Kunden-Reisebericht: Tauchen in Französisch-Polynesien September 2018


Am 14. September traten wir unsere 15-tägige Reise nach Französisch-Polynesien an. Jörg Poppen hatte uns im Vorfeld sehr gut beraten und den Reiseverlauf für uns ausgearbeitet. So wurden Moorea, Bora Bora und Rangiroa zu Stationen unserer Reise in die Südsee.

Die Gepäckaufgabe am Münchener Flughafen München klappte problemlos, sodass unsere zwei Koffer direkt nach Papeete auf Tahiti „durchgecheckt“ wurden. Zunächst starteten wir mit Air France nach Paris CDG um von dort mit Air Tahiti Nui über Los Angeles nach Papeete zu fliegen. Die Maschine der tahitianischen Airline war modern ausgestattet und das Personal sehr freundlich. Auch mit der Verpflegung an Bord waren wir sehr zufrieden. In Los Angeles wurde uns der Transit durch die Mitarbeiter von Air Tahiti Nui sehr vereinfacht, da sie uns den gesamten Weg vom Flugzeug über die Einreise in die USA und zurück zum Gate mit Schildern auswiesen. So hob der Flieger pünktlich ab und wir landeten wie geplant um 21:45 Uhr auf Tahiti.

Strand Les Tipaniers Moorea

Strand Les Tipaniers Moorea

Direkt nach der Einreise, welche sich als EU-Bürger sehr einfach gestaltet, erwartete uns die lokale Agentur Tahiti Nui Travel mit bunten Blumenkränzen und den Reiseunterlagen. Diese enthielten alle benötigten Voucher für z.B. Hotels, Transfers oder Fährentickets, sowie einen detaillierten Reiseverlauf und weitere Informationen. Ein Fahrer der Agentur brachte uns in das nahegelegene Hotel Tahiti Nui, in dem wir eine Nacht verbrachten, da es bereits am nächsten Tag weiter nach Moorea ging. Das Zimmer und das Hotel insgesamt waren angenehm sauber und machten einen modernen Eindruck. Da wir schon früh aufwachten und die Fähre nach Moorea erst gegen Mittag auslaufen sollte, spazierten wir über die Promenade in das Stadtzentrum um zu frühstücken. Der Weg dorthin betrug lediglich 10 Minuten. Zurück im Hotel wurden wir von einem Fahrer abgeholt, welcher uns zum Hafen fuhr. Dort erklärte er uns wo wir unser Gepäck abgeben können und wo der Wartebereich für die Passagiere ist. An dieser Stelle bietet es sich an zu erwähnen, dass während unserer gesamten Reise alle Transfers problemlos geklappt haben und die Fahrer immer pünktlich, hilfsbereit und freundlich waren.

Schildkröte in Moorea

Schildkröte in Moorea

Auf Moorea hatten wir fünf Nächte in einem Garden Bungalow des Hotels Les Tipaniers gebucht. Dieses war eher einfach gehalten und etwas in die Jahre gekommen, aber sehr geräumig und enthielt eine kleine Küchenzeile. So liehen wir uns jeden Morgen kostenlos zwei Fahrräder an der Rezeption und fuhren zu dem nahegelegenen Ladengeschäft, um alles für ein Frühstück am Strand zu besorgen. Leider regnete es an zwei Tagen, wodurch wir gezwungen waren viel Zeit drinnen zu verbringen. Die übrigen Tage verbrachten wir an dem sehr schönen hoteleigenen Strand oder mit tauchen bzw. schnorcheln. Als besondere Aktivität hatten wir Schnorcheln-mit-Walen gebucht. Dieser Ausflug war ein einmaliges Erlebnis, da wir das Glück hatten Buckelwale und Grindwale beobachten zu können. Diese Begegnung mit solch großen und friedlichen Tieren gehört mit Sicherheit zu den schönsten Erinnerungen der Reise! Auf dem Rückweg hielt das Boot noch an einer flachen Stelle der Lagune, wo wir mit Stachelrochen und Schwarzspitzenriffhaien schnorcheln konnten. Die Tiere zeigten sich völlig unbeeindruckt von unserer Anwesenheit, sodass wir sie in aller Ruhe beobachten konnten.

