Great Walks: Lake Waikaremoana Track


Lake_Waikaremoana

Im hohen Nordosten der Nordinsel inmitten des Te-Urewera Nationalparks liegt der malerische, einst durch einen enormen Erdrutsch entstandene Waikaremoana See. Und entlang seiner westlicheren Uferlinie führt einer der vielleicht schönsten Great Walks Neuseelands: der Lake Waikaremoana Track. Seine Schönheit hat dieser Wanderweg nicht nur seinem erstaunlich vielseitigen Terrain zu verdanken, sondern vor allem den kontinuierlichen Ausblicken auf den naheliegenden See und der umgebenden Natur, führt er doch durch einen der abgelegensten und am dünnsten besiedelten Landstriche Neuseelands, in dem wortwörtlich unberührter Regenwald und eine einzigartige Tierpopulation erlebbar werden.

Sollten Sie sich dafür entscheiden, diesen Wanderweg zu begehen, sind Ihnen also nicht nur herrliche Aussichten auf den Waikaremoana – dessen Name aus der Sprache der KiwiMaori übersetzt etwa so viel heißt wie Meer des plätschernden Wassers –, wundervoll erfrischende Schwimmstunden in seinem kühlen, kristallklaren Wasser, Entspannung an einigen der schönsten nicht-pazifischen Strände Neuseelands sowie schlichtweg etliche wundervolle Tage so gut wie garantiert.

Zudem bietet der Lake Waikaremoana Track im Herzen des größten Nationalparks der Nordinsel die Möglichkeit zu Highlights wie der Begegnung mit Kiwis, deren größtes Schutzgebiet auf der Puketukutuku-Halbinsel er berührt, oder etwa einem Abstecher zu den landesweit berühmten Korokoro Falls, die in nur 25 Wanderminuten Entfernung vom Track deutlich über 20 Meter in die Tiefe fallen und deren Becken zu Erfrischung und Rast geradezu auffordert.

Die Stationen und Strecke

Da es sich beim Lake Waikaremoana Great Walk nicht um einen Rundweg handelt, müssen Wanderer anfangs entscheiden, ob Sie die 3-4 tägigen Tour (43 Km) von Norden nach Süden oder andersherum beschreiten mögen. Dabei sollte die Anreiseroute weniger entscheidend sein als die Steilküste von Panekire: Im Süden des Sees gelegen stellt ihr Besteigen die körperlich größte Herausforderung des Tracks, müssen doch hunderte von Höhenmetern in einem ziemlich steilen Aufstieg bewältigt werden. Je nach eigener Vorliebe und Konstitution sollte dieser Aufstieg also entweder am ersten oder aber am letzten Tag bewältigt werden, mit frischer Kraft oder aufgewärmten und aktivierten Muskeln. Auslassen sollte dieses Stück des Wegs jedenfalls niemand, denn es ist schlichtweg herrlich. Die Entscheidung kann auch kurzfristig und bei Ankunft am See getroffen werden, gibt es doch eine Vielzahl von Anbietern, die Sie per Land oder auf dem Wasserweg über den See von einem zum anderen Punkt bringen können.

Folgen Sie der offiziell vorgeschlagenen Route, beginnt der Weg für Sie im Süden am Onepoto Shelter. Von dort aus geht es in einem kräftezehrenden, aber mit großartigen Aussichten und einem einmaligen Naturerlebnis belohnenden etwa fünfstündigen Anstieg hoch bis zur Steilklippe von Panekire und von dort aus noch ein wenig höher zum Puketapu Trig auf 1180 Metern Höhe, von wo aus auch die Panekire Hut und die erste Nachtstätte nicht mehr weit sind. Wanderer sollten gerade im Sommer darauf vorbereitet sein, ausreichend Wasser den Berg hinaufzutragen, da die Wasservorräte der Hütte in heißen Perioden oft stark strapaziert und gelegentlich gar ganz aufgebraucht sind.

Der zweite Tag bringt lediglich drei bis vier Stunden Wanderung mit sich, die deutlich leichter zu absolvieren ist als die erste. Allerdings: Es geht vorrangig sehr steil bergab in die sattgrünen Täler am Ufer des Waikaremoana und auch das kann bei Untrainierten auch zur großen Anstrengung werden. An der Mündung des Waipaoa können Sie die zweite Nacht an einer hübschen kleinen Campsite oder in einer Hütte genießen. Entweder am selben Tag oder aber am nächsten Morgen sollten Sie nun den Abstecher zu den Korokoro Falls angehen, zu dem Sie vor der Korokoro Brücke vom Weg abbiegen müssen. Übrigens können Sie ihr Nachtlager auch an den Korokoros aufschlagen, falls Sie mögen.

Lake_Waikaremoana_Blick

Über mäandernde Wege geht es nun entlang des Ufers und durch teilweise dichtes Holz, teils über kleine Grate weiter. Es empfiehlt sich, die nächste Nacht an der Marauiti Hut zu verbringen und dem Gesang der Kiwis zu lauschen. Weiter geht’s am nächsten Morgen entlang des Ufers und durch eine zunehmend seichtere Landschaft und durch dichteren Wald. Sie werden kleine Ströme durch- oder überqueren, die in den Waikaremoana fließen, Flora und Fauna bewundern können, an einigen alternativen Campsites und Huts vorbeikommen, bevor Sie Whanganui Hut erreichen, wo Sie nächtigen und sich vom Wassertaxi zurück zum Ausgangspunkt fahren lassen können.

Foto: Lake Waikaremoana sun set by Shanedwilson; CC BY-SA 3.0

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