Unsere fünfte Reise nach Hawaii! Was zieht uns immer wieder auf die Inseln mitten im Pazifischen Ozean? Es ist der Wunsch nach dem perfekten Urlaub. Auf Hawaii stimmt alles: Das Klima ist mild und freundlich, man steigt aus dem Flugzeug und wird förmlich gestreichelt von der warmen, feuchten Luft, die nach tropischen Blüten von Frangipani, Gardenie und Hibiskus, aber auch ein wenig nach Kerosin duftet. Am Flughafen beginnt schon die Vorfreude auf die Wochen im Paradies.
Wir kamen in Lihue auf der Insel Kauai am Abend an und fuhren mit dem Mietwagen eine halbe Stunde zum Grand Hyatt Kauai im Südosten der Insel. Die Anlage ist fantastisch in einem gepflegten Garten gelegen, mit einer riesigen Poollandschaft und direktem Zugang zum Sandstrand. Wir haben im Hotel täglich das üppige Frühstück genossen und einmal im sehr guten Sushi-Restaurant zu Abend gegessen.


Tagsüber wanderten wir oft stundenlang durchs üppige, blütenübersäte Grün, wobei man an einem der regenreichsten Orte der Erde mit matschigen und rutschigen Wegen rechnen muss, und die versprochenen Aussichten auf die felsige Küste oder in den Waimea Canyon schon mal im Nebel verborgen liegen.


Nach fünf Nächten im Grand Hyatt sind wir ins Waipouli Beach Resort an der Ostküste umgezogen und haben uns dort in einem Apartment sieben Tage selbst versorgt. Obwohl fast alles vom Festland auf die Inseln geschafft werden muss und die Preise noch höher sind als sowieso in den USA, gibt es alles zu kaufen, was man zum guten Leben braucht: Frischen Fisch, wunderbares Obst und Gemüse, Bier (das gibt es auf Hawaii!), Wein und alkoholfreie Getränke. Sich selbst zu versorgen bietet absolute Freiheit, wann und was man essen und trinken möchte. Die Küchen in den Apartments sind oft luxuriös und immer ausreichend ausgestattet. Kühlschrank, Kaffeemaschine, Mikrowelle, Geschirrspüler, Waschmaschine und Trockner sind Standard. Einmal fanden wir sogar einen Cocktail-Shaker und Martinigläser vor.


Der Flug von Kauai nach Maui dauert eine halbe Stunde und man fliegt über die Inseln Oahu, Molokai und Lanai zum Flughafen Kahului. Leider verliert man dabei praktisch einen ganzen Tag mit Check-out, Rückgabe des Mietwagens, Warten am Flughafen, erneute Übernahme eines Mietwagens und Transfer ins Hotel. Diesmal sind wir ins Honua Kai Resort gezogen und hatten wieder ein Apartment mit Selbstversorgung. Dieses Resort ist auch riesig groß und reiht sich in eine Serie von Hotels der gängigen Ketten am langen Sandstrand im Westen der Insel ein. Man kann die Strandpromenade entlanglaufen oder einfach barfuß am Sandstrand viele Kilometer auf und ab spazieren.


Ein Highlight auf Maui ist es, den Sonnenaufgang auf dem Gipfel des etwa 3000 Meter hohen Vulkans Haleakala zu erleben. Früher konnte man einfach spontan hochfahren, heute muss man rechtzeitig reservieren und auf gutes Wetter hoffen. Diesmal hatten wir Pech. An der Küste war es regnerisch, aber wir sind trotzdem um drei Uhr aufgestanden und anderthalb Stunden hinaufgefahren. Der Gipfel lag unter den Wolken, und so hatten wir statt dem Blick auf den immer heller werdenden Horizont und schließlich die Sonne, eisigen, böigen Wind, Nebelschwaden und Regenschauer. Wir sind drei Tage später nochmal am Vormittag hochgefahren und ein Stück den „Sliding Sands Trail“ in den Krater gewandert. Ähnlich wie dort muss es auf dem Mars aussehen. Der Weg führt über 1000 Höhenmeter nach unten und in der dünnen Luft fällt der Wiederaufstieg unter Umständen schwer.
Die letzten fünf Tage verbrachten wir im Andaz Maui in Wailea. Auch hier ist die Anlage sehr großzügig; Pool, Restaurants und der Service sind perfekt. Nur die Zimmer sind klein und „over-designed“, was vielleicht elegant, aber einfach unpraktisch ist. Im Bad kann man sich zu zweit nicht gleichzeitig aufhalten, und es gibt nur ein Waschbecken.

Unser Fazit auch beim fünften Aufenthalt: Die Vorstellung vom perfekten Urlaub wurde wieder vollkommen erfüllt. Und Hawaii ist mit Kauai und Maui noch lange nicht erkundet. Das „Big Island“ ist wieder ganz anders mit dem aktiven Vulkan Kilauea, dem Mauna Kea und Mauna Loa, die beide über 4000 m aus dem Ozean ragen und oft schneebedeckt sind. Oahu bietet das touristische Hawaii mit dem berühmten Strand von Waikiki, der Großstadt Honolulu, Ananasplantagen und einigen schönen Stränden zum Schnorcheln, Surfen oder einfach baden. Wir kommen wieder!
Karina & Matthias B.


