Ngerulmud – Die kleinste Hauptstadt der Welt


Parlamentsgebäude in Ngerulmud

Parlamentsgebäude in Ngerulmud

Paris, London, Tokio, Buenos Aires, Ngerulmud – die Hauptstädte dieser Welt und ihre klangvollen Namen kennt wohl jeder. Oder doch nicht? Eine dieser Städte ist tatsächlich etwas ganz Besonderes: Ngerulmud, Hauptstadt des pazifischen Inselstaates Palau, ist die kleinste, aber dafür vielleicht die bezauberndste Hauptstadt der Welt. Auf der Insel Babeldaob gelegen, ist Ngerulmud erst im Jahr 2006 in seiner heutigen Form entstanden, als der Regierungssitz von Koror< nach Ngerulmud verlegt wurde.

Mit nur knapp 250 Einwohnern ist Ngerulmud wirklich winzig, doch die geringe Größe ihrer Hauptstadt macht die Regierung Palaus durch imposante Gebäude wett: Der Regierungskomplex besteht aus einem Parlamentsgebäude, einem Exekutiv- und einem Judikativgebäude, die nach amerikanischem Vorbild im griechischen Stil erbaut wurden. Inmitten der tropischen Landschaft von Babeldaob wirken die mächtigen Gebäude mit ihren korinthischen Säulen fast surreal. Vielleicht um diesen Eindruck ein wenig zu mildern, wurde bei der Errichtung der Säulengänge nicht mit Stein gebaut, sondern auf Plastik gesetzt.

Hat man sich erst einmal von der Überraschung dieses kuriosen Regierungskomplexes erholt, gibt es in Ngerulmud tatsächlich nicht mehr viel zu entdecken. Dafür findet man im Umkreis wundervolle Ausflugsziele. Traumhafte Buchten und tropische Wasserfälle laden zum Schnorcheln und Sonnebaden ein. Eine weitere großartige Sehenswürdigkeit in der unmittelbaren Nähe von Ngerulmud sind die megalitischen Steinskulpturen. 52 Basaltsteine gruppieren sich im Kreis und datieren bis ins Jahr 150 vor Christus zurück. Archäologen glauben, dass diese Megalithe einst die Säulen des größten Bais (ein zeremonieller Treffpunkt) waren, der in Palau je gebaut wurde. Ein ganz schöner Unterschied zu den Plastiksäulen der heutigen Regierung, nicht wahr?

Odamelech nahe Ngerulmud

Odamelech nahe Ngerulmud

Besonders sehenswert sind jedoch die sechs steinernen Köpfe, die inmitten dieser Megalith-Struktur aus dem Boden ragen. Der größte von ihnen ist 2,5 Meter hoch und trägt den klangvollen Namen Odamelech. Kein Wunder, dass Palau auch die Osterinsel des Südpazifiks genannt wird.

Fotos alle gemeinfrei via Wikipedia
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