Der Tongariro Nationalpark in Neuseeland (Nordinsel)


Tongariro Nationalpark

Tongariro Nationalpark

Auf der malerischen Nordinsel Neuseelands liegt ein gewaltiges UNESCO Weltnaturerbe – der Tongariro National Park. In seinem Herzen liegen drei aktive Vulkane, die durch ihre Lavafelder, heiße Quellen und Seen die Landschaft prägen. Der Tongariro National Park weist mit seinen Vulkanen, Gletschern, Lavafeldern, Wiesen und Wäldern die vielleicht kontrastreichste Landschaft der Welt auf und zählt zu den schönsten Naturdenkmälern der Erde.
Kein Wunder, dass diese majestätische und fast surreal anmutende Landschaft eine eindrucksvolle Kulisse liefert, unter anderem für die „Herr der Ringe“ Verfilmungen.

Gegründet wurde der Tongariro Nationalpark 1887 von einem Häuptling der Maoris, von Te Heuheu Tukino IV. Er wollte diese einzigartige Landschaft vor der Ausbeutung europäischer Siedler und Eroberer schützen und wies die Gegend als Nationalpark aus – nach dem Vorbild des kurz zuvor gegründeten Yellowstone Nationalparks in den Vereinigten Staaten. Ein weiser Schritt, wie sich herausstellte, denn heute zählt der Tongariro Nationalpark nicht nur zu den schönsten Naturwundern Neuseelands, sondern ist auch Refugium unzähliger seltener Tier- und Pflanzenarten, die hier vor dem Aussterben geschützt werden.

Der Tongariro National Park umfasst in seiner heutigen Ausdehnung eine Gesamtfläche von etwa 796 Quadratkilometern. Eine Million Besucher jährlich besuchen dieses einzigartige Weltnaturerbe.

Vulkan- & Seenlandschaft im Tongariro Nationalpark

Vulkan- & Seenlandschaft im Tongariro Nationalpark

Der Vulkan Tongariro

Die Besonderheit des Tongariro National Parks sind die unterschiedlichen Landschaften, die hier aufeinander treffen: Seen in allen Blauschattierungen, von Tiefblau bis Türkis, saftige Wiesen und trockene Lavafelder, üppige Wälder, heiße Quellen und darüber die majestätische Kulisse der neuseeländischen Alpen.  Drei aktive Vulkane liegen im Herzen des Tongariro National Park: der Tongariro, der Ngauruhoe und der Ruapehu. Mit seinen 1987 Metern ist der Vulkan Tongariro  im Winter ein beliebtes Skigebiet. Durch das Frühwarnsystem können Besucher des Parks rechtzeitig vorgewarnt werden, wenn ein Ausbruch bevor steht. Der letzte Ausbruch des Tongariro war 2012.

Der Schicksalsberg Ngauruhoe

Höher als der Tongariro und wie ein spitzer Kegel geformt ist der Ngauruhoe mit etwa 2291 Metern. Seinen Beinamen Schicksalsberg hat er den Verfilmungen der Herr der Ringe Trilogie zu verdanken: In diesen kam ihm eine echte Star-Rolle zu: Als beeindruckende Kulisse für die Szenen in Mordor diente der hoch aufragende Ngauruhoe als der Berg, in dem der magische Ring geschmiedet und vernichtet wurde.

Ngauruhoe-Berg besser bekannt als Schicksalsberg aus dem Herrn der Ringe

Ngauruhoe-Berg besser bekannt als Schicksalsberg aus dem Herrn der Ringe

Der Ruapehu im Tongariro National Park

Auch der Ruapehu Vulkan, der mit 2797 Metern der höchste Berg des Nationalparks ist, war in den Verfilmungen zu sehen. An seinen Hängen erkennt man noch die Spuren vergangener Ausbrüche: Schlammlawinen, Lavaströme und Risse machen den Ruapehu zu einer beeindruckenden Erscheinung. Kein Wunder, ist er doch der aktivste der drei Vulkane und untersteht besonderer Beobachtung. Nichtsdestotrotz befinden sich auf dem Ruapehu zahlreiche Skigebiete und Wanderrouten: Im Whakapapa Skigebiet, im Turoa Skigebiet und im Tukino Skigebiet finden Wintersportler nämlich ideale Bedingungen zum Ski fahren.

Die schönsten Wanderwege im Tongariro National Park

Besucher des Tongariro National Park haben die Wahl zwischen unzähligen Aktivitäten und Sportmöglichkeiten. Zahlreiche Wanderrouten führen durch den Park, jede ist anders und jede hat ihren eigenen Schwierigkeitsgrad.

Berg Ruapehu und Alpenlandschaft

Besonders beliebt ist die Tongariro Alpine Crossing Route, die in etwa einem Tag bewältigt werden kann. Beim Alpine Crossing im Tongariro Park kommen jedoch ungeübte Wanderer schnell an ihre Grenzen – Sie sollten zumindest trittsicher sein und eine gute Kondition haben. Trotzdem nehmen jeden Tag Hunderte bis Tausende Besucher diese Route und so kann es beim Tongariro Alpine Crossing schon einmal voll werden auf den Wanderwegen. Der 19,4 Kilometer lange Wanderweg erstreckt sich vom Mangatepopo-Tal bis zum Ketetahi-Parkplatz auf der Nordseite des Nationalparks. Der Weg führt am Südkrater vorbei und erreicht mit dem 1886 Red Crater den höchsten Punkt, von wo aus man einen atemberaubenden Blick auf die Emerald Lakes hat.

Wer länger unterwegs sein möchte, kann den 48 Kilometer langen Tongariro Northern Circuit wandern, der – je nach Ausdauer – zwei bis vier Tage dauern kann. Auch diese Route ist bei Touristen und Sportlern überaus beliebt.

Ruhiger und weniger überlaufen sind dagegen die Wanderwege um den Ruapehu. Der Round the Mountain Track kann in etwa 3 bis sechs Tagen bewältigt werden. Übernachtet wird in gut ausgestatteten Schutzhütten oder auf Zeltplätzen. Daneben gibt es noch zahlreiche weitere Wanderwege, die sich für kürzere Ausflüge lohnen, beispielsweise die Wege rund um die Seen und Flüsse des Parks.

 Lake Taupo

Idyllisch: Lake Taupo

Der Tongariro Fluss mündet im Lake Taupo, dem größten See Neuseelands mit einer Gesamtfläche von 622 Quadratkilometern. Hier kann man Bootfahren, Angeln, Rafting oder sich an den flachen Uferbereichen entspannen.
Am Ufer des Sees liegt die kleine Stadt Taupo, die bei Aktivurlaubern, Familien und Wanderern ein beliebtes Urlaubsziel darstellt. Zahlreiche Bed & Breakfasts, Hotels und Lodges bieten die Möglichkeit für unbeschwerte Urlaubstage – und das Sommers wie Winters.

Wintersport im Tongariro Nationalpark

Wer den Alpine Crossing im Winter gehen möchte, sollte dies am besten mit einem erfahrenen Tourenguide tun, denn die Wetterverhältnisse im Tongariro Nationalpark sind in den Monaten Mai bis September oft unvorhersehbar und schneereich. Das allerdings sorgt an den Hängen der Vulkane für beste Ski- und Snowboardbedingungen. Von Juli bis Oktober sind die beiden Skigebiete Whakapapa und Turoa geöffnet und bieten insgesamt 100 Quadratkilometer Pistenspaß. Auch zum Langlaufen, Schneeschuhwandern, oder Rodeln eignet sich der Tongariro Nationalpark im Winter.

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