Reisebericht: Hawaii und Fiji 2014 – Teil 6


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Liebe Leser, hier nun der sechste und abschließende Teil des spannenden Reiseberichts unseres Geschäftsführers Jörg Poppen. Heute geht es weiter mit der letzten Station auf den Fidschi Inseln, einem drei-tägigen Aufenthalt auf Yasawa Island. Wie hat Ihnen der Reiseverlauf gefallen? Was hätten Sie auch gerne mal selbst entdeckt? Wir freuen uns über Ihre Meinung in den Kommentaren.

16. – 19. Tag: Unsere Zeit auf  Yasawa Island in der Yasawa Island Lodge

An Bord der Yasawa Flyer fahren wir 4 Stunden nordwärts, vorbei an langestrecken Inseln mit atemberaubender Felsformationen. Ständig wechselt die Farbe  des Meers von tiefblau in leuchtendes Türkis. Immer wieder hält die Fähre in Buchten an, in denen schon die kleinen Boote mit den neuen Gästen auf uns warten. Uns kommt es vor, wie ein Bus, der von Haltestelle zu Haltestelle unterwegs ist. Am nördlichsten Punkt, also dem Umkehrpunkt der Fähre warten ca. 15 kleine Boote, die Gäste zur Fähre bringen und oder neue Gäste abholen. Unser kleines Transferboot legt als erstes an der Fähre an, wir werden an Bord ausgerufen und steigen die Treppen vom Sonnendeck zum Steg hinunter. Wieder fliegt unser Gepäck von Boot zu Boot. Der Yamaha Motor mit 250 PS dröhnt, trotzdem stellen wir uns den beiden Fijianer kurz vor und dann geht es mit Höchstgeschwindigkeit in Lee der Inseln weiter Richtung Norden. 45 Minuten lang wechseln sind traumhafte weiße Sandstrände mit schroffen Felsküsten ab.

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Unsere letzte Station, die Yasawa Island Lodge

Rechtzeitig zum Mittagessen erreichen wir die Yasawa Island Lodge. Über den weichen weißen Sand stapfen wir zum Hauptgebäude, ein flacher nach allen Seiten offener Bau, durch den die kühlende Brise weht. Wir sind froh, endlich angekommen zu sein und machen uns hungrig über das herrliche Mittagessen her. Danach beziehen wir unsere Bure, die zurückversetzt am Hang mit wunderschönem Blick aufs Meer liegt. Den Nachmittag verbringen wir am Stand, beim Schnorcheln und beim Paddeln. Direkt vor dem Hotel erstreckt sich ein Korallengarten ins Meer, ein Aquarium mit allen bunten Rifffischen, die die Südsee zu bieten hat. Wir lassen uns von der Strömung treiben und beobachten, die unter uns vorbeiziehende, fantastische  Unterwasserwelt.

Der Sonnenuntergang ist spektakulär, schnell wird es dunkel und wir müde. Die Trommeln rufen uns zum Abendessen. An der Bar tragen wir uns für den nächsten Tag zu einem Ausflug zu den Blue Lagoon Caves ein, bevor wir im Restaurant an unserem schön gedeckten Tisch Platz nehmen. Das Essen ist ausgezeichnet, Obst, Gemüse und Zutaten kommen aus eigenen Gärten, die hinterm Hotel angelegt sind und der Fisch schwamm noch vor wenigen Stunden durch den blauen Pazifik. Müde schleppen wir uns mit vollen Bäuchen zurück zu unserem Bungalow und lassen den Tag ausklingen.

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Todmüde fallen wir am ersten Abend ins Bett

Kurz nach Sonnenaufgang weckt uns das Vogelgezwitscher. Zum Frühsport gehen wir runter zum Strand, rennen die ganze Bucht am Beach entlang und springen am Ende ins Meer ….
Nach einem Bilderbuchfrühstück steigen wir in eines der Motorboote und fahren 30 Minuten Richtung Süden zu den Blue Lagoon Caves. Hier treffen wir auf andere Boote von anderen Hotels, die sich in der Nähe befinden. Ausgerüstet mit Schnorchel und Flossen besteigen wir eine etwas in die Jahre gekommene Treppe, die Felsen hinauf bis zu einem Felsspalt. Hier geht es wieder auf einer Treppe in die Felsspalte hinein bis zu einer  Leiter die in einen großen Meerwasserpool führt, der wiederrum in einer großen  Kathedralen ähnlichen Höhle liegt.

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Beeindruckend – die Blue Lagoon Caves

Die Felsdecke ist durchbrochen und so finden einzelne Sonnenstrahlen den Weg in die Höhle und erhellen die ganze Szenerie. Wir ziehen die Flossen und die Brillen an und springen in den Pool. Unser Guide Samy führt uns im Wasser an eine Stelle an der Felswand, an der man in die nächste Kammer der Höhle tauchen kann. Die Guides sind wirklich sehr bemüht, dass sich kein Gast an den Felsen stößt und bald schon ist unsere ganze Gruppe in der stockdunklen nächsten Kammer. Nur der Lichtkegel von Samys Taschenlampe erhellt dass Innere der Höhle … ganz schön gruselig …. Aber ein richtig tolles Erlebnis.

