Poke-Hype! Hawaiis Wunderessen erklärt inkl. 3 Rezepten


Poke-Bowl

Und? Waren Sie auch schon Poke essen?
Wenn Sie sich jetzt fragend am Kopf kratzen, dann haben Sie den vielleicht leckersten Kulinarik-Hype des Jahres verpasst: Poke Bowls sind das hawaiianische Nationalgericht und seit kurzer Zeit auch bei uns in Europa der totale Trend. Aus gutem Grund übrigens: Poke Bowls sind nicht nur ausgesprochen lecker, sie sind auch sehr gesund. Und wie schmeckt der Poke Trend? Wie die Südsee zum Löffeln!

Was sind Poke Bowls eigentlich?

Ursprünglich stammt Poke – man spricht es übrigens wie Pokay aus – aus Hawaii. Dort wird es als typisches Street Food an jeder Straßenecke verkauft und zu jeder Tageszeit gelöffelt. Dabei bedeutet das hawaiianische Wort Poke eigentlich „in Stücke schneiden“. Das bezieht sich auf die Hauptzutat der Poke: Fisch. Denn ursprünglich war das hawaiianische Nationalgericht ein einfacher Fischsalat, bestehend aus rohem Seefisch, der mit Meersalz, Seetang, Nussöl und Algen angemacht wurde. Japanische Einwanderer entwickelten das Rezept weiter und fügten Zutaten wie Sojasoße und Suhsireis hinzu. Koreanische und chinesische Einwanderer taten dasselbe und legten noch sauer eingelegtes Gemüse (sogenanntes Kimchi), Ingwer und Erdnusssoße oben drauf.

Die Kalifornier auf dem amerikanischen Festland machten aus dem Multikulti-Gericht schließlich einen Fitnesstrend: Angereichert mit frischem Gemüse, Südseefrüchten und Tofu wurde das hawaiianische Traditionsgericht in den 1970ern vor allem bei Gesundheitsbewussten und Hippies zum absoluten Trend-Essen.

Und heute? Heute haben junge, urbane Kosmopoliten Poke neu entdeckt – und neu aufgelegt: Ob vegan mit Tofu oder glutenfrei mit Quinoa statt Reis, ob fruchtig, säuerlich oder salzig –gesund ist Poke in jedem Fall. Und obendrein richtig lecker.

Aloha in der Schüssel

Es scheint, als träfe das hawaiianische Nationalgericht gerade den Nerv der Zeit: Nicht nur Gesundheitsapostel schwören auf Poke Bowls, auch Fernwehgeplagte und Foodblogger lieben die bunten Schüsseln.
Es ist aber auch wirklich Instagram-tauglich: Alle Poke Bowls sind so bunt und vielfältig, dass man schon vom puren Ansehen Appetit bekommt. Die unterschiedlichen Aromen aus salzig, mild, fruchtig und scharf sowie die verschiedenen Texturen sorgen für eine echte Geschmacksexplosion im Mund.

Dabei ist Poke unheimlich einfach in der Zubereitung und lässt sich auch – anders als beispielsweise Sushi – prima Zuhause kochen. Doch viel lieber geht die urbane Mittelschicht in Poke Bowl Restaurants, denn dort wird einem nicht nur gesundes Essen, sondern auch ein hawaiianisches Lebensgefühl vermittelt: Pastellige Farben, Surfbretter an den Wänden – Poke Restaurants bringen das Südsee-Feeling in die Großstadt. Die bunten Bowls transportieren lässige und einfache Lebensart, aus der Schüssel isst es sich ja auch demokratischer und einfacher als von Tellern mit komplizierten Gerichten. Ihr möchtet das mal ausprobieren. Hier meine 10 Poke-Restaurant-Tipps für Euch!

