Das Team stellt sich vor – Heute: Jörg Poppen


JörgIm Hochschwarzwald in der Nähe von Freiburg aufgewachsen, in Ravensburg (Oberschwaben) auf der BA Touristik studiert und dann nach Bayern ausgewandert – eine Stadt mit einem großen Flughafen musste es dann eben doch sein …. Und hat seit 16 Jahren zwischen Wolfratshausen und Starnberger See ein neues Zuhause gefunden.

Seit wann bist du Geschäftsführer von Pacific Travel House?
Pacific Travel House wurde 1988 von drei Geschäftsführern in München gegründet – einer davon war ich. Genau an meinem Geburtstag vor 26 Jahren saß ich im Alter von 28 Jahren zum ersten Mal in den eigenen Geschäftsräumen.

Was sind die größten Herausforderungen? Was macht am meisten Spaß?

Als meine größte Herausforderung sehe ich die Erhaltung eines angenehmen Büroklimas zwischen den Kollegen. Wir sitzen mehr als 50 Stunden pro Woche zusammen … das ist nicht immer einfach. Außerhalb des Büros halten uns die kleineren und größeren Katastrophen in Schwung … 2 Irakkriege, der 11.September, SARS und die Schweine- bzw die Vogelgrippe, der Vulkanflugsand, Fukushima, Tsunamis und Erdbeben um nur ein paar Beispiele zu nennen – passiert etwas Unvorhergesehenes auf dieser Erde, haben wir es am nächsten Tag über unsere Kunden meist schon auf dem Tisch.
Am meisten Spaß macht es nach wie vor, mit unseren Gästen zu telefonieren, wenn diese begeistert von einer unserer Reisen zurückkommen – das ist für uns die höchste Auszeichnung und erst dann haben wir alles richtig gemacht.

Wie hast Du Deine Liebe zum Reisen entdeckt?

Unternehmungslustig war ich schon immer. In jungen Jahren bin ich aus dem Kindergarten auf eigene Faust losgewandert, ohne dass irgendjemand etwas davon wusste. Geprägt haben mich wahrscheinlich meine Eltern, die meinem Bruder und mir immer wieder von ihren eigenen Reisen erzählt hatten. Und so war es klar, dass ich, sobald sich mir die Gelegenheit dazu bot, mich auf große „Wanderschaft“ rund um die Welt aufmachte.

Wieso gerade die Pazifikregion?

Als Windsufer der ersten Stunde war Hawaii ein lang geträumter Traum. Und so fand ich über die Hawaiianische Inseln und die Fiji Inseln den Einstieg in die Südsee – den Südpazifik. Seitdem ist viel Zeit vergangen, die meisten der bekannten Inseln durfte ich kennen lernen und immer noch bin ich von den Menschen, den Inseln und dem Meer dort begeistert. Es ist ein Gebiet, das mehr bietet als jeder Reisekatalog aussagen kann.

Verrätst Du uns Deine Lebensweisheit oder deinen Leitspruch?

Man kann nicht durch den Regen gehen, ohne nass zu werden!

Wo hast Du für Dich das Paradies gefunden?

Nach wie vor bin ich ein begeisterter Hawaii-Fan, was bestimmt und vor allem aber mit dem Windsurfen und all den damit erlebten Geschichten auf den Hawaiianischen Inseln zu tun hat. Mein Herz hängt an den Fiji Inseln – nirgendwo sonst bin ich so herzlich aufgenommen worden und ein Teil der Bula Familie geworden. Total fasziniert haben mich die Tauch- und Schnorchel-Reviere der Solomon Islands – schon bei einem einfachen Schnorchel-Gang von 12 Haien hautnah eskortiert zu werden, ist ein einmaliges Erlebnis. Und dann natürlich die Perle der Südsee – Französisch Polynesien – nirgendwo sonst kann man den Malkasten der Natur so kennen lernen wie dort.

Was war dein eindrucksvollstes kulturelles Erlebnis auf Reisen und was das spektakulärste Naturhighlight?

Jedes Jahr wird in Französisch Polynesien die härteste Paddel Regatta (in 6er Va‘a oder 6er Outrigger Booten) durchgeführt – Hawaiki Nui Va’a (mit über 80 Kanus aus ganz Polynesien). An drei Tagen von Huahine nach Raiatea 44km (offenes Meer) – Raiatea nach Tahaa 28 km (Lagune) – Tahaa nach Bora Bora 56 km (offenes Meer). 2009 hatten wir mit einem Team vom Starnberger See und 7 Monaten Vorbereitung daran als erstes rein dt. Boot teilgenommen. Zwar sind wir bei jeder Etappe mit riesigem Abstand als Letzter durch Ziel gefahren – aber immerhin in Bora Bora angekommen und uns so Anerkennung und Respekt der anderen Teilnehmern verdient. Mit über 800 Polynesiern waren wir die 3 Tage zusammen, haben in Schulen, Sporthallen und Kirchen geschlafen und morgens um 5 schon gegrilltes Hühnchen gegessen…

Im wahrsten Sinne des Wortes umgehauen haben mich die Explosionen am Krater des Vulkans Yasur auf Tanna / Vanuatu. Da fliegt einem wirklich die Lava um die Ohren und die Druckwellen aus dem Krater sind so stark, dass man davon zurück geschleudert werden kann.

Was möchtest Du in der Zukunft auf jeden Fall noch einmal unternehmen?

Auf Tonga würde ich gerne nochmal mit den Buckelwalen schnorcheln. Einmal habe ich dies schon auf Moorea gemacht und war davon absolut fasziniert.

Auf welche eigene Leistung bist Du besonders stolz?
Auf meine Familie natürlich – und, dass ich es tatsächlich geschafft habe, als Selbstständiger den Zielgebieten Australien, Neuseeland und der Südsee über all die Jahre treu zu bleiben.

Was können wir Deiner Meinung nach von Menschen anderer Nationen lernen?

Gelassen zu bleiben und die Dinge lockerer zu sehen, das eigene nicht zu sehr überbewerten und den Mensch als Mensch und nicht als Nation oder Religion zu sehen.

Was würdest Du gerne ganz besonders gut können?

Was ich kann und so wie ich es kann reicht mir eigentlich —- nur bei den Ski-Vereinsmeisterschaften des SVM würde ich gerne nächstes Jahr eine bessere Zeit fahren als mein Skilehrerkollege Adi. 🙂

Was ist Dein Lieblingslokal und warum?

Es gibt im Örtchen Paia auf Maui ein kleines Lokal mit dem Namen Picnics, dort haben wir uns immer einen der weltbesten Sandwichs und die fantastischen Pinapple Smoothie gekauft, um beides mit an den Hookipa Beach Park zu nehmen, um den „Cracks“ beim Training in den Wellen zu zuschauen.

Was ist dein ultimativer Reisegeheimtipp für unsere Blogleser?

Es gibt im Norden von Westaustralien am Ningaloo Reef ein kleines „feines“ Zeltcamp, direkt am weißen Strand im roten Wüstensand. Am Riff im tiefblauen Meer tummelt sich alles vom kleinen Nemo/Clown Fisch bis hin zu den großen Walhaien. Die kleinen Wallaby Kängurus begleiten dich beim Joggen im Abendrot und nachts ist der Himmel so klar, dass man Angst hat, die Milchstraße fällt einem auf den Kopf.

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