Kunden-Reisebericht: Cook Islands & Französisch Polynesien Juli 2019


La Orana! So wurde ich nach Monaten Vorbereitung, 36h Wanderung auf Rarotonga empfangen. Gestartet von Dresden ging es über Frankfurt und Los Angeles nach Rarotonga. 21h reine Flugzeit bieten genügend Ausblicke auf unsere kleine doch unglaublich vielfältige Welt, welche einen jegliche Probleme vergessen lassen. In Los Angeles gelandet ging es direkt zur Border Protection, doch durch genaue Vorbereitung erwartete ich nichts böses, außer konzentrierte Officers. Reisepass am Counter eingelesen, Ticket erhalten und mit Reisepass konnte ich nach kurzer Wartezeit den Koffer erneut abholen und aufgeben.

Mit Air New Zealand ging es dann 9h lang über den Pazifik zum Zielort. 7 Uhr Ortszeit verließ ich den Flughafen und wurde direkt von einem Mitarbeiter des Palm Grove Hotels empfangen. Bei Internationalen Flügen wurde auch direkt der Shop für die BlueSky Simcard geöffnet und für 50 NZD erwarb ich eine 3GB Flat, die für 7 Tage völlig ausreichte. Das Hotel übergab das Zimmer gegen 12 und so konnte ich bereits bei einem ersten Spaziergang die Insel erkunden und landete über 6km bei einem Gottesdienst, einem jungen, motivierten Mitarbeiter von Polynesian Rental Cars und unterhielte mich direkt mit einem Einheimischen über Gott und die Welt.

Schon in Deutschland buchte ich meine Aktivitäten und so stand nach der ersten Nacht eine geführte Wanderung zur „Needle“ auf dem Plan. Der Sammelbus erschien pünktlich und war bis auf den letzten Platz voll. Am Ausgangspunkt, welcher nördlich der Insel lag, erwartete uns Bruce, der Neffe vom berühmten PA, der die Tour auf unnachahmliche Art und Weise gestaltete. Über steile Hänge und Wurzeln erreichten wir unter schweißlaufenden Gesichtern den zweithöchsten Punkt der Insel. Ein waghalsiger Schritt stand noch bevor. Eine kleine Klettereinheit zur Aussichtsplattform die mit ihrem Ausblick jede Anstrengung belohnte. Nach der kleinen Fotosession, für jeden der sich traute den Weg zu erklimmen, gab es dann für alle saftige Sternenfrucht und Orangen als Belohnung.

Die ganze Zeit war es mir gelungen immer mal wieder Kontakt zu Bruce zu erlangen und Fragen über sein Leben und die Insel und Kultur zu stellen. So erfuhr ich etwas über die Gesetze und Traditionen der Einheimischen. Zum Abschluss der Wanderung erwartete uns ein Wasserfall und für diejenigen die es wollten war er gleichzeitig eine Abkühlung. Die kleinen Mankos der Wanderung, wie die Mücken und der Bau des neuen Wassersystems, waren völlig vergessen beim Lunch am Strand. Für den Preis von 80 € wurde einem Früchte und Burger gefertigt und währenddessen die sozialen Kontakte geknüpft.

Mein Plan war es den Führerschein (Cook Islands Driver License) in Avarua, der „Hauptstadt“ von der Polizeistation abzuholen um die Möglichkeit zu haben einen kleinen Scooter zu mieten. Die Frau von PA war so freundlich und nahm mich mit in die Hauptstadt, während die anderen Teilnehmer zurück in die Hotels gebracht wurden. Auf der Fahrt lauschte ich genüsslich den Geschichten von PA und erzählte ihr vom hektischen Leben in Deutschland. In Avarua angekommen lief ich zu einem ATM um 20 NZD für den Führerschein in bar abgeben zu können und erhielte nach Vorzeig meines heimischen Führerscheins das kleine Souvenir.

Ich erkundete noch ein wenig weiter die Hauptstadt, doch beschloss dann nach 7km Bergwanderung noch ein wenig Zeit am Strand zu verbringen. Ich plante mit dem Bus zu fahren, doch beschloss dann doch zu trampen und so lernte ich eine neuseeländische Familie kennen die mich 3 km näher an mein Hotel brachte und den Rest lief ich zu Fuß. 14,7 km waren bei Ankunft gelaufen und der Strand eine verdiente Belohnung. So waren bereits 2 Tage vergangen und am 3. Tag erkundigte ich auf eigene Faust mit einem Scooter den Muri Beach und die gesamte 34km Küstenlinie. Die Meeresluft und der rauschende Wind im Gesicht waren ein unbeschreiblich schönes und freies Gefühl, welches ich nie vergessen werde.

Von Rarotonga nach Aitutaki

Am Mittwoch erwartete mich Aitutaki mit seiner Lagune bereits auf mich und ich ergatterte den besten Platz im Flugzeug. 1A. Eine kleine Maschine für 30 Personen flog ohne Security Check 50min zum Zielort und mir war es erlaubt den schönsten Blick bei einem Landeanflug zu haben. Die Fotos sprechen für sich! Alles war perfekt geplant.

