen nach ca. zwei km Fahrt den Wagen ab und laufen dann noch ca. einen km über messerscharfe Korallen zu Fuß weiter. Den Höhleneingang erreicht man über eine Leiter. Die Höhle besteht aus drei Hauptkammern, in denen in zwei noch sehr viel Tageslicht einfällt. Die dritte Höhle mit der Kolonie des sehr seltgenen Atiuseglers, ist durch einen dichten Wurzelvorhang aus Würgefeigen vom Regenwald abgetrennt. Der Atiusegler lebt nur hier auf der Insel in zwei Höhlen und seine Population wird auf nur noch 750 Vögel geschätzt.

Guide auf Atiu Cook Inseln Höhleneingang auf Atiu Cook Inseln Wurzelvorhang aus Würgefeigen Atiusegler

Heute haben wir eine Exkursion mit Birdman George. Da wir wieder alleine sind, wünschen wir uns die Rarotonga-Fruchttauben und den Rubinlori als Fotomotiv. Die Fruchttaube sehen wir gleich in Fotoentfernung auf dem Lodge-Gelände. Die Papageien entdecken wir danach an einem Coral Tree mit Kokospalmen im Norden der Insel. An diesem Platz verweilen und beobachten wir bis zum einsetzenden Regen gegen 11.00 Uhr. Wir sehen ca. 50 Rubin-Loris und einen Langschwanzkuckuck, einen neuseeländischen Brutvogel, der hier übersommert.

Rarotonga-Fruchttaube Rubinlori

Der Rubin-Lori gehört zu den seltensten Papageien der Welt (mit weniger als 2000 Vögeln auf drei Inseln). Hier auf Atiu wurde die Art 2007 angesiedelt, nachdem man ca. 20.000 Hirtenstare vernichtet und damit diese gebietsfremde Art hier ausgerottet hatte. Die Hirtenstare wurden ursprünglich hier eingeführt, um Stabheuschrecken zu bekämpfen, die die Kokospalmenblätter fressen. Die Papageienpopulation hat sich erfreulicherweise von 27 ausgesetzten Vögeln auf insgesamt 360 Vögel erhöht.

Heute Vormittag fahren wir zum Flughafen. Dort versammelt sich die Hälfte der Bewohner Atius, um eine Großfamilie zu verabschieden, die zu einer Feier nach Rarotonga fliegt. Sie sind mit vielen Blumenketten behangen. Der Boss fällt durch besonders viele Ketten auf und hat zwei riesige Melonen im Handgepäck dabei. Obwohl die Maschine erst um 11.55 Uhr landet, starten wir pünktlich um 12.05 Uhr nach Rarotonga, wo wir pünktlich ankommen. Weiterflug mit Air Tahiti nach Papeete, der Hautstadt Tahitis, die 1150 km nordöstlich von Rarotonga liegt. Die Maschine ist etwas in die Jahre gekommen, hat 48 Plätze, von denen aber aus Gewichtsgründen nur 38 besetzt werden. Wir landen bei Dunkelheit bei 27°C. Übernahme des vorbestellten Mietwagens und Abfahrt um 19.20 Uhr zur 10 km entfernten Pension de la Plage (2 Ü), die wir nach einiger Suche erreichen. Wir müssen uns erst einmal an den Rechtsverkehr und die zahlreichen Autos gewöhnen. Wir genießen unser vorbestelltes Abendessen, das die Pensionswirtin persönlich nur für uns gekocht hat.

Flughafen Atiu Pension de la Plage Tahiti

Am nächsten Tag fahren wir zum Parkplatz am nur drei km entfernten Manaha Beach, um dort unseren Guide Laurent zu treffen, den wir von Deutschland aus gebucht hatten.  Wir fahren zusammen zum Schutzgebiet Papehue Valley, das gleich um die Ecke liegt und wir nach fünf Minuten erreichen. Ein Schild am Eingang informiert über die aktuelle Bestandssituation des Tahitimonarchen.