Die 10 besten Poke-Restaurants in Deutschland

Fast in jeder europäischen Großstadt sprießen Poke Bowl Restaurants aus dem Boden: In Frankfurt, München, Berlin und Hamburg isst man hawaiianisch ebenso wie in Tübingen, Leipzig, Hannover und Regensburg. Einige Lokale haben es sogar zu richtiger Berühmtheit gebracht:

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Poke Bay

Die erste Poke-Kette Deutschlands mit bisher 8 Restaurants ist momentan DAS Trendlokal für Hawaii-Freund und Gesundheitsbewusste. Fans von pazifischer Küche finden hier unzählige Variationen zur Auswahl.


Dragon Bowl

Das Dragon Bowl gilt als Berlins leckerstes Poke-Restaurant und bietet nicht nur eine Vielfalt an Bowls, sondern auch diverse Smoothies.


 

Kahuna Poke Brothers

Hawaii am Main gibt es bei den Kahuna Poke Brothers in Frankfurt. Kreatives Soulfood aus Hawaii und eine entspannte Atmosphäre gibt es hier.


Piff Paff Poke

Die Hansestadt hat unzählige Poke Restaurants auf Lager, einige davon haben sich auf Nachhaltigkeit spezialisiert, wie Piff Paff Poke: Nachwachsende Rohstoffe für Verpackungen und alle Bowls gibt es auch in der veganen Variante. Wenn das nicht schmeckt!


Maloa Poke

Unter dichtem Grün speist man hier traditionell hawaiianisch und kann sich über eine immense Auswahl freuen. Ebenfalls ein Franchise, auch 3x in Berlin.


Minmin

Im Minmin bekommt man nicht nur leckere Poke, sondern auch diverse Suppen angeboten. Das Schüsselkonzept wird hier also radikal durchgezogen!


Poke Ichi

Auch Bremen hat seit 2018 sein eigenes Poke-Restaurant, in dem man an einer Theke seinen Bowl frisch zusammenstellen kann.


Fishbowl Poke Bar

Wer Fisch mag, wird das Fishbowl Poke mitten im angesagten Glockebachviertel nicht mehr verlassen wollen: Diverse Poke Bowls mit frischem Fisch, Meeresfrüchten oder auch vegan lassen hier echte Urlaubsgefühle aufkommen.


Mahalo Poke Corner

Lecker und  typisch hawaiianisch speist man im gerade erst im Juni 2019 eröffneten Mahalo in Mannheims Trendviertel.


Aloha Poke

Wo: Düsseldorf, Nürnberg, Münster

Web: https://www.aloha-poke.com/

Das Franchise-Unternehmen Aloha-Poke gibt es nicht nur in den größten Städten Deutschlands, sondern auch in „kleineren“ wie Nürnberg. Die Qualität ist überall hoch, ich durfte zwar selbst noch nicht probieren, die Bowls sehen aber superlecker aus.

Du möchtest deinen Poke Bowl lieber zu Hause selbst machen? Dann habe ich hier drei tolle Rezepte für dich.

3 tolle Poke Rezepte (für 2 Personen)

Klar: Wer Sushi mag, wird Poke lieben. Die leckere Mischung Fisch, Reis, würziger Soße und exotischen Highlights wie die süß schmeckenden Früchte des Lichtnussbaumes macht Poke zu einem wahren Suchtmittel. Fisch, Reis, Gemüse und Obst, dazu Nüsse, Sprossen und exotische Gewürze – Poke Bowls vereinen die unterschiedlichsten kulinarischen Traditionen der Südsee in sich. Ob typisch hawaiianisch mit viel frischer Ananas und scharfen Soßen oder japanisch angehaucht mit Seetang, Wasabi und Reis – die Rezepte für Poke Bowls sind mannigfaltig und lassen sich nach Herzenslust neu interpretieren. Oft kommen noch Avocados, Ingwer und klassische hawaiianische Früchte mit in die Schale.

