Rarotonga – Sehenswürdigkeiten & Ausflugstipps


Schnorcheln

Rarotonga, das steht nicht erst seit dem weltweiten Erfolg der gleichnamigen mexikanischen Comicbuchreihe in den 1970ern für fantastische Ferne und paradiesisches Südseeleben. Die Insel liegt im Südwesten des südlichen Archipelclusters der mit Neuseeland assoziierten Cookinseln im Südpazifik. Mehr Süden geht kaum. Mehr Paradies auf Erden auch nicht. Rarotonga mag der Traum eines jeden Auswanderwütigen sein, der von einem Leben in der und mit der Natur träumt. Und das, obwohl die Insel mit ihren beinahe 11.000 Einwohner das am dichtesten besiedelte Archipel der Cookinseln darstellt. Dennoch: Auf den gut 67 km2 der Insel scheint sich die Bevölkerung ausreichend zu verlaufen, so dass es immer noch genug scheinbar unberührte, menschenleere Natur zu erkunden gibt.

Absolutes Highlight natürlich: Die Natur!

Wenn es darum geht, die Insel und ihre Sehenswürdigkeiten zu erkunden, ist weniger im allgemeinen mehr, denn Zeit verfliegt unter diesen paradiesischen Bedingungen einerseits wie im Flug, andererseits verlangt ein Aufenthalt auf Rarotonga schlichtweg danach, die Seele gelegentlich auch einfach baumeln zu lassen. Dennoch, es gibt genug zu unternehmen: Im Allgemeinen mag die Natur die Hauptattraktion der Insel darstellen, gerade in dieser beinahe einmaligen Kombination aus strahlend weißen Stränden, azurblauem Meer, dichtem Dschungel und sich sagenhaft steil erhebenden, vulkanisch-rauen Bergen, die auf der kleinen Fläche in eine Höhe von mehren Hundert Metern klettern, im Falle des Te Manga, des höchsten Bergs der Insel, gar bis auf 652 Meter.

Te_Manga

Der Te Manga ist der höchste Berg auf Rarotonga

Die Naturidyllen der Insel selbst lassen sich in ihrer vollen Pracht am besten auf dem Cross-Island Track, dem Hauptwanderweg Rarotongas durch das grün-raue Herz der Insel, erkunden. Das örtliche Touristenzentrum kann ebenso wie die meisten Reiseführer genaue Auskunft über den Verlauf des nur sporadisch markierten Wanderwegs geben. Am besten wird der von Norden nach Süden begangen, da sich bei einem derartigen Verlauf bessere Anhaltspunkte bieten. Beginnend im Süden vom Hafen von Avatiu, einem kleinen  Hafendörfchen im Westen der Inselhauptstadt, geht es anfangs noch an einer kleinen Straße entlang, bevor man sich langsam ins Inselinnere und in die Höhe vorarbeitet. Die zweite Hälfte des Pfads ist vor allem abschüssig und bietet teils atemberaubende Aussichten, während man dem Verlauf des Papua Streams, einem kleinen Wildbach, entlang rauschender Wasserfälle bis zur Küstenstraße auf der anderen Inselseite folgt, wo man einfach in den nächsten Inselbus springen kann. Die Tour dauert etwa vier Stunden und verlangt nach robuster Kondition und Ausrüstung.

Muri Beach mag unter den unzähligen schönen Stränden der Insel der schönste sein. An der Muri Lagune im Südosten der Insel gelegen, fasziniert er mit seinem feinen Sand und der flachen Wasserlandschaft, in der es vieles zu erschnorcheln gibt. Ein wenig außerhalb gelegen, sind einige Motus, der kleinen, vorgelagerten Inselchen zu erreichen. Neben dem vulkanischen Taakoka-Motu gibt es zahlreiche Sandinselchen.