Papehue Valley Tahiti Papehue Valley Tahiti Tafel aktuelle Bestandssituation des Tahitimonarchen

Hier, in diesem eingezäunten Schutzgebiet, das nur mit Guide zu betreten ist, wandern wir die nächsten drei Stunden bis 11 Uhr und lernen gleich vier der fünf Endemiten kennen: Tahiti-Fruchttaube (Grey-green Fruit Dove), Tahitisalangane und Tahitiliest. Die vierte und wichtigste Art ist aber der seltene Tahitimonarch. Auf einem steinigen Weg mit mehreren Bachüberquerungen erkunden wir das Tal. An vier Stellen sehen und fotografieren wir den Tahitimonarch – mit einem Bestand von etwa 50 Vögeln eine der seltensten Vogelarten weltweit!  In diesem Tal sollen 10 bis 11 Paare brüten, von denen wir immerhin 10 Individuen sehen. Wir entdecken sogar ein besetztes Nest und staunen, wie schnell der Vogel zwischen den verschiedenen Baumschichten wechselt. Manchmal sieht man die Vögel in der höchsten Baumspitze, kurz danach drei Meter über dem Boden. Eine Bedrohung für die Art stellen der eingeführte Rußbülbül als Konkurrent sowie die Ratten als Räuber dar. Beide Arten versucht man, zu bekämpfen. Am Ende des Tales zeigt uns Laurent nach einem etwas schwierigen Anstieg eine der zwei auf der Insel noch vorhandenen Kolonien der Tahitisalangane. Auch diese Art gehört zu den seltensten Vogelarten der Erde. Dicht gedrängt wie Bienenwaben hängen die ungewöhnlichen Neströhren, in denen hunderte von Vögeln nisten.

Tahitimonarch Kolonien der Tahitisalangane Kolonien der Tahitisalangane

Anschließend  beginnen wir nach einem kurzen Stopp im Hotel unsere 130 km lange Inselrundfahrt. Erster Halt Ist das Papenoo-Valley. Heute am Sonntag ist hier viel Trubel: Angler, Badegäste, aber vor allem viele Feiern mit riesigen Lautsprechern. Nach ca. sechs km auf Schotterpiste durchfahren wir einen Fluss und gleich am ersten größeren Bambusbestand können wir den seltenen Tahitirohrsänger mit dem Tape anlocken. Wir sehen zuerst die dunkle Morphe. Von dieser Art soll es nur noch 100 bis 300 Paare geben. Später verlassen wir das Tal und folgen der Küstenstraße, die nun nicht mehr völlig zersiedelt ist und stellenweise auch ein paar schöne Abschnitte aufweist. Am späten Nachmittag erreichen wir den Aussichtspunkt Utuupia. Hier ist das Riff unterbrochen und man hat einen guten Blick von oben auf das Meer. Es ist einer der besten Beobachtungspunkte für Seevögel auf Tahiti. Mit dem Spektiv sehen wir gleich zwei interessante Vögel, den Kendrak-Sturmtaucher sowie etwa 200 Tahiti-Sturmschwalben, die sich hier wohl sammeln, um abends ihre Brutplätze auf der Insel aufzusuchen. Weitere Seevogelarten waren Brauntölpel, Kleiner Fregattvogel, Noddi und Brillenseeschwalbe.

Papenoo-Valley Tahiti

Anschließend war eigentlich ein Restaurantbesuch geplant. Aber: Fehlanzeige!  Am Sonntag gibt es nirgendwo Alkohol zu kaufen und keine offenen Restaurants, stattdessen viele kleine Imbissbuden (Roulottes). Wir verpflegen uns daher im Supermarkt und essen in der Pension Baguette mit Käse und Salami.

Am nächsten Tag Abflug mit Air Tahiti nach Tikehau, einem Atoll auf den westlichen Tuamotu-Inseln. Die Inselgruppe besteht aus 77 flachen Atollen, die sich maximal 3 Meter über dem Meer erheben. Nur ca. 15.350 Menschen leben hier.

