Must-See: Ruinenstadt Nan Madol vor Pohnpei / Mikronesien


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Geheimnisvolles Mikronesien, unter diesem Titel werden gerne Rundreisen über die zahlreichen Inselchen der Föderierten Staaten angeboten. Und zu recht. Die Jahrtausende alte Siedlungsgeschichte birgt noch heute viele Mythen und ungeklärte Fragen. Eines der eindrucksvollsten Zeugnisse davon ist die Ruinenstadt Nan Madol vor der Insel Pohnpei. Das Bauwerk ist schon wegen seiner schieren Größe phantastisch und ein abolutes Must-See, wenn Sie die Gelegenheit dazu haben sollten.

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Genau genommen liegt Nan Madol vor Temwen Island, einer Nebeninsel von Pohnpei. Die heutigen Ruinen bestehen aus 92 künstlich gebauten Inseln, die auf einem Korallenriff von ca. 80 Hektar Größe errichtet wurden. Wissenschaftler datieren den Bau auf die Zeit zwischen 1200 und 1600. Sie gehen davon aus, dass Tausende Arbeiter über mehrere hundert Jahre daran beteiligt waren.

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Als Baumaterial für die künstlichen Inseln wurden Basalt und Korallensteine verwendet. Einige der heute noch sichtbaren Basaltblöcke sind viele Tonnen schwer und es ist nicht ganz geklärt, wie sie damals dorthin geschafft wurden. Einige Forscher vertreten die umstrittene These, die riesigen Blöcke seien mit Flößen transportiert worden. Die Einheimischen schwören hingegen, die damaligen Herrscher hätten magische Kräfte eingesetzt.

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Die Anlage bestand ursprünglich aus zahlreichen Tempeln, Grabanlagen, Herrscherhäusern und Wohnplätzen für Priester. Sie diente bis Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem als Ritualzentrum und Wohnort der politischen Elite. Die größten Bauwerke erinnerten in ihrer Bedeutung an die Ruinen der Maya und Azteken in Südamerika. Da die Aufbauten vorwiegend aus Holz waren, sind sie heute leider nicht mehr erhalten.

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Bei einem Besuch der Ruinenstadt erschließen sich das Ausmaß der Anlage und die gewaltige menschliche Leistung. Noch immer sind die schmalen Wasserstraßen zwischen den Basaltinseln zu sehen, die der Ruinenstadt zu ihrem Spitznamen „Venedig der Südsee“ verholfen haben. Einige der Straßen sind im Laufe der Jahre versandet, Mangroven haben sich angesiedelt und die Natur erobert sich das Gebiet Stück für Stück zurück. Das Ergebnis ist ein mystischer Platz voller Geschichte und Schönheit, der nicht umsonst Handlungsort einiger Romane wurde. Und laut zahlreicher Kommentare von Besuchern der Ruinen ist Nan Madol ein Must-See, das Sie nachhaltig faszinieren wird.

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Fotos: Hobe, CT Snow,NOAA // via Wikipedia
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  1. Pingback: Steckbrief Mikronesien, Ozeanien | Erkunde die Welt

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