Traditionen Hawaiis: Hooponopono


Sich bei einem Konflikt in Ruhe zusammen setzen und die Sache bereinigen – so wünschenswert und doch so schwer. Das hawaiianische Vergebungsritual Ho’oponopono jedoch bewirkt genau das – in der denkbar einfachsten und wirkungsvollsten Form. Ho’oponopono ist ein uraltes Ritual, das von den hawaiianischen Schamenen, Kahunas genannt, seit Jahrhunderten angewendet wurde. Heute ist es in den USA eine anerkannte Therapieform.


Die Geschichte des Ho’oponopono Vergebungsrituals

Hawaiianische Familien waren traditionell groß, meisten lebten drei und mehr Generationen unter einem Dach zusammen – da kann es schon einmal zu Konflikten kommen. Auch in den Stammesgemeinschaften und unter Nachbarn sind Konflikte, Streitigkeiten, Zorn und Wut keine Seltenheit. All das wurde mit einem Ho’oponopono kuriert. Auch Krankheiten und sonstige negative Energien neutralisierte man mit dem Vergebungsritual.

Das Ho’oponopono basiert auf den hawaiianischen Weisheitslehren des Huna (Hu = Wissen, Na = Weisheit): Die hawaiianische Spiritualität geht davon aus, dass alle Menschen miteinander auf einer höheren Ebene verbunden sind und eine Einheit bilden.
Die Wirkungsweise des Ho’oponopono basiert auf dem Kern der hawaiianischen Kultur: Aloha – Liebe: Indem die Gruppe zwei Kontrahenten eines Streits, oder einem Mitglied der Familie, das Schuld auf sich geladen hat in liebevoller Achtung begegnen, löst sich der Konflikt auf. Ebenso wichtig ist die Bereitschaft zu aufrichtiger Reue und Dankbarkeit für die erteilte Vergebung.

Banyan Tree

So funktioniert ein Ho’oponopono

Die Hawaiianischen Ureinwohner glaubten, dass jede Verletzung eines Mitmenschen, egal ob körperlich oder psychisch, auch eine Verletzung der Götter darstellt. In einem traditionellen Ho’oponopono wurden also auch die Götter in das Vergebungsritual miteinbezogen. Um alle Konfliktparteien auf dem Weg zur Vergebung zu begleiten, trat deswegen stets ein Kahuna als Vermittler zwischen den Menschen und den Göttern auf. Ähnlich wie ein Priester wurde er von allen Beteiligten als Autorität akzeptiert und führte bei einem traditionellen Ho’oponopono Gebetszeremonien und Rituale durch.
Doch auch ohne Kahuna kann ein Ho’oponopono durchgeführt werden.

Zentral dabei sind vier Aussagen, die – ähnlich wie ein Mantra – von den Konfliktparteien gesprochen werden:

1. Es tut mir leid
2. Bitte verzeih mir
3. Ich liebe dich
4. Danke

Diese vier einfachen Sätze sollen durch ihre positive Energie allen Konfliktpartnern Heilung bringen. Ein Ho’oponopono wird so lange durchgeführt, bis alle Beteiligten das Gefühl haben, einander (und sich selbst) vergeben zu können.

Das Ho’oponopono heute

Das hawaiianische Vergebungsritual ist heute eine anerkannte Therapie in den USA. Bekannt wurde es unter anderem durch den hawaiianischen Arzt und Therapeuten Dr. Ihaleakala Hew Len der das Ho’oponopono unter anderem mit psychisch Kranken und 10 Gefängnisinsassen durchgeführt hatte und dabei messbare Erfolge erzielte. Laut Dr. Len gibt es kein Problem, das mit einem Ho’oponopono nicht gelöst werden kann. Also – Wieso nicht mal ausprobieren?


Fotos: Alle Pixabay Public Domain
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