Must Eat Papua Neuguinea: Sago-Würmer


Sago-Würmer in Papua-Neuguinea

Gleich vorweg – dieser kulinarische Tipp ist nichts für schwache Nerven (Mägen). Wenn Sie als also nur essen, was Sie schon kennen, dann lesen Sie am besten gar nicht erst weiter. Wer jedoch einem kleinen kulinarischen Abenteuer nicht abgeneigt ist, der kommt hier vielleicht auf seine Kosten.

Die Rede ist nämlich von einem kleinen aber feinen und vor allem proteinreichen Lebewesen, das beinahe überall in den Tropen als Delikatesse verspeist wird: Der Sago Wurm ist die Made des Rüsselkäfers und lebt im abgestorbenen Holz von Sago-Palmen, wo er sich über viele Wochen hinweg dick und rund frisst. Allerdings nur solange bis er von einem hungrigen Menschen gepflückt und genüsslich verspeist wird, beispielsweise geröstet als eiweißreiche Beilage zu Reis oder Kochbananen.

Eigentlich gilt der Sago Wurm als Schädling, denn er baut nicht nur Totholz ab, sondern zerstört auch lebende Palmen. Doch die Einwohner Papua Neuguineas haben einen Weg gefunden, den Rüsselkäfer zu überlisten: Sie lassen das Totholz der gefällten Palmen einfach liegen und bieten so ihrem Lieblingssnack optimale Lebensbedingungen, ohne ihren Baumbestand zu gefährden.

Wer jetzt mit der Nase rümpft, sollte sich klar machen, dass Maden zu den nährstoffreichsten Fleischlieferanten überhaupt zählen. So ist der Sago Wurm nicht nur besonders proteinreich, sondern liefert auch jede Menge Calcium und Vitamine. Eine kleine Fettbombe ist der Wurm jedoch auch, er hat einen ähnlichen Fettgehalt wie Schweinefleisch und wird aus diesem Grund von Forschern als Geheimwaffe gegen Hungersnöte gehandelt.

Und wie isst man den kleinen Appetizer? Probieren Sie doch mal Made im Teigmantel – über offener Flamme gebacken entfaltet sich das Aroma am besten.

Foto: Hergariz // CC 3.0 via Wikipedia
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