Vanuatu Reisen – Südsee zwischen Vulkan und Unterwasserriffen


Einwohner Vanuatus im Einbaum

Vanuatu ist eine kleine Inselgruppe nordwestlich von Fiji gelegen. Vanuatu Reisen plant man am besten über Australien oder die Fiji Inseln. Von den 83 Inseln sind nur 63 bewohnt, die Amtssprachen sind Bislama, Englisch und Französisch. Obwohl die Neuen Hebriden, wie Vanuatu früher genannt wurde, erst 1980 ihre Unabhängigkeit erlangten, sind einige der Inseln schon seit Jahrtausenden bewohnt. Funde aus dem Jahr 2000 v.Chr. belegen dies. Während des II Weltkrieges dienten die Inseln, und hier vor allem Efate und Espiritu Santo, den Amerikanern als Versorgungsbasis im Südpazifik gegen die Japaner. Heute ist Vanuatu eine aufstrebende junge Nation, die vor allem Besuchern aus fernen Ländern viel zu bieten hat.

Tauchen um Espiritu Santo – die SS President Coolidge und der One Million Dollar Point

Unweit des Ufers der Insel Santo liegt in einer Tiefe von 20 (der Bug) bis 70 Metern (das Heck) eines der größten und am besten zugänglichen Schiffswracks des Südpazifiks – die SS President Coolidge. Der Luxusliner wurde 1931 in Dienst gestellt und diente zu Beginn als Passagier- und Frachtschiff auf den Routen durch den Nord- und Südpazifik. Es stellte damals zwischen San Francisco und Japan sogar einen neuen Streckenrekord auf. Nach dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbour auf Hawaii, wurde der Ozeanriese von 199 Meter Länge als Kriegsschiff umgebaut, grau gestrichen und mit Kanonen ausgestattet.

Tauchen um Espiritu Santo – die SS President Coolidge

Vor allem als Truppentransporter nahm die SS President Coolidge ihren Dienst zwischen Melbourne, Wellington, Auckland und Bora Bora auf. Am 06.Okt.1942 startet sie in San Francisco mit Ziel Neukaledonien. Am 21.Okt. lief die SS P C durch ein Missverständnis im Kanal vor der Insel Espiritu Santo auf zwei amerikanische Mienen. Der Kapitän gab Anweisung das schwer beschädigte Schiff so nahe wie möglich ans Ufer zu steuern, um die Mannschaft so sicher wie möglich zu evakuieren. 90 Minuten dauerte es, die 5340 Mann Besatzung ans Ufer zu bringen, viele davon überzeugt, am nächsten Tag noch persönliche Dinge von Bord holen zu können. Doch das Schiff rutschte am Riff ab und versank vollständig. Es gab 2 Tote, ein Feuerwehrmann und der Kapitän Elwood J. Euart. Heute ist das Wrack für Taucher eine Sensation. Vom Strand aus ist das Schiff bequem zu erreichen. Die verschiedenen betauchbaren Decks und Saloons sind noch gut erhalten. Und darüber hinaus ist das Schiff selbst inzwischen zu einem künstlichen Riff geworden, und bietet vielen bunten Rifffischen und Korallen ein zuhause. Die Tauchguides vor Ort sind in der Regel gut am Wrack ausgebildet und haben Tausende von Tauchgängen dort absolviert. Auch für Schnorchler sind Teile des Wracks noch gut sichtbar.

One Million Dollar Point – Espiritu Santo

Nicht weit vom Wrack der SS President Coolidge gibt es einen weiteren sehenswerten Tauchspot aus dem II. Weltkrieg – der One Million Dollar Point. Es ist eigentlich ein Schrottplatz, an dem Kriegsgerät von mehreren Millionen Dollar über eine Rampe ins Meergefahren, gekippt oder geschmissen wurde. Jeeps, Lastwagen, Kanonen, Geschütze, kleine Panzer usw liegen dort direkt in einer Tiefe von 16 bis 35 Meter. 500.000 Amerikanische Soldaten waren auf Efate und Santo während des II WK stationiert. Nach der Beendigung der Kämpfe war es den Amerikanern zu teuer, alles Kriegsgerät wieder zurück ins eigene Land zu transportieren. Heute nun ist dieser Spot für Taucher und Schnorchler leicht zugänglich und gleichzeitig ein Mahnmal aus vergangenen Zeiten.

Taucher an der SS Coolidge

Tanna – der Vulkan Yasur

Einer der wohl aktivsten Vulkane der Südsee ist der Yasur auf der Insel Tanna. Mit seinen 361 Meter Höhe ist er auch einer der am zugänglichsten Feuer speienden Schlote. Von den Hotels in Flughafennähe ist der Vulkan in ca. 2 Stunden mit dem Geländewagen erreichbar. Vom Parkplatz zum 300 Meter Durchmesser umspannenden Kraterrand sind es nur 20 Minuten zu Fuß. 5 Schlote liegen im Inneren des Trichters.

Lavafotäne am Mt. Yasur

Schon am Parkplatz steigt dem Besucher der beißende Schwefelgeruch in die Nase und es regnet ihm feine Lavaasche auf den Kopf. Mit Sturzhelm und ausgebildeten Führern kann man den Kraterrand erreichen und in den rot glühenden Schlund schauen. Dort sprudelt die Lava und ca. alle 3 Minuten kann es zu kleineren Explosionen kommen, die die Lava weit über den Kraterrand hinaus nach oben in die Luft katapultiert. Die Druckwellen sind zum Teil so stark, dass es die Besucher nach hinten wegdrückt. Seit mindestens 800 Jahren ist der Vulkan schon aktiv, und schon der berühmte Seefahrer James Cook wollte ihn 1774 besteigen. Doch daran hinderten ihn die Einheimischen, für Sie war der Vulkan tabu, er ist ein heiliger Ort an dem die Seele nach dem Tode verbleibt.

Diesen Artikel jetzt teilen:
Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Pin on Pinterest
Pinterest
Email this to someone
email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*
*

*