Poke mit Algensalat

  • Ca 150 g frischen rohen Lachs oder Thunfisch
  • Frischen Algensalat
  • Saft von einer Zitrone oder Limette
  • Etwas eingelegter Ingwer
  • Sojasauce, Sesamöl und Sesamkörner
  • 1/2 Tasse Quinoa, Couscous, Hirse oder Sushireis
  • Frisches Gemüse wie Karotten, Avocado, frische Minze oder Koriander

Quinoa, Couscous, Hirse oder Reis mit der doppelten Menge Wasser und etwas Salz kochen. Für die Marinade: Sojasauce, Ingwer, Limette und Sesam vermengen. Den Fisch waschen, trocknen und in kleine Würfel schneiden. Anschließend in die Marinade einlegen und etwas ziehen lassen. Ggf. etwas salzen und pfeffern. Die restlichen Zutaten (Karotte, Avocado, Minze oder Koriander und nach Belieben Gurke, Tomate etc.) klein schneiden. Anschließend das Getreide in zwei große Schüsseln aufteilen, den eingelegten Fisch und die Sauce dazugeben und mit Algensalat und geschnittenen Gemüse anrichten.


Veganes Ananas Poke mit Tofu

  • 400 g fester Tofu
  • 60 ml Sesamöl
  • 60 ml Sojasauce
  • 2 Esslöffel Ananassaft
  • 1 Esslöffel Reisessig
  • 1 Stück Ingwer (ca. 1 cm)
  • 1 Teelöffel Sesam
  • 1/4 Teelöffel Chili-Knoblauch-Sauce
  • 1 Limette

Für das Poke

  • 200 g Ananas
  • 1 Avocado
  • 1 Limette
  • 150 g Gurke
  • 1 Möhre
  • 70 g Quinoa oder Reis
  • 1 Chili
  • Schnittlauch zum Garnieren

Ingwer schälen und reiben oder fein hacken. Limettenschale abreiben und Saft auspressen. Ingwer, Limettenschale und Saft mit den restlichen Zutaten der Marinade vermischen. Tofu würfeln und hinzugeben und mindestens 5 Minuten ziehen lassen. Ananas schälen, vierteln und faserigen Kern entfernen. Fruchtfleisch hacken. Avocado schälen und entkernen. Avocado und Gurke in feine Scheibchen schneiden, Avocado mit Limettensaft beträufeln. Möhre schälen und raspeln. Chili in feine Streifen schneiden. Alles in Schüsseln anrichten und mit Schnittlauch garnieren.

Quinoa auf Schüsseln aufteilen und mit Tofu, Ananas, Gurke und Möhre belegen. Restliche Marinade darüber geben. Mit Schnittlauch, Chili und Sesam bestreuen und servieren.


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#pokebowl

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Poke Bowl mit Garnelen und Mango

  • 240 ml Reisessig
  • 6 Esslöffel Sojasauce
  • 4 Esslöffel Sesampaste (Tahina)
  • 4 Limetten
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 300 g geschälte Garnelen
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Mango
  • 4 Esslöffel Wakame-Algen-Salat
  • 1/2 Avocado
  • 1 kleiner Salatkopf
  • eingelegter Ingwer
  • Sesam
  • Koriander

Salat gründlich waschen, in kleinere Stücke reißen und abtropfen lassen. Limettenschale abreiben und Limetten auspressen. Reisessig, Sojasauce, Sesampaste, Limettenschale, Saft und Zucker in einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Etwa 5 Minuten mit einem Schneebesen rühren, bis sich die Sauce verbindet und etwas eindickt. Abkühlen lassen und kalt stellen. Mango schälen und würfeln. Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Avocadokern herausnehmen und mit einem Löffel Fruchtfleisch aus der Schale holen. Avocado würfeln. In einer kleinen Pfanne Öl erhitzen. Garnelen ca. 1 Minute von jeder Seite anbraten. Anschließend in die Sauce legen. In Schüsseln Salat als Basis verteilen. Darüber Mango, Avocado, Wakame und Garnelen mit Sauce geben und mit Frühlingszwiebeln, etwas eingelegtem Ingwer, Sesam und Korianderblättern garnieren.

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