Tasmanien – Die australische Insel im Überblick


Abgelegen, wild und ursprünglich – die größte Insel Australiens liegt weit draußen im Südpazifik und zählt zu den wohl abwechslungsreichsten Bundesstaaten Australiens. Für die Australier ist Tasmanien jedoch Hinterland, wildromantisch und bezaubernd schön, doch eben auch provinziell und ein wenig rückständig. Dieses Image hat Tasmanien sicher seiner abgelegenen Lage, doch auch seiner Vergangenheit zu verdanken: Als ehemalige Strafkolonie blickt Tasmanien auf eine bewegte und oft gewalttätige Geschichte zurück, doch langsam befreit sich die abgelegene Insel aus ihrem Dornröschenschlaf und findet zu neuem Selbstbewusstsein. Und das zu Recht: Kaum ein australischer Bundesstaat hat eine solch abwechslungsreiche Landschaft zu bieten wie Tasmanien. Regenwälder, schroffe Berge, grüne Weiden und kilometerlange Strände – die Insel ist gerade wegen ihrer unberührten Naturlandschaft ein wahres Juwel.

Mehr als „Teufel“ – Tasmaniens Highlights

Gut zwei Flugstunden trennen Tasmanien von Australiens Metropole Sydney. Die knapp 70.000 Quadratkilometer große Insel ragt aus dem Pazifik wie ein grün schimmernder Smaragd. Kein Wunder, liegt sie doch in einer Klimazone, die ihre Hügel und Täler mit einem dichten grünen Mantel überziehen.

Im Westen, wo feuchte, kühle Luft über die Landschaft streicht, prägen dichte Regenwälder das Bild, die sich an den Hängen und Bergen hinauf ziehen. Weiter im Osten hingegen, wo das Klima trockener und wärmer ist, gedeihen riesige Eukalyptuswälder. In diesen aromatisch duftenden Hainen finden vor allem Koalas ein sicheres Refugium, die sich ausschließlich von den Zweigen und Blättern des Eukalyptusbaumes ernähren – doch dazu später mehr.

Gerade die abwechslungsreiche Flora und Fauna macht Tasmanien zu einem echten Naturwunder und zu einem Reiseziel, das seinesgleichen sucht. Knapp die Hälfte der Insel ist als geschützte Zone ausgewiesen, insgesamt 19 Nationalparks gibt es hier. Rund ein Viertel der Insel ist zudem UNESCO Weltnaturerbe – aus gutem Grund:
Ähnlich wie auf Neuseeland oder anderen Pazifikinseln leben auf Tasmanien zahlreiche endemische Tierarten, also Tiere, die es nur hier gibt. Dazu zählen zum Beispiel die Filanders, die kleinste Känguruart der Welt, die mit 30cm wirklich niedlich sind. Und dann wäre da noch der Tasmanische Teufel, ein Beuteltier, das auf dem australischen Festland schon lange ausgestorben, auf Tasmanien jedoch verbreitet ist. Der Tasmanische Teufel erhielt seinen Namen wegen seines, na sagen wir aufbrausenden Wesens. Tatsächlich ist der Beutelbär ein ziemlich aggressiver Zeitgenosse, der alles anschreit, was sich ihm in den Weg stellt: Beutetiere, Autos, Menschen.

Der tasmanische Teufel

Das Wahrzeichen der Insel: Der tasmanische Teufel

Als Wahrzeichen Tasmaniens sieht man das Konterfei des Tasmanischen Teufels überall – als Maskottchen für Rugbyteams ebenso wie als Werbeträger für Konsumprodukte.

Doch neben diesem drolligen Tier hat Tasmanien auch zahlreiche andere seltene Tierarten zu bieten: Zwergpinguine, Koalas, Wombats und Schnabeltiere leben auf Tasmanien, während vor der Küste Meeressäuger wie Wale und Delfine ein sicheres Refugium gefunden haben.
Gerade für Naturliebhaber ist eine Reise nach Tasmanien daher absolut lohnenswert. Der australische Bundesstaat hat nämlich den Vorteil, nicht überlaufen zu sein, sondern hat sich seine Ursprünglichkeit bewahrt.

Tasmanien – Ein echtes Naturparadies

Ob Wandern, Klettern, Schnorcheln oder Surfen – die Liste der Aktivitäten, die man auf Tasmanien machen kann, ist lang. Dazu haben Tasmaniens Städte noch eine lebendige Kulturszene zu bieten, sodass für Abwechslung auf jeden Fall gesorgt ist.

