Unser Ziel auf dieser Papua-Neuguinea Reise mit Pacific Travel House war es in erster Linie, Vögel, besonders Paradiesvögel, zu beobachten und zu fotografieren. Von Frankfurt führte unser Weg über Singapur und Port Moresby, wo wir unseren amerikanischen Freund trafen, der uns auf der Tour begleitete, direkt nach Mount Hagen zur Kumul Lodge.
Wir waren in Bungalow 2 untergebracht. Sehr geräumig und schön. Auch die Dusche funktionierte und im Bett war sogar eine beheizbare Decke. Das war auf fast 3.000m Höhe und der damit verbundenen nächtlichen feuchten Kälte wunderbar.

Wir verbrachten 5 Nächte in der Kumul Lodge und waren während dieser Zeit die einzigen Gäste. Für uns war das toll, da sich alle nur um uns kümmerten, für die Lodge wäre es aber sicher besser, wenn mehr Gäste kommen würden. Aber wenn man heutzutage keine eigene funktionierende Homepage hat, ist das natürlich schwierig. Das Essen war auch wirklich gut, reichhaltig und sehr ansprechend gewürzt.
Unser Bird-Guide John war klasse. Wir haben am ersten Morgen den Raggiana BOP (Bird-of-paradise) sowie den Lesser BOP sehr gut und lange beobachten können. Der Magnificent BOP wollte sich leider nicht zeigen – ihn haben wir nur gehört. An den weiteren Tagen haben wir noch den Blue BOP, den King-of-Saxony und den Superb BOP beobachtet. Die Feeder an der Lodge sind herausragend: aus nächster Nähe kann man hier verschiedene Paradiesvögel, Loris u.a. Vögel beobachten.


Nach den 5 Tagen begann dann der Ärger mit Air Niugini. Deren Flüge von und nach Singapore sind prima: gute Maschine, geringe Belegung etc., aber die Flüge innerhalb PNG’s sind eine Katastrophe. Uns wurden beinahe alle Flüge abgesagt, bzw. um einen Tag verschoben. Das ist bei einem festgelegten Programm nicht wirklich hilfreich. Zum Glück ist die Agentur „PNG Explorers International bzw. PNG Explorers Japan“, mit der PTH zusammenarbeitet, fantastisch. Ich habe dort jederzeit jemanden erreicht und es wurde sich dann direkt „gekümmert“.
Unser zweiter Reiseabschnitt war Kiunga. Nachdem wir dort mit Verspätung angekommen sind (s.Air Niugini) begann somit unsere Bootsfahrt mit einem halben Tag Verspätung. Die Bootsfahrt war phantastisch, zum fotografieren allerdings nur bedingt tauglich. Das einfache Camp war ok (eigentlich besser als erwartet – genau wie das Essen) – allerdings müssen sich in den Matratzen irgendwelche Tierchen befunden haben, denn wir hatten am nächsten Morgen unzählige „Bisse“ am ganzen Körper.

Auch hier haben wir viele, sehr schöne Vögel gesehen, aber wie gesagt, schwer zu fotografieren. Das Hotel in Kiunga hatte einen guten Standard und auch das Restaurant war völlig ok. Beim Rückflug nach Port Moresby dann die bereits geschilderten Probleme mit Air Niugini. Einen Tag später funktionierte zwar der Flug, aber es kamen nicht alle Taschen mit.
Der Ausflug in den Varirata Nationalpark von Port Moresby aus war sensationell (wie unser Guide Andrew) – u.a. unzählige Raggiana BOPs beim Display – und auch noch gut zu fotografieren.


Zum Abschluss haben wir uns 6 Nächte auf New Britain im Walindi Plantation Resort gegönnt. Sehr entspannend, auch wenn man vom Strand aus nicht schnorcheln kann, sondern schon mit einem Boot weiter rausfahren muss und die Korallen auch hier der Korallenbleiche nicht entgangen sind. Dazu mit „Crazy-Joseph“ ein super Guide mit dem wir 2 hervorragende Birding-Touren unternommen haben. Unterkunft und Essen sind dort klasse.
Fazit: Das Land ist wunderschön und auf jeden Fall eine (oder mehrere) Reise(n) wert. Die Leute waren alle super freundlich und hilfsbereit. Unterkünfte und Essen sind auf einem wirklich guten Standard. „Pacific Travel House“ und „PNG Explorers“ waren Spitze – selbst an Wochenenden. Der einzige Wermutstropfen war die Unzuverlässigkeit von Air Niugini.
Frank K.


