Stopover Hongkong – Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in zwei Tagen


Die Megacity Hongkong, die einstige britische Kolonie und heutige chinesische Sonderverwaltungszone ist für viele ein Tor zum fernen Osten: Wer auf dem Weg in den Südpazifik ist, hat hier häufig einen kurzen oder auch mal längeren Stopover. Diesen nur am Flughafen zu verbringen, wäre ein grober Fehler, denn Hongkong muss man einfach gesehen haben. Wer zwei Tage Zeit hat, kann schon viele Sehenswürdigkeiten besichtigen und einen guten Eindruck von dieser riesigen Glitzerstadt bekommen.

Tag 1: Orientierung und Shopping

Mit knapp 7 Mio Einwohnern ist der „kahle Felsen“ wie Hongkong einst genannt wurde, ein echter Bienenkorb, voll pulsierendem Leben. Ausgangspunkt für alle Sightseeingtouren wird an diesen beiden Tagen der 1915 errichtete Clock Tower sein, der einst den Bahnhof Kowloon-Canton krönte. Heute ist der Clock Tower das einzige verbliebene Artefakt dieses 1970 abgerissenen Denkmals und noch bis heute ein Wahrzeichen Hongkongs.

Clocktower HK

Clocktower

Weiter geht’s in Hongkongs Cultural Centre das alleine schon aufgrund seiner atemberaubenden Architektur einen Besuch wert ist. Von hier aus kann man die Tsim Sha Tsui Hafenpromenade gut zu Fuß erreichen, von wo man einen tollen Blick auf den Hafen und die Skyline hat.

Nächste Station ist der Shopping Bezirk Causeway Bay, Hongkongs Flaniermeile schlechthin. Von preiswerter bis hin zu Luxusmode, von Antiquitäten bis hin zu Kuriositäten gibt es auf den Märkten nichts, was es nicht gibt. Feilschen ist obligatorisch und das geht, zum Glück, auch auf Englisch.

Causeway Bay HK

Causeway Bay

Vorsicht geboten ist bei Elektronik, gefälschten Markenartikeln und natürlich jenen Kuriositäten, die in Deutschland nicht eingeführt werden dürfen, wie beispielsweise Kleidungsstücken aus der Haut von bedrohten Tierarten. Wer sich jedoch relativ günstig einen Maßanzug oder ein Abendkleid schneidern lassen möchte, kann dies wohl nirgends so preiswert tun, wie in Hongkong. Wem die Märkte mit ihren Buden nicht so liegen, kann auch in eines der zahlreichen Einkaufszentren ausweichen, wie zum Beispiel in das Heritage, einem der schönsten viktorianischen Gebäude Hongkongs aus dem Jahr 1881.

Hongkong bei Nacht

Hongkong bei Nacht

Abends führt die Tour durch das ehemalige Industrie-Viertel Kowloon City, das heute ein riesiger Food-Court ist. Hier reihen sich Restaurants, Cafés, Bars und Imbissstuben aneinander. Einheimische sind sich einig: Hier bekommt man einige der besten südostasiatischen, kantonesischen und thailändischen Gerichte. Wer sich nach dem Essen noch ein wenig die Beine vertreten will, flaniert entlang der Hafenpromenade und genießt die zahlreichen Lightshows, die geboten werden.

Nachtschwärmer kommen in Hongkong übrigens auch auf ihre Kosten – nirgends kann man besser feiern als in den Midlevels, wo sich Hongkongs Feiermeile SoHo befindet. Clubs, Bars, angesagte Cafés und Szenelokale bieten Nachteulen und Musikfans jede Menge Spaß. Zurück ins Zentrum geht es übrigens mit der Rolltreppe – ganze 800 Meter lang. Die längste Rolltreppe der Welt verbindet die Midlevels mit Honkongs Innenstadt.

HK Rolltreppe

Da steht man schon eine Weile…

Tag 2 – Natur und Kultur

Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es direkt los in Hongkongs grüne Oasen. Die Megacity mag auf den ersten Blick wie ein wahrer Moloch wirken, tatsächlich gibt es in und um Hongkong jedoch auch viele Parks, Grünanlagen und tolle Naturlandschaften. Gerade bei subtroptischen Temperaturen wie sie in Hongkong die Hälfte des Jahres herrschen, sind die zahlreichen schattigen Parks und Wanderwege eine wahre Wohltat.

„The Peak“ ist der wenig einfallsreiche Name von Hongkongs 1888 Meter hohem Hausberg, der jedoch einen grandiosen Blick auf die Skyline und die Bucht bietet. Ob tagsüber, abends oder nachts, die Aussicht von hier oben ist auf jeden Fall sehenswert.

Kloster Po Lin

Ein weiteres großartiges Ausflugsziel ist das Kloster Po Lin auf Lantau. Hier steht die berühmte bronzene Statue Tian Tan Buddha. Sie ist das größte buddhistische Monument Hongkongs und ist mit ihren 34 Metern wahrlich eindrucksvoll.

Tian Tan Buddha

Tian Tan Buddha

Selbst kleinere Wanderungen kann man in Hongkongs Umgebung unternehmen: Der Dragon’s Back auf der Halbinsel D’Aguilar ist eines der beliebtesten Ausflugsziele für Touristen und Einheimische gleichermaßen und bietet neben tollen Aussichten, auch viel Natur. Den Namen hat dieser Berg übrigens von seiner Form: Hier wandert man wie auf dem Rückgrat eines Drachen mit einem sensationellen Blick auf die Big Wave Bay.

Doch auch die Innenstadt Hongkongs hat kleine Ruheoasen, die zum Spazierengehen und Relaxen einladen: Der Victoria Park und der Hong Kong Park liegen mitten im Zentrum und sind meist gut besucht.

Park in Hongkong

Park in Hongkong

Wer sich mit der Geschichte, Kultur und Kunst Hongkongs beschäftigen möchte, dem seien die zahlreichen Museen ans Herz gelegt. Das Hongkong Heritage Center beschäftigt sich beispielsweise mit der Geschichte und Kultur der einstigen britischen Kronkolonie und seiner wechselvollen Vergangenheit und zeigt zahlreiche hochspannende Exponate.

Auch zahlreiche Kunstmuseen wie das Museum of Modern Art mit seinen wechselnden Ausstellungen sind immer einen Besuch wert.

Modern Art Museum Hongkong

Modern Art Museum Hongkong

Eine relativ neue Attraktion ist außerdem das Museum „Dialogue in the Dark bei dem ein Sinn – der Sehsinn – völlig ausgeschaltet ist. Die Ausstellung dreht sich ums Riechen und Fühlen – in den stockdunklen Ausstellungsräumen wird Ihnen zwar nicht das Hören, aber definitiv das Sehen vergehen.

Und wer nach diesen beiden Tagen Hongkong noch immer nicht genug hat von der Riesenstadt in Südostasien – der muss einfach noch einmal wieder kommen. Zum Beispiel zum Chinesischen Neujahrsfest, das 2018 am 16. Februar stattfinden wird.

Lust bekommen auf einen Kurztrip nach Hongkong? Auf ihrem Weg in die Südsee planen wir gerne einen Abstecher während eines Stopovers hierher. Sprechen Sie uns einfach an!

Bilder: Public Domain via Pixabay: Skyline; CC-BY-SA-3.0 via Wikipedia: Clocktower: Mstyslav Chernov; Causeway 
Bay: Mk2010, Rolltreppe: WingLuk, Museum Modern Art.
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