Must-See Hawaii: Shangri-La auf Oahu


Auf Hawaii steht ein Palast mit dem märchenhaften Namen „Shangri La“. Er war das Domizil des einst reichsten Mädchens der Welt: Doris Duke. Die Erbin eines Tabakimperiums war eine schillernde Persönlichkeit, gleichermaßen kultiviert und intelligent. Überall in den Vereinigten Staaten hinterließ sie eine Spur von opulenten Häusern, doch keines liebte sie so sehr wie das auf Oahu, Hawaii. Sie entwarf es selbst und richtete es ein mit Schätzen aus Tausendundeiner Nacht.
Doris Dukes erster Besuch auf Oahu fand 1935 im Rahmen ihrer Hochzeitsreise statt. Gemeinsam mit Ehemann James Cromwell bereiste sie die Welt. Besonders angetan hatte es ihr der Nahe Osten, der damals „en vogue“ war. Von Indien über Palästina bis nach Ägypten und Marokko reiste das junge Paar und Doris begann zu sammeln: Kunstwerke, Teppiche, Keramik und Skulpturen – in jenen Jahren begann ihre Faszination für islamische Kunst.

Ein orientalisches Museum im Art-Deco Stil

Heute ist das Haus auf Oahu ein Museum, eingerichtet mit einer ausgesprochen beeindruckenden Sammlung orientalischer Kunst. Von außen macht Shangri-La jedoch einen recht bescheidenden, fast unscheinbaren Eindruck. Das weiße Haus im Art-Deco Stil duckt sich zwischen die Felsen oberhalb des Strandes von Kaalawai, doch das Herz des Hauses ist der mit Säulen umstandene Innenhof. Im Inneren des Museums findet man unzählige Exponate aus den verschiedenen Epochen Islamischer Kunst. Wechselnde Ausstellungen befassen sich mit den unterschiedlichen Regionen des Nahen und Fernen Ostens und mit den sich daraus ergebenden Kunst und Handwerksstilen.

Doch auch die Ausstattung des Hauses ist ein Kunstwerk an sich: Die Bäder sind bedeckt mit kostbaren türkischen Fliesen und eingerichtet mit syrischen Möbelstücken aus dem neunzehnten Jahrhundert. Doris Duke mixte verschiedene Stile, Kunstrichtungen und Epochen zu einem reizvollen Sammelsurium, das auch heute noch ausgesprochen zeitlos wirkt.

Gerade wer sich für Architektur und Islamische Kunst interessiert, sollte sich einen Besuch in diesem besonderen Museum nicht entgehen lassen. Fans von Interiordesign und Art-Deco kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie Hobbykünstler und -historiker.
Das Doris Duke Center für Islamische Kunst bietet darüber hinaus auch Forschern und Künstlern die Möglichkeit, sich vor Ort näher mit den Exponaten zu befassen: Verschiedene Stipendienprogramme ermöglichen es zum Beispiel Künstlern, einige Zeit in Shangri-La zu leben und zu arbeiten.
Wer das Shangri-La Zentrum besuchen möchte, kann hier eine geführte Tour buchen. Alle Touren werden in Zusammenarbeit mit dem Honululu Museum of Art durchgeführt und beginnen auch dort: Besucher werden gebeten, sich in 900 S. Beretania Street zwischen Victoria Street und Ward Avenue in Honolulu einzufinden.Der Eintrittspreis beträgt 25 Dollar.

Foto Shangri-La Pool-Perspektive: Daderot CC BY-SA 3.0 via Wikipedia
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  1. Avatar

    Aloha,
    meine Schwester und ich haben vor vier Wochen Shangri La besichtigt und waren einfach fassungslos ob dieser Schönheit und Eleganz. Die Einrichtung des Hauses ist exquisit, eine wunderschöne Oase der Ruhe. Wir wäre am liebsten sofort eingezogen, egal ob ins Haupt- oder Gästehaus.
    Viel Spaß beim Besuch!
    Grüße von Bettina

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