Hier meine Top10 der Tasmanien To Dos

Einer der schönsten NP der Insel: Cradle Mountains

1) Cradle Mountain

Der beliebteste Nationalpark Tasmaniens ist der Cradle-Mountain-Lake St. Clair Nationalpark, der mit einer etwa 8 stündigen Wanderung hinauf zum Cradle Mountain punktet. Von dort oben hat man einen sagenhaften Blick über das gesamte Tal.


Wandern in Tasmanien

Über 2000 km Wanderwege warten in Tasmanien

2) Overland Track

Das Netz an Wanderwegen auf Tasmanien ist umfangreich und gut ausgebaut. Gerade in den Naturparks findet man zahlreiche traumhafte Touren, ob durch das alpine Hochland Tasmaniens, oder durch die dichten Wälder an der Westküste. Insgesamt bietet Tasmanien ein Wandernetz von etwa 2000 Kilometern, wie z.B. den Overland Track. Mehrere Tage wandert man auf dem 65 Kilometer langen Weg, der durch die Dolerit Berge bis hin zum Lake St. Clair führt. Die Route ist gesäumt von riesigen Wasserfällen, traumhaften Wäldern und herrlichen Gipfeln. Ein absolutes Must-Do auf Tasmanien.


Freycinet Nationalpark

Idyllisch: Der Freycinet Nationalpark

3) Freycinet Nationalpark

Rosafarbene Grantiberge und unberührte weiße Sandstrände erwarten den Besucher des Freycinet Nationalparks an der Ostküste Tasmaniens. Gerade Wander- und Kletterfans finden hier ein wahres Eldorado und spektakuläre Aussichten.


Cape Tourville Leuchtturm

Cape Tourville Leuchtturm

4) Cape Tourville Lighthouse

Ein Ausflug zum Leuchtturm Cape Tourville Lighthouse ist ein echtes Must auf Tasmanien. Die Aussicht von hier oben ist atemberaubend und die nächsten Strände sind auch nicht weit. Wer möchte, kann in einem der zahlreichen Cafés einkehren, die den Leuchtturm säumen.


Wineglass Bay Tasmanien

Wineglass Bay

5) Wineglass Bay

Dem Namen nach ist die Wineglass Bay ein bogenförmiger Strand dessen zuckerweißer Sand Urlauberherzen höher schlagen lässt. Hier kann man nach Herzenslust Baden, Surfen und Schnorcheln und anschließend in einer der zahlreichen Bars und Restaurants den Abend ausklingen lassen.


Hafen von Hobart

Hafen von Hobart

6) Hobart

Die Hauptstadt Tasmaniens ist wohl die hübscheste Ortschaft der Insel. Am Fuße des Mount Wellington gelegen, ist sie Ausgangspunkt für zahlreiche Ausflüge und bietet mit ihrem Naturhafen und den pittoresken Gebäuden ein ganz besonders schönes Flair.


Botanischer Garten Tasmanien

Noch mehr Grün im Botanischen Garten

7) Royal Tasmanian Botanical Gardens

Dem botanischen Garten solltet ihr auf jeden Fall einen Besuch abstatten, denn die typisch tasmanischen Pflanzen und die historische Pflanzensammlung sind wirklich sehenswert.


Kleiner Pinguin im Nest

Ein Jungtier in seinem Nest

8) Pinguin Observatorium in Burnie

Die entzückende Stadt Burnie an der Nordwestküste ist nicht nur bekannt für ihre Kolonialhäuser, sondern vor allem für ihre Pinguine. Zwergpinguine in ihrer natürlichen Umgebung könnt ihr im Pinguin Observatorium beobachten.


Orcas in Tasmanien

Auch Orcas wurden vor der Ostküste Tasmaniens schon gesichtet

9) Whale Watching

Wie überall im Südpazifik ist auch die Küste vor Tasmanien ein riesiges Meeressäuger-Gebiet. Zahlreiche Wal- und Delfinarten sind in diesen Gewässern heimisch und können auf Whale Watching Touren, z.B. beim nachhaltigen Anbieter Wild Ocean Tasmania beobachtet werden.


Seepferdchen

Schwärme an Seepferdchen können in der Binalong Bay gesichtet werden

10) Tauchen

Zwar gilt Tasmanien nicht unbedingt als bekanntestes Tauchrevier, dennoch gibt es hier zahlreiche spektakuläre Tauchspots, die ihr nicht verpassen solltet. Wer in die Tiefen der tasmansichen Unterwasserwelt hinabtaucht, der wird mit einer eindrucksvollen Flora und Fauna belohnt, die wahrlich ihresgleichen sucht. Vor allem die Ostküste der Insel von der Binalong Bay bis zur Tasman Peninsula ist für seine tolle Unterwasserwelt mit besten Sichtweiten bekannt.

Alle Fotos via Pixabay CC BY 0.0

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