Mitten im Whanganui Nationalpark führt eine Betonbrücke ins Nichts. Keine Straße, kein Dorf, keine Verbindung. Ringsherum dichter Regenwald. Die Bridge to Nowhere ist ein Überbleibsel aus den 1930er Jahren und die geheimnisvolle Urwaldbrücke zählt heute zu den außergewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten der Region. Wer sie sehen möchte, kommt nur zu Fuß oder mit dem Boot dorthin. Wir wollen herausfinden, was es mit der “Brücke ins Nirgendwo” auf sich hat, wie man dort hinkommt und was man sonst über diese Attraktion auf der neuseeländischen Nordinsel wissen muss.

Was ist die Bridge to Nowhere?
Die Bridge to Nowhere wurde 1936 gebaut, um den abgelegenen Militärstützpunkt und das Dorf im Mangapurua Valley mit dem Rest des Landes zu verbinden. Doch schon wenige Jahre später gaben die Siedler das Tal auf. Die Böden waren unfruchtbar, die Isolation zu groß. Straßen wurden nie fertiggestellt. Einzig die Brücke erinnert heute noch an diese Zeit. Sie ist ein einsames Relikt, mitten im Regenwald und ein Kuriosum, das seinesgleichen sucht.
Umgeben von dichter Vegetation und Vogelgesang überspannt sie das Mangapurua Valley. Sie ist ein Mahnmal gescheiterter Pionierträume und gleichzeitig einer der meistbesuchten Orte des Whanganui Nationalparks. Kein Wunder, denn sie ist ein fantastisches Fotomotiv.

Wo liegt die Brücke und wie kommt man hin?
Die Bridge to Nowhere befindet sich im Whanganui Nationalpark in der Region Manawatu-Whanganui, rund 30 Kilometer flussaufwärts der Ortschaft Pipiriki. Whanganui ist ab Auckland täglich per Direktflug mit Air Chathams, per Bus mit InterCity oder mit dem Auto erreichbar.#
Um zur Brücke zu kommen, gibt es zwei Möglichkeiten:
» Per Jetboot über den Whanganui River ist der klassische und bequemste Weg. Vom Anleger in Pipiriki fährt man rund 40 Minuten flussaufwärts bis Mangapurua Landing. Von dort führt ein gut ausgebauter Wanderweg in etwa 40 Minuten durch Busch zur Brücke.
» Die Anreise über den Mangapurua Track ist ein längerer, anspruchsvoller Wander- oder Bike-Trail und Teil des Te Araroa. Die Tour zur Brücke dauert mehrere Tage.
Für die meisten Besucher ist die zweitägige geführte Jetboot-Tour ab Pipiriki ideal.

Jetboot-Tour ab Pipiriki mit Übernachtung
Die zweitägige Tour zur Bridge to Nowhere startet in Pipiriki und verbindet Jetboot, Bushwalk und Kanu-Abenteuer mit der Übernachtung in der abgelegenen Lodge. So könnte Ihre Tour aussehen:
» Tag 1
- Morgens Check-in in Pipiriki
- 40 Min. Jetbootfahrt flussaufwärts
- 40 Min. Fußweg bis zur Brücke
- Pause mit Getränken & Infos zur Geschichte
- Rückweg zum Fluss, Weiterfahrt mit dem Kanu (ca. 1,5 Std.)
- Übernachtung in der Bridge to Nowhere Lodge am Whanganui River
» Tag 2
Frühstück in der Lodge
Rückfahrt im Kanu (ca. 4 Std.) flussabwärts nach Pipiriki
» Organisatorisches
- Dauer: 2 Tage / 1 Nacht
- Preis: ca. 300 NZD, bis 15 Jahren ermäßigt 150 NZD
- Voraussetzungen: normale Fitness, Schwimmkenntnisse, grundlegende Englischkenntnisse
- Mitbringen: Picknick für Tag 1, wetterfeste Kleidung, Schuhe, Wechselkleidung fürs Kanu
- Hinweis: Kein Mobilfunknetz
Darum ist die Bridge to Nowhere so beliebt!
Ein Ausflug zur Bridge to Nowhere ist eine Expedition durch Neuseelands atemberaubende Natur. Die Tour per Jetboot und Kanu führt mitten hinein in den Whanganui Nationalpark, vorbei an dichter Vegetation, historischen Pfaden und faszinierenden Landschaften. Die geheimnisvolle Brücke ist eine Pilgerstätte für Abenteuerlustige und Naturliebhaber gleichermaßen. Deshalb ist sie auch ein fester Bestandteil bei vielen unserer Rundreise über Neuseelands Nordinsel z.B. dieser hier.