Anflug auf Bora Bora

Anflug auf Bora Bora

Die zweite Station unserer Reise war Bora Bora. Allein der Flug mit der Propellermaschine von Air Tahiti war ein Erlebnis und bereits beim Landeanflug wurde schnell klar, warum Bora Bora als eine der schönsten Inseln der Welt gilt. Von unseren Plätzen auf der linken (!) Flugzeugseite aus konnten wir einen Blick auf die Lagune, die berühmten Over-Water-Bungalows und die Berge werfen. Unsere Unterkunft im Over-Water-Bungalow des 3* Hotels Maitai war einfach perfekt. Wunderschön gelegen, mit tollem Blick auf die Lagune und den benachbarten Motus ist dieses Hotel die beste Anlaufstelle auf Bora Bora. Unser Bungalow war sauber, gepflegt und hatte neben einem kleinen Balkon mit Tisch und Stühlen auch eine eigene Liegefläche zum Sonnen. Das Hotel hat neben einer Bar und einem Restaurant auch ein Strandrestaurant, wo wir jeden Abend hervorragend aßen. Der berühmte Matira Beach ist nur wenige Gehminuten entfernt. Dort beobachteten wir fast jeden Abend den Sonnenuntergang. Bei der benachbarten Autovermietung mieteten wir einen Roller und erkundeten die Insel. In vier Stunden umrundeten wir selbige und besuchten dabei die üblichen Touristenattraktionen.

Sonnenuntergang am Matira Beach

Sonnenuntergang am Matira Beach

Am Samstagabend wurde im Restaurant des Hotels ein tahitianisches Dinner angeboten. Es gab eine große Auswahl traditioneller Fisch- und Fleischgerichte, jede Menge Salate, Beilagen und Nachspeisen. Höhepunkt des Abends war der Auftritt einer Folkloretanzgruppe. Insgesamt acht Tänzer und Tänzerinnen, welche von einer Gruppe Musiker mit traditionellen Instrumenten begleitet wurden, zeigten verschiedene Arten polynesischer Volkstänze. Die Darbietung war großartig und eine gute Gelegenheit etwas von der einheimischen Kultur zu erleben.

Tanzgruppe auf Bora Bora

Tanzgruppe auf Bora Bora

Wir hatten bei der Reiseplanung auch auf Bora Bora zwei Tauchgänge gebucht. Die Unterwasserwelt mit Schwarzspitzenriffhaien, Zitronenhaien, Adlerrochen, Schildkröten, uvm. begeisterte uns jedoch so sehr, dass wir nach einem Tag Pause nochmal tauchen gingen. Die Tauchguides vom Eleuthera Bora Diving Center waren freundlich und professionell. Auch wenn das Wetter an den beiden Tauchtagen leicht regnerisch und bewölkt war hatten wir sehr viel Spaß.

Panoramablick auf Bora Bora

Panoramablick auf Bora Bora

Einsames Motu vor Bora Bora

Einsames Motu vor Bora Bora

An einem der „tauchfreien“ Tage auf Bora Bora nahmen wir uns eins der kostenlosen Kajaks des Hotels und paddelten in Richtung des Außenriffs und machten einen Stopp auf einem Motu innerhalb der Lagune. Dort hatten wir ein weißen Sandstrand für uns alleine und traumhaftes Wasser zum Baden. Leider vergingen die fünf Übernachtungen sehr schnell. So brachen wir nach gefühlt viel zu kurzer Zeit wieder auf zu unserer dritten und letzten Station in Französisch Polynesien: Rangiroa.

Steg des Maitai Hotels in Rangiroa

Steg des Maitai Hotels in Rangiroa

Auch hier waren wir wieder in einem Maitai Hotel untergebracht. Die Anlage war wieder sehr gepflegt und hatte einen tollen Pool mit Liegen und Blick auf die Lagune. Wir waren in einem Gartenbungalow untergebracht, welches zwei Wohneinheiten beinhaltete. Jede der Wohneinheiten hatte eine eigene Terrasse und ist für zwei Personen groß genug und vollkommen ausreichend. Neben dem Pool gab es eine Bar und das Restaurant der Anlage. Das Essen war wie bereits auf Bora Bora hervorragend, sodass wir ausschließlich hier zu Abend aßen.

