Ausstellungstipp: Hawai’i revisited im Linden Museum Stuttgart


Die James-Cook-Sammlung Göttingen im Dialog mit zeitgenössischer Kunst

Bereits 2017 hat das Linden-Museum in Stuttgart eine spannende Ausstellung über den amerikanischen Bundesstaat Hawaii ins Leben gerufen. Die jetzt kurarierte Ausstellung „Hawai’i revisited“, versteht sich als Nachfolgeausstellung und beschäftigt sich mit einem zentralen Thema: Der Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit und aktuellen künstlerischen und kulturellen Entwicklungen.


Die Ausstellung „Hawai’i revisited: Die James-Cook-Sammlung Göttingen im Dialog mit zeitgenössischer Kunst“ zeigt daher Werke zeitgenössischer Künstler und verbindet diese mit Objekten aus dem 18. Jahrhundert, die aus der Cook/Forster-Sammlung der Universität Göttingen stammen. Dieses Zusammenspiel aus Vergangenheit und Gegenwart bildet einen reizvollen Rahmen, um Hawaiis Identität in seiner Gesamtheit kennen zu lernen.

Gerade die besondere Geschichte Hawaiis bietet hier viel Stoff für eine einzigartige Ausstellung: Vor 800 Jahren von polynesischen Völkern besiedelt, war Hawaii lange Zeit ein eigenständiges Reich, in dem die indigene Bevölkerung friedlich lebte. Mit der Ankunft des britischen Entdeckers James Cook 1778 erreichte die europäische Kultur nach und nach das Archipel. Als 1893 das hawaiianische Königreich gegen den Willen der indigenen Bevölkerung gestürzt wurde, kam es zu politischen Umwälzungen, die das Selbstverständnis Hawaiis bis heute prägen. Noch heute ist die Unabhängigkeit für einige Hawaiianer ein erklärtes Ziel, wenn auch ein unrealistisches. Die Ausstellung beschäftigt sich daher intensiv auch mit politischer und indigener Kunst und mit den Wurzeln der hawaiianischen Kultur.  Zahlreiche hawaiianische Künstlerinnen und Künstler werden hier repräsentiert.

Hawaii revisited ist noch bis zum 5. Mai 2019 im Linden-Museum Stuttgart zu sehen. Der Eintritt beträgt 4 Euro.

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