Hautnah dran in Neuseeland – 15 Tiere die man sonst nur im Zoo sieht


Basstölpel in Neuseeland

Basstölpel in Neuseeland

Die Welt ist voller Wunder und viele davon findet man in Neuseeland. Das grüne Land im Südpazifik ist nicht nur reich an atemberaubenden Landschaften und Naturdenkmälern, sondern beherbergt auch einige der seltensten Tierarten der Welt. Dass gerade Neuseeland, Tasmanien und Australien solch faszinierende Tiere beherbergen, liegt daran, dass sich diese Landmasse vor 80 Millionen Jahren vom damaligen Superkontinent Gondwana, zu dem Afrika, Europa und der Amerikanische Kontinent gehörte, abgetrennt hat. So konnten sich hier Tier- und Pflanzenarten entwickeln, die es im Rest der Welt nicht gibt, die meisten davon Insekten, Vögel und Reptilien. 90% der Insektenarten sind endemisch, das bedeutet, sie kommen nirgendwo anders vor. Auch viele von Neuseelands Vögeln sind absolut einzigartig. Wir stellen Ihnen 15 Tierarten Neuseelands vor, die man sonst nur (oder nicht mal) im Zoo sieht. Viel Spass!

1. Kiwi

Der Kiwi ist das Nationalsymbol Neuseelands und wohl auch einer der niedlichsten Vögel der Welt. Kiwis leben in hohlen Bäumen oder Erdlöchern, wo sie auch ihre Eier legen und sind, wie viele andere Vögel Neuseelands, flugunfähig. Charakteristisch für den Kiwi ist sein langer Schnabel, mit dem er in der Erde nach Würmern, Schnecken und Insekten gräbt. Von den Maori verehrt, ist der Kiwi heute leider bedroht: Natürliche Feinde hat er keine, dafür werden ihm oft eingeschleppte Katzen, Hunde, Hermeline und natürlich Autos zum Verhängnis. In Kiwi-Schutzzonen und Aufzuchtshäusern kümmert man sich um den Bestand dieser so einzigartigen Vögel.

Kea

Kea

2.Kea

Der verspielte Kea ist, ebenso wie der Kiwi, ein endemischer Vogel Neuseelands und einer der intelligentesten Vögel der Welt. Keas gehören zur Gattung der Nestorpapageien und sind die einzige Papageienart, die auch in gemäßigten Klimazonen und sogar in verschneiten Bergen überleben kann. Zunehmend findet man Keas jedoch auch in den Städten, wo sie sich durch dreisten Diebstahl unbeliebt machen: Mit Vorliebe stehlen sie Scheibenwischerblätter und nagen gerne auch mal die Gummidichtungen von Autotüren an.

3. Glühwürmchen

Die Larven der Trauermücke leben in Höhlen, wo sie klebrige Fäden spinnen, mit denen sie ihre Beute fangen. Tausende von Larven leben in solchen Felshöhlen und sie haben eine Besonderheit: Sie produzieren ein biolumineszentes Licht, das blau leuchtet. Betritt man eine solche Glühwürmchen Höhle, so sieht man tausende blauer Lichtpunkte an der Decke leuchten – ein bezaubernder Anblick, den so schnell niemand vergisst.

Weta

Weta

4. Weta

Sie sind riesig, sehen unheimlich aus und ihre Art ist bis zu 190 Millionen Jahre alt: Die Weta ist ein wahrlich spektakuläres Insekt und ein lebendes Fossil. Riesen Wetas sind die schwersten Insekten der Welt und können ein Gewicht von bis zu 70 Gramm erreichen und bis zu 45 cm lang werden. Ähnlich wie Heuschrecken, verstecken sich Wetas in Ritzen und Spalten. Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv und sehen wirklich faszinierend aus.

5. Weka

Wekas trifft man überall in Neuseeland, denn sie sind sehr gesellig und halten sich gerne in der Nähe von Menschen auf. Die großen und flugunfähigen Vögel sehen ähnlich aus wie Hühner, zeigen aber kleinerlei Scheu vor Menschen, im Gegenteil. Ruhig und gelassen spazieren sie auf Park- und Campingplätzen umher und steigen schon einmal in Häuser und Wohnwägen ein, wenn sie glauben, einen Happen zu Essen ergattern zu können. Außerdem sind Wekas sehr territorial, sollte sich einer dieser Vögel also zufällig euren Campingwagen oder Zelt als Ruheplatz ausgesucht haben, wird er schwer zu überreden sein, sich von dort zu entfernen. Die Neuseeländer sind der Meinung, die einzige Art, eine Weka los zu werden bestünde darin, sie in einen Zug zu setzen und ihr keine Rückfahrkarte mitzugeben.

Gelbaugenpinguin

Gelbaugenpinguin

6. Gelbaugenpinguin

In Neuseeland leben mehr Pinguin-Arten als in jedem anderen Land, doch ihr Bestand ist gefährdet. Besonders selten ist der Gelbaugenpinguin, der einer der weltweit seltensten Pinguine ist. Seine Gesamtpopulation beträgt weniger als 4000 Exemplare, daher hat die Neuseeländische Regierung umfangreiche Zucht- und Schutzprogramme erlassen, um diese seltene Art vor dem Aussterben zu retten.