Pool des Maitai Hotels Rangiroa

Pool des Maitai Hotels Rangiroa

Da Rangiroa berühmt ist für die einzigartige Unterwasserwelt, ging es gleich am nächsten Tag zum Tauchen mit 6 Passengers. Wir hatten als Vorbereitung extra den Advanced Open Water Diver Kurs gemacht. Leider wurden wir trotzdem einer Gruppe mit eher unerfahrenen Tauchern zugeordnet. Das führte dazu, dass wir zwei Tauchgänge früher beenden mussten, obwohl wir noch Luft für mindestens 20 Minuten übrig hatten. Abgesehen davon waren die Tauchgänge phänomenal! Sie stellten alles, was wir auf Moorea und Bora Bora erlebt hatten in den Schatten. Der Reichtum und die Vielfalt der Fische waren unbeschreiblich. So sahen wir aus nächster Nähe Napoleon-Lippfische, Thunfische, Barrakuda-Schwärme und sogar Delfine. Alles erschien uns größer und zahlreicher, als das was wir bisher kannten. Wir konnten Picasso-Drückerfische beim Korallen knabbern, Papageifische bei der Paarung und natürlich viele verschiedene Haiarten beobachten. Sogar den seltenen Großen Hammerhai mit einer Länge von geschätzten 5m sahen wir am Grund unter uns schwimmen. Beim Sicherheitsstopp des letzten Tauchgangs besuchte eine Delfin-Mutter mit ihrem Nachwuchs kurz unsere Gruppe. Auch wenn die Tauchgänge vom Ablauf stets ähnlich waren, war trotzdem jeder für sich etwas ganz besonderes. Durch den Wechsel der Strömung innerhalb der Tiputa Passage, je nach Tageszeit, ergeben sich viele verschiedene Möglichkeiten an ein und demselben Tauchplatz.

Schwarzspitzenriffhaie in Rangiroa

Schwarzspitzenriffhaie in Rangiroa

Nach zwei Tauchtagen wollten wir noch etwas mehr von dem riesigen Atoll sehen. So entschieden wir uns für einen Ausflug zur „Blauen Lagune“. In dieser Ansammlung von Inseln innerhalb des Atolls herrschte Südseefeeling pur. Nach ca. 1 Stunde Bootsfahrt erreichten wir kristallklares, seichtes Wasser mit weißen Sandstränden und Kokospalmen. Wir wateten vom Boot zur nächstgelegen Insel, wo eine kleine Holzhütte stand. Die beiden Guides fingen sofort an Feuer zu machen und das Mittagessen zuzubereiten. Bis es soweit war konnten wir schwimmen, schnorcheln oder die Baby-Schwarzspitzenriffhaie beobachten, die direkt am Strand ihre Bahnen zogen. Das Mittagessen bestand aus gebratenen Fisch, Hähnchen, Reis, Salat und selbstgebackenen Kokosbrot. Die Reste wurden im Anschluss an die kleinen Haie verfüttert. Als die Zeit war die Rückfahrt anzutreten hielt das Boot noch kurz in tieferem Wasser, wo wir mit (deutlich größeren) Zitronenhaien und Schwarzspitzenriffhaien schnorcheln konnten. Die große Anzahl der Tiere war wirklich ein Erlebnis! Nachdem wieder alle an Bord waren wurden, von dem Boot einer anderen Gruppe aus, Fischreste an die Haie verfüttert. Sehr unschön anzusehen war, dass der Guide einer anderen Gruppe die Zitronenhaie anlockte um sie dann an ihrer Rückenflosse festzuhalten. Das ist meiner Meinung nach Tierquälerei und sollte nicht als Attraktion vermarktet werden. Bei der Zufriedenheitsumfrage des Hotels haben wir das auch so vermerkt. Pünktlich zum Sonnenuntergang wurden wir am Bootsanleger des Hotels abgeliefert. Der Ausflug zur Blauen Lagune ist wirklich sehr zu empfehlen und sein Geld wert. Die kleinen Robinson-Crusoe Inseln haben wir in der Form nirgends sonst in Französisch Polynesien gesehen.

Leider verging auch auf Rangiroa die Zeit wie im Flug und es war Zeit für die Heimreise. Unser Flug von Rangiroa ging über Fakarava nach Tahiti. Dort hatten wir sechs Stunden Aufenthalt, bis der lange Flug nach Los Angeles abhob. Auch die Rückreise klappte aufgrund der guten Organisation durch Air Tahiti Nui problemlos.

Diese Reise, die Pacific Travel House für uns geplant und zusammengestallt hat, hätte nicht besser sein können. Sie war ein absoluter Traum und wir würden sie jederzeit genauso wiederholen. Auch wenn die Hin- und Rückreise sehr lange erscheint, lohnt es sich zu 100%. Wir waren mit der Betreuung durch PTH im Vorfeld der Reise sehr zufrieden und finden, dass der Preis für die Reise auch vollkommen in Ordnung ist. An dieser Stelle danken wir Jörg Poppen für die tolle Reise und die unvergesslichen Erinnerungen.

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