Great Walks: Rakiura Track


  Rakiura_Track

Für alle Neuseelandreisenden, die den Pazifikstaat in seiner ganzen natürlichen Schönheit und abenteuerlichen Wildheit kennenlernen mögen, mag der Rakiura Track zum besonderen Highlight werden: Der dreitägige Track bietet Wanderern die großartige Möglichkeit, jene Insel zu erkunden, nach der er benannt ist: Rakiura oder Stewart Island. Der Maori-Name bedeutet übersetzt übrigens Leuchtender Himmel und geht vermutlich auf die oft von der Insel aus zu sehende Aurora Australis zurück.

Die drittgrößte der neuseeländischen Inseln wird durch die 30 Kilometer breite Foveaux-Straße von der Südinsel des Pazifikstaats getrennt und ist mit gerade einmal 381 Einwohnern extrem dünn besiedelt. Seit Jahrzehnten gilt die Insel mit ihren dichten und immergrünen Podocarp-Wäldern, ihrer hügelig-bergigen Topographie, der zerklüfteten Küste und den herrlichen Sandstränden als Paradies für Ornithologen und Outdoorbegeisterte, die der Hektik der Hauptinseln entkommen möchten.

Der Rakiura Track gehört zu den mittelschweren Great Walks und gilt als besonders familienfreundlich. Vor allem der erste Streckenabschnitt durch den etwa 95% der Insel umfassenden Nationalpark kann zur Freude für die ganze Familie werden. Einen ersten Überblick über  den Track bekommen sie hier:

Von Lee Bay aus geht es entlang atemberaubend schöner Strände wie Maori oder Magnetic Beach, vorbei an alten Sägemühlen bis der erste Streckenabschnitt nach gut 8 Kilometern an der Port William Hut endet, wo Wanderer ihre Nachmittage und Abende sowohl zurückgezogen als auch in geselliger Runde verbringen können.

Ein Tipp für Geschichtsinteressierte: Der Name Maori Beach kommt nicht von ungefähr. Rund um den Strand kann man sich auf die Suche nach alten Maori-Siedlungen begeben.

Am zweiten Tag geht es bis zur Wegkreuzung zwischen Maori Beach und Port William etwa 40 Minuten Strecke zurück, bevor der Track dann landeinwärts entlang alter holzwirtschaftlicher Transportschienen durch den dichten Podocarp-Wald verläuft. Ein Großteil dieses Wegabschnitts ist beplankt, jedoch sollten Wanderer darauf achten, dass sie hoch schließendes Schuhwerk tragen. Der Grund kann durch die häufigen Regenfälle nämlich sehr matschig werden.

tree mith many parasitic plants

Nach etwa 13 Kilometern beginnt der Wald etwas lichter zu werden und man erreicht North Arm Hut, wo erneut Station für die Nacht gemacht werden kann.

Wer übrigens noch naturnäher schlafen möchte, hat auch die Möglichkeit, sich mit seinem Zelt auf eine der drei Campsites zurückzuziehen, die den Track säumen. Ebenso wie die Schlafplätze in den Hütten müssen sie allerdings mit ausreichend Vorlaufzeit reserviert werden.

Rakiura_Stewart

Am dritten Tag geht es von der North Arm Hut anfangs zur szenisch gelegenen Sawdust Bay. Anschließend führt der Track bis zur Kaipipi Bay erneut durch den dichten Wald der Insel und mit etwas Glück bietet sich Gelegenheit, etliche der faszinierendsten Vogelarten der Region zu beobachten. Von dieser Bucht aus folgt der Walk der Kaipipi Road. Die ehemals meistgenutzte Straße von Rakiura ist heute weitgehend stillgelegt und ermöglicht es Wanderern, sich ganz auf die Natur zu konzentrieren. Nach 11 Kilometern erreicht man den Fern Gully Carpark, kann aber problemlos weitere 2 Kilometer bis nach Oban laufen. Das größte und einzige wirkliche Dorf der Insel bietet für alle, die noch nicht genug von Rakiura haben, den idealen Ausgangspunkt für kleine Touren auf dem Land und zu Wasser.

Diesen Artikel jetzt teilen:
Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Pin on Pinterest
Pinterest
Email this to someone
email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*
*

*