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Blick auf Bounty Island/Mamanucas.

Schnell finden wir uns alle wieder nach der Höhlenerforschung  am Boot ein und fahren zurück zum Hotel. Hier erwartet uns schon ein unglaubliches Mittagessen – 4 Gänge mit Nachspeise … vollkommen geschafft und müde schleppen wir uns nach dem Essen zur Bure und machen alle zusammen erst einmal einen Mittagsschlaf. Den Nachmittag verbringen wir am Strand und gehen zum Schnorcheln – nirgendwo sonst kann man ungestört so viele bunte Fische in den Korallen beobachten. Nach dem Sonnenuntergang, die scheinbar  jeden Abend romantischer werden, finden wir uns wieder pünktlich zum Abendessen an der Bar ein, wo wir uns für den nächsten Morgen für einen Ausflug zum nächstgelegenen Dorf eintragen.

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Besuch im Dorf Bukami

An diesem Morgen besteigen wir voll freudiger Erwartung den kleinen Hotelbus. Neben einem Kirchgang am Sonntag ist der Besuch einer Schule in der Südsee, ein Höhepunkt eines jeden Urlaubs. Der Feldweg schlängelt sich den Hügel hinauf, über die Landpiste am Strand entlang zum Dorf Bukami.

Das Dorf liegt auf einer Wiese, die sich bis zum Meer hinzieht. Die kleinen Hütten bestehen nur aus vier Wänden und einem Wellblechdach. In den Hütten gibt es nur selten Möbel, die Matten zum Schlafen liegen alle im großen Aufenthaltsraum. Um jeden Hütte zieht sich ein kleiner Garten mit Gemüse und essbaren Wurzeln, eine Hühnerschar zieht picken durchs Dorf. Wir werden von einer Gruppe kleiner Kinder empfangen, die sich riesig über die Abwechslung freuen.

Nach unserem Antrittsbesuch beim Bürgermeister führt uns der Weg zum Schulgebäude, das am Rande des Dorfes am Hang eines kleinen Hügels liegt. In der Regel sind die Schulen sehr massiv gebaut, um im Fall eines Zyklons, Schutz für die Dorfbewohner zu bieten.  Die Schule hat weder Türen noch Fenster zum Schließen, alles ist offen und so hören wie die Kinder schon aus der Entfernung. Für uns stehen schon Stühle auf dem Vorplatz bereit. Die Kinder strömen aus ihren Klassen und setzen sich alle vor uns auf den Boden. Etwa 60 Kinder von der 1. bis zur 4. Klasse sitzen da vor uns, alle super aufgeregt und gespannt, so wie wir es auch sind. Die Schuldirektorin erzählt uns etwas über die Geschichte der Schule, die Spenden, die aus Neuseeland kommen und ohne die es keine Schule geben würde. Und dann fangen die Kinder an ein Lied zu singen und im Rhythmus mit den Händen zu klatschen und den Oberkörper zu drehen. Es sind die Meke Tänze, Lieder und Vorführungen, wie wir sie schon oft in Fiji gesehen haben, aber noch nie so ….

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Schule in Bukami

Vorsichtig fangen Sie an zu singen, aber schon nach kurzem ist die Scheu vor uns Weißen verflogen und die Kinder schmettern uns mit Ihren zauberhaften Stimmen ihre Lieder entgegen, dass uns die Augen feucht werden. Hier sitzen wir nun, mitten in der Südsee und hören Kinder zu, die nicht mehr besitzen, als die Kleider, die sie tragen. Einige müssen sogar mehr als eine Stunde pro Strecke barfuß in die Schule laufen. Diese Kinder versprühen eine Lebensfreude, die uns alle ansteckt, die alle Probleme in unserer  Heimat trivial erscheinen lassen. Alle sind wir gerührt, und jeder hofft, dass sich diese Kinder noch lange diese positive Lebensfreude erhalten können. Nach den Liedern  fragen wir, ob wir mit den Kinder Fotos machen können … Auch da ist die kurze Scheu vor der anderen Hautfarbe schnell abgelegt und jeder möchte sich mit unseren Mädels fotografieren lassen … zum Schluss werden wir von den Kinder überrannt, und auf den Bilder sind nur noch die Fijikinder zu sehen. Die fröhlichen Kinder aus der Schule beschäftigen noch lange unsere Gedanken – unsere Mädels möchten sofort in das Dorf ziehen und hier zur Schule gehen ….

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Die Schulkinder sind uns sofort ans Herz gewachsen.

Zum Abschied drücken wir viele kleine und große braune Hände und wissen – hier waren wir nicht zum letzten Mal. Zurück im Hotel sind wir alle doch sehr schweigsam geworden, jeder hängt mit seinen Gedanken noch im Dorf Bukami und bei den fröhlichen Kindern – zu krass ist einfach der Unterschied zwischen dem Leben draußen im Dorf und der luxuriösen Atmosphäre im Hotel. Am Nachmittag finden wir uns wieder zur „Rifffischbestimmung“ am Strand ein – mit einer wasserfesten Übersichtskarte, können wir nun auch schon während des Schnorchelganges die einzelnen Fische mit Namen benennen.

