Der Nationalpark von Amerikanisch-Samoa


Npas_signAmerikanisch-Samoa dürfte nicht jedem sofort ein Begriff sein: Es handelt sich um einen Teil des US-Amerikanischen Außengebietes im südlichen Pazifik, genauer gesagt südöstlich des Inselstaates Samoa. Und hier, weit weg von den Kontinenten und deren Zivilisation, scheint die Natur noch in paradiesischer Ordnung. Ein Beweis ist der Nationalpark von Amerikanisch-Samoa, der die Naturwunder auf diesem kleinen Fleckchen Erde ohne viel Schnickschnack und dafür umso beeindruckender dem Besucher zugänglich macht.

Bilderbuchsandstrände, pittoreske Felsformationen, Korallenriffe und tropische Wälder – das ist kurz zusammengefasst der Nationalpark von Amerikanisch-Samoa. Er umfasst drei Inseln, wobei die größte und wichtigste Tutuila ist. Hier wachsen und gedeihen exotische Pflanzenarten, wobei 30 Prozent davon nur hier vorkommen. Typisch für das Eiland sind außerdem die Flughunde, derer es drei Arten gibt, 35 Arten heimischer Vögel und etwa 950 verschiedene Fischarten, die sich zwischen 250 verschiedenen Korallentypen tummeln. Seeschildkröten und Buckelwale sind mit etwas Glück in dem geschützten Gebiet ebenfalls anzutreffen.

Flughund

Flughunde – Beliebtes Fotomotiv im NP Amerikanisch-Samoa

Anders als viele Nationalparks ist der Nationalpark von Amerikanisch-Samoa eher „basic“ in der Ausstattung. Das hat auch damit zu tun, dass bei dem Tsunami im Jahr 2009 das Besucherzentrum komplett zerstört wurde und über die Hälfte der Ausstellungsstücke zu Kultur und Natur verloren gingen. Inzwischen ist das Zentrum in der Hauptstadt Pago Pago neu erbaut und gibt mit interessanten Exponaten einen Einblick in die Geschichte der Samoaner und die Naturschätze der Region. Zudem erhält der Besucher hier alle nötigen Infos für einen Ausflug in den Park.

Pago-Pago

Blick auf den Hafen von Pago Pago

Der Park selber ist frei zugänglich. Von Pago Pago aus gibt es zwei Zufahrten in verschiedene Teile des Parks, die jeweils auf einem Parkplatz enden, entweder mit dem Mietwagen oder dem Bus. Von dort führen ausgeschilderte Wanderwege durch den faszinierenden Regenwald, vorbei an grandiosen Aussichtspunkten, abgelegenen kleinen Dörfern bis hin zu den Traumstränden. Es ist für alle Ansprüche etwas dabei, solange die Besucher gut zu Fuß sind, da die Trails in der Regel naturbelassen, also nicht befestigt sind. Ein bisschen „explorer’s spirit“, wie es auf der Website des Nationalparks so hübsch heißt, kann nicht schaden.

Pola_Islands_Tutuila

Pola Islands vor Tutuila

Zum Schnorcheln bietet sich das einzigartige Korallenriff der kleinen Nachbarinsel Ofu an, die ebenfalls zum Nationalpark gehört. Schon die Anfahrt ist ein Erlebnis. Erst geht es per Flugzeug zu der Insel Ta’u und von dort mit einem kleinen Fischerboot nach Ofu. Weil es auf Ofu praktisch keine touristische Infrastruktur gibt, wird das Schnorchel-Equipment selbst mitgebracht. Um so ursprünglicher und atemberaubender ist das Korallenriff mit seinen bunten Bewohnern.

Ofu

Ofu Beach

Mit jährlich etwa 5.000 Besuchern ist der Nationalpark von Amerikanisch-Samoa das perfekte Ziel für all jene, die eine gewisse Ruhe und Abgeschiedenheit dem üblichen touristischen Rummel vorziehen. Und wer doch mal ein bisschen Trubel sucht, der findet ihn am Hafen von Pago Pago, wo gerne große Yachten auf ihrem Turn durch Polynesien anlegen. Die Mischung aus amerikanischem Lifestyle und polynesischer Kultur tut ihr Übriges, um aus dem Aufenthalt auf diesem kleinen Eiland ein ganz besonderes Erlebnis werden zu lassen.

Tutuila_AmaluBay

Amalu Bay in Tutuila

Fotos: Flughund by Scott Heinrichs // CC 3.0; Pago Pago by LCDR Eric 
Johnson, NOAA Corps // gemeinfrei; Ofu by Peter Craig, National Park 
Service // gemeinfrei; Amalu Bay & Pola Islands by Tavita Togia, 
National Park Service // gemeinfrei;

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