7. Tui

Was klingt wie ein Reiseveranstalter, ist in Wahrheit einer der musikalischen Superstars Neuseelands. Der Tui ist ein Papagei, der ein schier unglaubliches Repertoire an Klängen, Geräuschen und Gesängen hat. Tuis können hervorragend Stimmen nachmachen und lernen auch mit Menschen zu sprechen. Darüber hinaus imitieren sie alle Geräusche, die sie im Vorbeifliegen aufschnappen, von Glockengeläut, über murmelnde Stimmen, bis hin zum Sound von Videospielen.

8. Maui-Delfin

Der Maui-Delfin ist die am meisten gefährdete Meeressäugerart mit weniger als 100 überlebenden Tieren. Sie sind nicht nur die kleinsten Delfine, sondern auch sehr schwer zu schützen, denn sie halten sich nur in einem begrenzten Gebiet auf: Bislang wurden Maui Delfine nur vor der Nordküste Neuseelands beobachtet, wo die Regierung seit einigen Erdöl gewinnt. Ihr Bestand ist seither stark geschrumpft, weswegen Umweltschützer Alarm schlagen. Maui Delfine erkennt man an der abgerundeten Rückenflosse. Neben Maui Delfinen leben noch neun andere Delfinarten in den neuseeländischen Gewässern, dazu kommen zwanzig Wal- und 4 Seelöwenarten.

Neuseeländischer Seelöwe

Neuseeländischer Seelöwe

9. Neuseeländischer Seelöwe

Nur noch knapp 12.000 dieser mächtigen Meeressäuger leben auf den kleinen Inseln vor Neuseelands Küste. Damit sind die Neuseeländischen Seelöwen die am meisten gefährdeten Seelöwenart. Sie leben hauptsächlich auf der Otango Halbinsel, wo Artenschützer ängstlich ihren Bestand überprüfen.

10. Neuseeland Fledermaus

Die Neuseeland Fledermaus ist das einzige einheimische Land-Säugetier Neuseelands. Sie lebte schon zu Zeiten des Superkontinents Gondwana und hat sich über die Jahrmillionen den Bedingungen auf Neuseeland perfekt angepasst. Sie bewegt sich nachts auf dem Boden fort, wie eine Maus und ernährt sich von Samen und Nüssen. Die Tiere leben in hohlen Bäumen und können bis zu 30 Jahre alt werden.

11. Kaurischnecke

Nichts für schwache Nerven ist die Kauri Schnecke. Diese riesige Schnecke kann bis zu 10cm groß werden und frisst geräuschvoll Regenwürmer, Insekten und gelegentlich auch Artgenossen. Die Kauri-Schnecken leben nahezu ausschließlich in den uralten Kauri Wäldern von Northland und erreichen ein Alter von bis zu 20 Jahren.

Tuatara

Tuatara

12. Tuatara

Das vielleicht spektakulärste Tier Neuseelands ist die Tuatara Echse. Die Art existiert seit rund 200 Millionen Jahren und hat sich seither nicht verändert. Man bezeichnet die Tuatara Echse daher nicht umsonst als lebendes Fossil. Neugeschlüpfte Tuatara Echsen haben drei Augen aber keine Ohren. Sie können bis zu 100 Jahre alt werden und leben auf den Inseln vor Neuseelands Küste.

13. Weißer Reiher

Der vielleicht schönste Vogel Neuseelands war schon fast ausgerottet, ehe Schutzprogramme seine Art stabilisiert haben. Der weiße Reiher mit seinem schneeweißen Federkleid und den türkisfarbenen Augenringen kommt zwar im ganzen südpazifischen Raum vor, brüten tut er jedoch nur in Whataroa, nördlich des Franz Josef Gletschers.

14. Hamilton Frosch

Auch Amphibien sind auf Neuseeland endemisch – und entsprechend ungewöhnlich. Der Hamilton Frisch beispielsweise, hat weder Schwimmhäute, noch kann er quaken. Der Hamilton Frosch ist stark gefährdet, nur noch knapp 300 Exemplare leben in Neuseeland.

15. Kolossaler Tintenfisch

Der Collosal Squid, wie er auf Neuseeland genannt wird, bietet wahrlich Stoff für Legenden. Früher hielt man Berichte über gigantische Kraken für Seemansgarn, heute weiß man – es gibt sie wirklich. Das größte jemals gefangene Exemplar ist 8 Meter lang, hat drei Herzen und wiegt fast 500 Kilogramm. Man nimmt an, dass die riesigen Tintenfische sogar bis 14 Meter lang werden und ein Gewicht von bis zu 750 Kilo erreichen können. Kolossale Tintenfische leben in den tiefen Gewässern Neuseelands, wo sie sich nur äußerst selten blicken lassen.


Alle Fotos: Public Domain CC 0.0 via Pixabay
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