Am Abend findet vor dem Swimmingpool eine Meke Aufführung des Hotelpersonals statt. Statt der fröhlich blau gemusterten Hemden tragen jetzt alle ihre Baströckchen und schwingen die Kriegswaffen durch die Luft. Mal klatschen die Frauen den Rythmus und singen, mal sitzen die Männer am Boden und lassen die Frauen tanzen…. Am Ende schütteln wir allen die Hände und fühlen uns aufgehoben wie in einer großen Familie. Home, away from home …!

Unser letzter Tag auf der Yasawa Insel bricht an. Heute haben wir einen ganz besonderen Ausflug geplant. Picknick an einem einsamen Strand … Nach dem Frühstück vertreiben wir uns die Zeit beim Sonnenstrahlen zählen auf unserer Terrasse. Gegen Mittag besteigen wir wieder eines der kleinen Motorboote zusammen mit unserer Schnorchelausrüstung, einem Sonnenschirm und drei großen Kühlboxen… Die Fahrt Richtung Norden dauert ca. 30 Minuten bis wir an eine Landzunge kommen, die auf der einen Seite mit einem herrlichen weißen Sandstrand in die türkisblaue Lagune abfällt und auf der anderen Seite  durch einen großen schwarzen Fels begrenzt ist. Schnell sind wir ausgestiegen und haben unsere Sachen ausgeladen. Dem Kapitän nehme ich das Versprechen ab, uns hier nicht zu vergessen, sondern nach drei Stunden wieder zu kommen.  Wir sind hier wohl direkt auf einer Südseepostkarte gelandet. Das blaugrüne Meer umspült die weißsandige Landzunge, die Palmen wiegen sich im Passatwind, nur die Delphine, die über den Regenbogen springen sehen wir noch nicht.

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Strände, wie sie nur die Südsee bieten kann.

Der Strand ist traumhaft, wir springen ins Wasser schnorcheln hinaus in die Lagune und öffnen dann die drei Kühlboxen ….  Was wir da auspacken reicht für drei Wochen, ein Seafood Lunch mit allen Köstlichkeiten, die der Pazifik hergibt. Die Küche des Hotels hat uns so viel leckere Dinge mitgegeben, dass wir uns wie im Schlaraffenland fühlen … nur das uns die Trauben nicht in den Mund wachsen … unsere Mädels veranstalten ein Model Fotoshooting am Strand , wie machen Bilder und genießen einfach den Augenblick. Fast auf die Minute genau kommt unser Boot um die Ecke, um uns abzuholen – wirklich schade, denn hier sind wir alle in unseren Südseeträumen angekommen. Am Abend beim Abendessen erzählen wir allen im Hotel von unserem Ausflug zu einem der schönsten Strände der Yasawa Inselkette.

An nächten Morgen müssen wir die Koffer wieder packen. Von der kleinen Rasenpiste startet unser Flieger Richtung Hauptinsel Viti Levu. Der 30 minütige Panoramaflug zeigt uns die ganze Inselkette der Yasawas und Mamanucas noch einmal von oben – der herrliche Abschluss einer aufregenden und ereignisreichen Zeit auf den Inseln. Vor unserem großen und langen Rückflug verbringen wir einen letzten Tag im Hotel Westin. An diesem Abend sind wir bei fidschianischen Freunden eingeladen und erzählen von alten Zeiten.

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Tschüss Fidschi, Hallo Frankfurt…

Unser Rückflug mit Korean Air verlässt Nadi um 09.00 Uhr morgens. 10 Stunden, oder 2 Essen und drei Film lang dauert der Flug nach Seoul. In Seoul am Connection- Desk erhalten wir die Unterlagen für unser Stopoverhotel, das die Fluggesellschaft für uns gebucht hat. Wieder werden wir mit einem sehr moderne Shuttelbus zum Hotel in Incheon gebracht. Nach dem Abendessen im Hotel fallen wir erschöpft in die Betten.

Nach einem guten und ausgiebigen Frühstück und 6 km auf dem hoteleigenen Laufband sitzen wir schon wieder im  Shuttlebus zum Flughafen. Unser Rückflug nach Frankfurt dauert 11 lange Stunden, aber Korean Air bietet eine der komfortabelsten Economy-Klassen. Der  Service an Bord ist erstklassig und die Auswahl an Filmen und Spielen über das Entertainment-Programm im Vordersitz absolut vielfältig.  Und so kommen wir nach drei eindruckvollen Wochen im Pazifik glücklich und ein wenig müde vom langen Flug an einem Samstagabend bei herrlichem Sonnenschein in Frankfurt an.

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  1. Avatar

    FIJI ist ein gefährliches Land, nicht auf den 1. aber auf dem 2.Blick,
    schreckliche Vorkommnisse, es ist kein Land für Auswanderer.
    Grauenhafte ERLEBNISSE.
    Annette Ernst

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