Ankunft in Tikehau Tikehau von oben

Wir kommen mittags an und erreichen nach einem 10-minütigen Transfer mit Auto und Boot die Pension Royale (3 Ü), die nur ca. 2,5 km vom Flughafen entfernt liegt. Die Pension ist mit 10 Bungalows die einzige auf dieser kleinen Insel. Wir werden vom Personal und der französischen Chefin mit Musik und Gesang begrüßt. Gleich beim Aussteigen aus dem Boot sehen wir unter uns mehrere Schwarzspitzenriffhaie. Das Wasser ist sehr klar!

Transfer mit Auto Rikehau Transfer mit Boot Tikehau

Pension Relais Royale Tikehau Zimmer Pension Relais Royale Tikehau Strand Pension Relais Royale Tikehau Bungalow Pension Relais Royale Tikehau Pension Relais Royale Tikehau Pension Relais Royale Tikehau

Schwarzspitzenriffhaie

Nach Bezug unseres Bungalows direkt am Strand unternehmen wir sofort eine Schnorcheltour zu den Haien und sehen auch einen großen Stachelrochen.

Am Abend nehmen wir einen Sundowner auf der Terrasse ein und essen um 19 Uhr zu Abend. Danach startet das gesamte Personal überraschend  eine Musikvorführung mit Gitarre, Gesang und Tanz. Unter unserer Terrasse tummeln sich bis zu 15 Haie… Das ist Südseefeeling pur!

Heute starten wir zu unserer ganztägigen Bootsfahrt durch das Tikehau Atoll.

Mit uns an Bord sind noch zwei französische Paare, die – wie auch unsere dreiköpfige Crew – konsequent nur französisch sprechen.

Erster Halt ist eine Stelle, an der sich regelmäßig Mantas zur Körperpflege einstellen. Hunderte kleiner Fische befreien die Mantas hier von lästigen Parasiten. Wir sehen hier einen alten und zwei junge Mantas, die man an ihrer grauweißen Färbung erkennt. Danach geht es zu einem kleinen Riff im tiefen Wasser, wo wir wieder schnorcheln. Hauptzweck ist aber die Beschaffung unseres Mittagsessens. Unsere Begleitmannschaft harpuniert hier einige Barsche und Papageifische. Der nächste Halt führt uns zur kleinen Insel Bird Island, die wir eine halbe Stunde lang zu Fuß erkunden. Hier brüten tausende von Schwarzen Noddis, außerdem Braune Noddis, Feenseeschwalben und Rotfußtölpel. Außerdem sehen wir hier Küstenreiher, Wanderwasserläufer, den seltenen Borstenbrachvogel (Weltbestand: ca. 7000 Vögel), Ruß- und Köngsseeschwalben und Kleine Fregattvögel. Unseren Lunch nehmen wir am Pink Beach ein, wo wir auch wieder mit zahlreichen Schwarzspitzenriffhaien schnorcheln können. Zum Mittagessen gibt es frisch zubereiteten eingelegten Papageifisch, in Kokosmilch gekochten Reis und für jeden einen gegrillten Fisch sowie Bier – lecker!

Angeln in Tikehau Pink Beach Tikehau

Danach fahren wir zu einer Insel mit einer verlassenen Perlenfarm. Hier hat sich eine taiwanesische christliche Sekte dauerhaft angesiedelt, um ihre Vorstellung vom Paradies zu realisieren (Isle of Eden). Auf einer Führung bekommen wir einen Überblick, was hier alles angebaut wird wie Vanille, Salat, Maulbeeren und Feigen. Gehalten werden auch Bienen, Hühner und Schweine. Es erinnert an einen Biohof. Die organisch angebauten Produkte werden leider nach Tahiti ausgeflogen und nicht vor Ort in den Unterkünften verwendet.

Nach einem letzten Erholungstag werden wir vom freundlichen  Resort-Personal wieder mit Musik verabschiedet und mit Boot zum Flughafen gebracht.  Nachmittags Abflug mit Air Tahiti über Rangiroa  nach Papeete, wo wir einmal übernachten und mit Stopps in Tokio, Hongkong und Frankfurt nach zwei Tagen pünktlich in Bremen eintreffen.

Abreise in Tikehau

Fazit:  Eine sehr erlebnisreiche und erfolgreiche Südseereise, die von PTH perfekt organisiert war!

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