Ausstellungstipp: Tikimania in München


Gerade in diesen Corona-Zeiten, in denen das Reisen schwierig und das Fernweh groß ist, kommt diese kleine aber feine Ausstellung gerade recht. Tikimania heißt die Ausstellung, die derzeit im Münchner Museum Fünf Kontinente zu sehen ist. Dort werden Werke des Malers Bernd Zimmer zusammen mit vielen Südsee-Artefakten gezeigt, die das Zusammenspiel von europäischer Kunst und ozeanischer Kultur völlig neu erschaffen, wie es auf der Homepage des Museums heißt.

Der 1948 in der Nähe von München geborene Maler zählt zu den wichtigsten Vertretern der sogenannten „Heftigen Malerei“. Die als „Junge Wilde“ bezeichnete Malereibewegung, der Zimmer angehört, zeichnet sich vor allem durch große Gesten und eine starke Farbgebung aus.

1995 bereiste Bernd Zimmer die Inselgruppe der Marquesas und begab sich dabei auf die Spuren des Malers Paul Gauguin. Die dabei entstandenen Landschaftsbilder haben jedoch einen ganz eigenen Stil und zeigen die Südsee, so wie Zimmer sie selbst erlebt hat: Ausdrucksstark, sinnlich, farbgewaltig.

Flankiert wird die Ausstellung von Artefakten, die das Museum Fünf Kontinente selbst im Fundus hat: Polynesische Tiki-Figuren, beispielsweise. Diese aus Holz, Stein oder Knochen geschnitzten Menschenfiguren haben in der Tradition der polynesischen Völker oft mystische, ja heilende Kräfte. Auch die Bilder Bernd Zimmers zeigen immer wieder Tikis und stellen so das vielleicht ausdrucksstärkste Symbol polynesischer Kultur dar.

Die Ausstellung Tikimania spürt dabei nicht nur den Mythen und Traditionen Polynesiens nach, sondern beschäftigt sich auch mit dem europäischen Blick auf die Südsee.

Die Ausstellung Tikimania ist wieder ab 01. Dezember geöffnet und kann dann bis zum 28. Februar 2021 im Museum Fünf Kontinente in München besucht werden. Der Eintritt beträgt 6 Euro (ermäßigt 5 Euro). Weitere Infos auf der Webseite des Museums oder im offiziellen Katalog erhältlich z.B. bei Amazon.


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