Alice Springs & seine Sehenswürdigkeiten


The Ghan in Alice Springs

Auch der berühmte Ghan hält in Alice Springs

Alice Springs – das ist der geografische Mittelpunkt des australischen Kontinents und gewissermaßen sein Herz. Alice Springs ist die Stadt, die das Wesen und die Geschichte Australiens widerspiegelt wie kaum eine andere. In und um Alice Springs erlebt man Australien in seiner ursprünglichsten Form und beginnt auch die Ausmaße dieses gewaltigen Kontinents zu begreifen. Das Städtchen Alice Springs selbst ist beschaulich – und überschaubar. Nur knapp 30.000 Einwohner zählt die Stadt, die als das Tor zum Australischen Outback gilt.

Vor Ankunft der Weißen, wurden die Northern Territories, wie die Region genannt wird, von Aborigines aus dem Stamm der Arrernte bewohnt, die hier zahlreiche ihrer heiligen Stätten hatten. Mit dem Bau der Telegrafenlinie von Adelaide nach Darwin im Jahr 1872 wurde Alice Springs, als telegrafischer Stützpunkt gegründet. Das anfangs verschlafene Outback-Nest erfuhr bald darauf jedoch seinen ersten Bevölkerungsboom; nämlich als in der Gegend Gold gefunden wurde. Noch heute verströmt Alice Springs den Charme eines Goldgräberstädtchens.

Mitten im Outback gelegen, erfüllte die Stadt auch noch viele andere Funktionen: So war sie nicht nur Handelsposten und Marktflecken für die weit verstreuten Viehzüchter des Umlandes, sondern ab den 1940ern auch Hauptquartier der Flying Doctors von Australien. Heute hat sich Alice Springs auch wieder stark auf seine Aborigine-Wurzeln besonnen und bemüht sich, auch die Geschichte und Kultur der australischen Ureinwohner zu bewahren. Zahlreiche Museen und Kulturfestivals halten dieses Erbe lebendig.
Ein Besuch in Alice Springs lohnt sich also in jedem Fall, denn die Sehenswürdigkeiten in und um die Stadt sind vielfältig und versprechen Outback Abenteuer pur.

Adelaide House

Adelaide House

Einen Überblick über das Leben rund um Alice Springs während der Gründerzeit gibt ein Besuch des Adelaide House. Das Gebäude wurde vom Gründer der ‚Fliegenden Ärzte‘ Reverend John Flynn errichtet. Heute ist das Haus ein Museum. Geöffnet  von Montag bis Freitag von 10-16 Uhr und Samstag von 10-12 Uhr.

Flying Doctors Airstrip

Die Flying Doctors dürfen auch auf normalen Straßen landen

Royal Flying Doctor Service & School of the Air

Ebenfalls an der Hartley Street befindet sich die Basis des Flying Doctor Service, wo man alles Wissenswerte rund um die Fliegenden Ärzte Australiens und ihre Radio- und internetbasierte Schule lernen kann. Bereits ab 1920 wurden die Kinder der Outback-Farmer über den Radiokanal der Flying Doctors unterrichtet. Heute übernimmt diese Funktion auch das Internet.

  • School of the Air: 8-10 Stuart Terrace, Montag bis Samstag von 9-16 Uhr und Sonntag von 13-16 Uhr geöffnet
  • Flying Doctors: 80 Head Street, Montag bis Samstag von 8:30 Uhr-16:30 Uhr und Sonntag von 13:30 Uhr-16:30 Uhr geöffnet

Museum of Central Australia

Das didaktisch wunderbar gestaltete Museum vermittelt einen Einblick in die Naturgeschichte, die Kultur der Aborigines und die europäische Besiedelung Zentralaustraliens. Eines der Highlights: Teile des Henbury Meteoriten, der vor Tausenden von Jahren in der Nähe von Alice Springs eingeschlagen war. Die Aborigines haben das Ereignis des Einschlages in ihren Überlieferungen über hunderte von Generationen weiter erzählt. Täglich von 10-16 Uhr geöffnet.

Old Telegraph Station

Die alte Telegraphenstation zählt zu den ältesten Gebäuden der Stadt und beherbergt heute ein Museum. Ebenfalls einen Besuch wert ist der große Park um das Gebäude und die Alice-Quelle, die von den Einheimischen gerne für ein erfrischendes Bad genutzt wird. November bis März täglich von 8-21 Uhr und von April bis Oktober täglich von 8-19 Uhr geöffnet.

MacDonnell Nationalpark

MacDonnell Nationalpark

Frontier Camel Farm und MacDonnell Ranges

Vor der Errichtung der Eisenbahnlinie und der Erfindung des Automobils wurden Kamele und Dromedare für die Versorgung von Alice Springs benutzt. Sie transportierten Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs sowie die Post. Die Frontier Camel Farm, östlich von Alice Springs gelegen, züchtet bis heute Kamele und betreibt auch ein Kamelmuseum. Im Eintrittsgeld ist auch ein langer Kamelritt enthalten.
In unmittelbarer Nähe der Farm befinden sich zudem die atemberaubenden Schluchten der MacDonnell Ranges: Dieses Naturdenkmal ist heute ein Nationalpark und lädt zu ausgedehnten Wanderungen und Campingtrips ein. Geöffnet täglich von 9-16 Uhr.

Alice Springs Desert Park

Ebenfalls einen Tagesausflug wert ist der Alice Springs Desert Park, der knapp 150 bedrohte Tierarten und über 300 Pflanzenarten beherbergt. Auf dem 1,6 km langen Rundweg gewinnt man einen Eindruck über die vielfältige Flora und Fauna der australischen Wüste. Täglich geöffnet von 9-21 Uhr.

Ausgangspunkt für den Uluru-Besuch

Der als Weltnaturerbe ausgezeichnete Uluru sollte eigentlich auch Weltkulturerbe sein. Denn das Wahrzeichen Australiens war und ist bis heute für die Aborigines ein Ort von höchster kultureller und spiritueller Bedeutung. Der gigantische flache Fels liegt wie ein Nabel im Mittelpunkt des Kontinents und steht im Zentrum zahlreicher religiöser Überlieferungen und Legenden. Der heilige Berg der Aborigines ist für Besucher gesperrt, doch man kann die besondere Ausstrahlung dieses Ortes auch von der Ferne auf sich wirken lassen. Es werden zum Beispiel von Aborigines geführte Wanderungen durch die Wüstenlandschaft angeboten und auch das nahe gelegene Kulturzentrum ist einen Besuch wert.
Der Uluru befindet sich etwa 600 km südlich von Alice Springs, was für australische Verhältnisse ein Katzensprung ist. 🙂 Wir empfehlen, den Uluru im Rahmen eines mehrtägigen Ausflugs zu besuchen.

Fotos: Ghan by Mike Young - CC BY 2.5; Adelaide House by Gabriele Delhey - CC BY-SA 3.0; 
Flying Doctors by Hossen27 - gemeinfrei, Skelett by Mark Marathon - CC BY-SA 4.0; Telegraph 
Station by Reinhard Dietrich - gemeinfrei; MacDonnell by Felix Dance - CC BY-SA 3.0; Desert 
Park by Alexandra - CC BY-SA 3.0; Alle Bilder via Wikipedia
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