Papua Neuguinea – ein Land, tausend Gesichter


Huli KriegerEs gibt kaum ein Land mit einer solchen kulturellen Vielfalt wie Papua Neuguinea. Viele Dörfer pflegen auch nach Jahrhunderten ihre alten Traditionen und feiern diese bei SingSings. SingSings sind rituelle Tänze in  typischen Gewändern. Je nach Region sind die Tänze, aber auch der Schmuck unterschiedlich. Im Hochland findet man Halsketten aus Holz, Hülsenfrüchten, Tierzähnen oder Wildschweinhauern. In der Küstenregion schmücken hauptsächlich Muscheln die Haare und Kleider der Tänzer.

Von MudMen…

Ein absolutes Muss auf einer Reise durch Papua Neuguinea ist der Besuch des Hochlandes. Im östlichen Teil ist die Landschaft geprägt von Landwirtschaft und Kaffeeanbau. Die Kaffeehauptstadt Goroka ist aber nicht nur bekannt für seine MudmenRöstereien, sondern auch für die beeindruckenden Kulturen. Im nahe gelegenen Dorf Asaro leben die Mudmen (Schlamm-Männer). Die Legende erzählt, dass das Dorf vor vielen Jahren von einem feindlichen Clan angegriffen wurde. Die Bewohner Asaros versteckten sich in einem schlammigen Flussbett. Als mit Schlamm bedeckte Späher ins Dorf zurückkehrten, bekamen die Feinde Angst und flohen in Panik, da sie dachten es handele sich um Geister. Heute feiern die Mudmen diese Legende und tragen neben langen „Fingernägeln“ aus geschnitztem Bambus Masken aus Ton. Manche Masken haben einen freundlichen Ausdruck, andere sind eher Fratzen.

…Dämonen….

Auf dem Weg von Goroka nach Mount Hagen zeigen Bewohner eines kleinen Dorfes die Legende des Sieges über den Dämon Oma Masalai. Die  Körper der Tänzer sind Oma Masaslai in Papua Neuguineageschminkt als Skelettes, Oma Masalai hingegen ähnelt einem Opossum. Nachts raubt Oma Masalai die Bewohner des Dorfes und verschleppt sie in seinen Bau. Die Bewohner spüren den Dämon auf, überlisten ihn und befreien die Dorfbewohner. Wenn man den Bewohnern Glauben schenkt, handelt es sich hierbei um eine wahre Begebenheit.

…tapferen Kriegern…

Im westlichen Teil des Hochlandes im Tari-Tal lebt der wohl bekannteste Volksstamm Papua Neuguineas, die Huli-Perücken Krieger (siehe erstes Foto). Auch heute pflegen die Huli diesen Initiationsritus. Junge Männer verlassen die Dörfer, um zurückgezogen im peripheren Regenwald in einer Art Schule zum Mann zu reifen. Während dieser Zeit lernen sie zu jagen und zu kämpfen, allerdings gilt die Hauptaufmerksamkeit der jungen Männer der Pflege ihrer Haare, die sie über mehrere Monate wachsen lassen. Sobald die Haare lang genug sind, werden sie abrasiert und zu einer Perücke gewebt. Erst nach Fertigstellung ihrer Perücke, dürfen die Männer ins Dorf zurückkehren und eine Frau heiraten. Bei festlichen Anlässen und zu SingSings schmücken die Huli ihre Perücken mit bunten Federn. Besonders beliebt sind vor allem die prächtigen  Federn des Paradiesvogels.

…Krokodilmännern…

Am größten Fluss des Landes, dem Sepik River, leben die Bewohner noch immer wie vor Hunderten von Jahren. Das Leben spielt sich hauptsächlich rund um den Fluss ab. Die Menschen huldigen in ihren Geisterhäusern, den Haus Tambaran, den Gottheiten des Flusses in Gestalt des Krokodils. In den Dörfern der am unteren Flusslauf des Sepik leben die Krokodilmänner. Junge Männer lassen sich auf ihren Körper Muster ritzen,  um so ihren Gott zu verehren, denn die entstandenen Narben sollen der Haut eines Krokodils ähneln.

…und vielen Kulturgeheimnissen mehr!

Baining MaskenVerlässt man die Hauptinsel Neuguinea trifft man im Nordosten der Insel Neubritannien auf die Baining. Während ihres Feuertanzes tragen die Baining bis zu zwei Meter große Masken aus Tapa (einer Art Bast) mit großen, runden Augen und Schnäbeln. Ursprünglich feierten die Baining mit ihrem Feuertanz die Geburt eines Kindes, und um den Toten zu gedenken. Wie viele Initiationsriten wird auch der Feuertanz nur von jungen Männern erlernt.

Ein besonderes Highlight in Papua Neuguinea sind die großen traditionellen Festivals. Bei diesen SingSings kommen verschiedene Klans und Dörfer zusammen, um im friedlichen Wettstreit die besten Tänze zu küren. Beim National Maskfestival treffen in Rabaul Stämme aus den Inselregionen Papua Neuguineas zusammen und zeigen ihre atemberaubenden Masken und Kostüme. Ein Reisebaustein auf ihrer Papua Reise zu diesem Festival ist bei uns natürlich buchbar. Aber auch die beeindruckenden Festivals im zentralen Hochland, die Mount Hagen Show und das Goroka Festival, offenbaren den Besuchern das farbenprächtige Papua Neuguinea.

Lernen Sie Huli, Mudmen, Goroka & Co. selbst kennen- weitere Informationen bekommen sie in unserer Rubrik „Schönste Reisen nach Papua Neuguinea„.

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