Ich wurde erwartet und mein Zimmer im Aitutaki Village war einzugsbereit, doch verpasste ich ein wenig das Personal, weil ich vom Blick auf die Lagune gefangen war. Ich hatte auf einmal einen falschen Schlüssel, für ein ganz anderes Zimmer. Aber die Leichtigkeit des Lebens auf den Inseln bewahrte mir die Ruhe und so tauschte ich den Schlüssel einfach wieder. Direkt auf der anderen Straßenseite lag das Restaurant, direkt an der Lagune. Der schönste Ort um sich das Essen schmecken zu lassen!

Ich tauschte meine Sachen für schwimmfähige Kleidung und lief in die Lagune und konnte mein Glück dort zu sein nicht fassen. Ich dachte es könne nicht getoppt werden, doch ich sollte eines Besseren belehrt werden. Am Abend traute ich meinen Augen nicht. Gegen 19:30 konnte man den Schleier der Milchstraße mit bloßem Auge sehen und so rannte ich zur Kamera und schoss die schönsten Fotos meines Lebens.

3h nach dem Abendessen verbrachte ich mit Fotos schießen. Kleine Tricks mussten mich unterstützen. So nutze ich eine Mülltonne als Stativ! Einfach den Geist nutzen, denn nur einmal war der Himmel so klar! Wer auf Aitutaki eines Tages ist sollte es nicht verpassen eine Bootstour zur One Foot Island zu machen. Über kleine Motus, wo wir weitere Leute einsammelten ging es zum Schnorcheln und schließlich zu einer Sandbank, von der wir aus zur Insel durch das Wasser stiefelten. Es war einfach traumhaft. So wie die Wanderung buchte ich auch die Bootstour über das PTH und so brauchte ich nur meinen Namen nennen und alles war geklärt.

Auf der gesamten Reise hatte ich nie Probleme mit den Dokumenten oder geplanten Aktionen, die ich vorher gebucht hatte. One Foot Island überraschte unsere Gruppe auf verschiedene Weise, so traf man eine wilde Katze, bekam den Stempel in seinen Reisepass und schnorchelte mit großen Fischen. Ein leckeres Mittagessen von einem Einheimischen gekocht, befriedigte unseren Hunger und lies uns alle in Gespräche kommen. Am nächsten Tag erklomm ich in etwa 20 min den höchsten Punkt der Insel. Sicher geht es auch schneller, doch dachte ich nicht an die Zeit, die auf der gesamten Reise nur beim Warten zu spüren war. Das Aitutaki Pacific Resort bietet jeden Tag am Nachmittag eine happy hour an, bei der es Cocktails zum halben Preis gibt. So verließ man diese Insel auch schon nach 3 Tagen wieder und machte sich auf den Weg mit Air Tahiti nach Papeete.

Auf nach Tahiti!

Leichte Verspätungen muss man, meiner jetzigen Erfahrung nach einplanen. Bei Ankunft in Papeete (1 1/2h Verspätung) wurde ich nicht von der Agentur vor Ort empfangen und musste ein Taxi zum Hotel nehmen, was mich 30 $ kostete. Traurigerweise steht die Agentur bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu ihrem Versäumnis, dennoch kümmerte sich das PTH sorgfältig um einen und nach einem Anruf gelangten die Unterlagen zum Hotel und so war alles sicher. Plan der Etappe Frz. Polynesien war es, über Moorea nach Bora Bora zu gelangen bevor es wieder in die Maschinen für den langen Heimflug ging.

Moorea erwartete mich nach 10 Minuten Flug mit dunkleren Wolken und einer 30min Fahrt zum Hotel Hibiscus. Es bedarf kein 5 Sterne Luxusresort um die Schönheit der Inseln zu erkunden. Zu Fuß kaufte ich etwas ein und besichtigte mit einem Kanu die 2 kleinen Motus, auf der Nordwestseite der Insel. Im Hotel nahegelegenen Restaurant genoss ich Pizza und Cocktail und freute mich auf eine weitere Bootstour. Um 7:30 wurde ich abgeholt und der Crew vorgestellt, die die Touren durchführten. Aufgeweckte und dankbare Einheimischen zeigten uns ihre Heimat. Zeigten uns die Stingray Rochen, die Meeresschildkröten und Schwarzspitzhaie. Wie man eine Kokosnuss ohne Machete öffnete und wie man traditionelle Gewänder faltete. In Worten ist die Reise nicht so leicht zu beschreiben wie mit Bildern, daher empfehle ich den Bildern mehr zu entnehmen.

Moorea hielt aber noch eine Überraschung für mich bereit. Wegen schlechtem Wetter und zu starken Winden musste ich eine zusätzliche Nacht auf Moorea verbringen und verlor ein Tag auf Bora Bora. Die Laune war dem entsprechend schlecht, doch lernte ich so US-Amerikaner kennen und teilte meine Geschichte. Meine besonderen Momente und meine Heimat. Bora Bora erwartete einen wie auf allen Instagram Fotos zu sehen. Es fühlte sich irreal an, direkt auf der Insel zu stehen. Ich plante meinen einzigen vollen Tag im Four Seasons Resort zu verbringen und schnupperte so das Leben von ein wenig Luxus und schoss 2/3 Bilder für mich als Erinnerung. Leider ging so auch eine weite und schöne Reise zu Ende. Ich hoffe Bilder erzählen mehr als diese Worte.

Großen Dank geht an das Team vom PTH, welche zu jeder Zeit erreichbar waren und einem eine unvergessliche Reise bescherten. Ich wünsche ihnen alles Gute und hoffe bald wieder einmal die Welt mit dem PTH zu erkunden.

Oskar B.

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