Außerdem in der Muri Lagune findet sich der Rarotonga Sailing Club, bei dem man sich nach Belieben kleine Boote, Kajaks und sogar Surfbretter ausleihen kann, um das Meer zu erkunden. Wer sich nicht selbst um die Seebeförderung kümmern mag, hat von dort aus auch die Möglichkeit, an einer Minikreuzfahrt mit Captain Tamas Lagoon Cruizes teilzunehmen. Besonders Highlight: der durchsichtige Glasboden des Schiffs und das mittagliche BBQ. Es wird zudem ein kleines Entertainmentprogramm angeboten und es gibt unzählige Gelegenheiten, einfach ins Wasser zu springen.

Muri_Beach

Der allseits beliebte Muri Beach

Eine weitere Möglichkeit die Insel zu erkunden, die von vielen als Geheimtipp gehandelt wird, ist die Rundfahrt mit dem örtlichen Küstenbus, dem einzigen Linienbus der Insel. Nur wenige Touristen nutzen ihn tatsächlich, aber der Bus ist der Ort, an dem man am leichtesten mit den Bewohnern der Insel ins Gespräch kommt, wo man Einblick in ihre Gedankenwelt ebenso wie den aktuellen Tratsch und Quatsch der Insel bekommt. Die 31-Kilometer-Tour rund um die Insel bietet zudem viele spektakuläre Aussichten.

Natürlich sollte jeder Besucher von Rarotonga auch einige Zeit in der Hauptstadt der Insel verbringen. Wobei man wohl eher von Hauptdörfchen reden sollte, denn Avarua hat nur etwa 2000 Einwohner und erstreckt sich entlang einer einzigen Hauptstraße. Wer prächtige Kolonialarchitektur erwartet, wird an dieser Stelle wohl enttäuscht: Politische Entscheidungen und die vielen, die Insel heimsuchenden Unwetter haben die meisten Prachtbauten demoliert. Heute erwarten die Besucher von Avarua vor allem schlichte, funktionale Gebäude, die allerdings wunderbar begrünt sind und mit Leben gefüllt.

Parlament

Ganz unspektakulär: der Sitz des Parlaments

Mitten in der Stadt liegt auch die Cook Island Christian Church, eines der wenigen erhaltenen alten Gebäude. Die protestantische Missionarskirche ist ein funktionaler, einschiffiger Bau von 1853 mit flachquadratischem Turm. Rund um die CICC liegt ein kleiner Friedhof, über den Besucher spazieren können, um etwa die Gräber des ersten Premierministers der Cook Inseln, Albert Henry, oder des berühmten amerikanischen Schriftstellers Robert Dean Frisbie zu besuchen.

Auch ein Besuch auf dem örtlichen Markt ist sehr empfehlenswert, zumal da die Insel keine großen Ketten erlaubt und es vielfach die einzige Möglichkeit ist, sich mit Produkten des alltäglichen Lebens einzudecken.

Restaurants und Bars gibt es auf Rarotonga erstaunlich viele. Besonders beliebt und angesagt sind dabei das Café Salsa und die Lokalität Whatever Bar & Grill. Dort mag man durchaus auch auf Größen aus dem neuseeländischen oder australischen Show- und Polit-Betrieb stoßen, die ihren Urlaub auf Rarotonga verbringen.

Einen Einblick in die örtliche Maori Kultur bieten diverse kleine Galerien und Kulturzentren, die über die Insel verstreut liegen. Als ein besonders Highlight preist das örtliche Tourismusbüro momentan das Te Vara Nui Village an, ein kleines dorf auf dem Wasser, das durch ein umfassendes Unterhaltungs- und Kulturprogramm überzeugt.

The_Needle

The Needle im Herzen der Insel

Nicht verpassen sollten die Besucher von Rarotonga es allerdings, auch die umliegenden Inseln zu erkunden. Auch darüber informiert man sich am besten vor Ort. Das Atoll Aitutaki etwa zeichnet sich durch eines der größten Korallenriffe der Welt und eine beinahe unvergleichliche Unterwasserlandschaft aus.

Copyright Fotos by American,Marcus Gleinig, Gemma Longman, Klotz; CC-Lizenz via Wikipedia

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