Der Mount Cook Nationalpark in Neuseeland (Südinsel)


Er ist die Heimat der höchsten Berge und der höchsten Gletscher Neuseelands – der Mount Cook Nationalpark auf Neuseelands Südinsel. Diese spektakuläre alpine Landschaft zählt zu Neuseelands beeindruckendsten Naturwundern und ist geprägt von 3000 Metern hohen, schneebedeckten Berggipfeln, gewaltigen Gletschern und blauen Gebirgsseen. Aufgrund seiner Abgeschiedenheit und der absolut reinen Luft gilt der Mount Cook Nationalpark auch als eines der schönsten Sternereservate der Welt. Das „Dark Sky Reserve“ des Mount Cook Nationalparks ist als das größte geschützte Himmelsreservat anerkannt und gilt als einer der besten Orte für Sternenbeobachtungen auf der ganzen Welt. Von hier aus kann man nicht nur die Milchstraße glasklar sehen, sondern mit etwas Glück auch die Südpolarlichter, die besonders in den Monaten Juli und August zu sehen sind.
Einer Legende der Maori zufolge, sind die Neuseeländischen Alpen aus den Söhnen des Himmelsvaters Rakinui hervorgegangen: Die vier Söhne machten eine Seereise mit ihrem Kanu und kenterten an einem Riff. Der eisige Südwind verwandelte die vier Brüder in Felsen, die noch heute hoch hinauf in den Himmel ragen.

Highlights im Nationalpark

Der Mount Cook Nationalpark gilt nicht nur als  beliebtes und vielseitiges Wandergebiet, sondern auch als die beste Kletterregion der Südhalbkugel. Mit 3.754 Metern ist der Mount Cook der höchster Berg Neuseelands. Kein Wunder, dass Sir Edmund Hillary hier für seinen Aufstieg auf den Mount Everest trainiert hat!
Der Park umfasst insgesamt 23 Dreitausender, von denen der Gipfel des Aruaki (Mount Cook) mit Sicherheit der spektakulärste ist. Zahlreiche Klettersteige, Wanderwege und Steilwände laden gerade Sportler dazu ein, sich hier mit der Natur zu messen.

Doch auch ohne sportlichen Ehrgeiz lohnt sich ein Ausflug zum Mount Cook Nationalpark auf jeden Fall: Die zahlreichen Wanderwege führen durch eine der schönsten und beeindruckendsten Naturlandschaften Neuseelands und bieten atemberaubende Ausblicke über die Gipfel. Die Routen führen durch duftende Bergwiesen und entlang von türkisfarbenen Seen bis hinauf zu den schneebedeckten Gipfeln. Auf dem Weg erlebt man die neuseeländische Flora und Fauna hautnah: Mit etwas Glück begegnet man einem oder zwei Keas, einer Papageienart, die nur hier in den neuseeländischen Alpen beheimatet ist.

Ideal für Spaziergänge und leichte Wanderungen sind beispielsweise die drei Tracks Red Tarns Track, Kea Point Track und Hooker Valley Track. Alle dauern etwa zwei bis drei Stunden und sind auch für ungeübte Wanderer gut zu bewältigen. Erfahrene  Bergwanderer können sich an den Mueller Pass, den Copland Pass oder den Ball Pass wagen.

Die drei schönsten Wanderungen im Mount Cook Nationalpark

Der Kea Point Track

Dieser einfach zu begehende Wanderweg führt über rund sieben Kilometer durch eine wunderschöne alpine Graslandschaft hinauf in die Felsen der Sealy Range. Mit nur 180 Höhenmetern ist dieser Track auch für Familien mit Kindern gut geeignet und nicht allzu schwer. Besonderes Highlight sind natürlich die Keas, die diesem Weg seinen Namen geben. Die neugierigen Papageien findet man hier immer wieder, zu ihrem Schutz sollte man die Vögel jedoch nur aus der Ferne beobachten und nicht füttern. Der Kea Point Track dauert etwa zwei Stunden und beginnt und endet am Besucherzentrum DOC.

Kea Point Track mit Sealy Range im Hintergrund

Die Mueller Hut Route

Die Route zur Mueller Hut ist etwas für erfahrenere Bergwanderer, bietet aber absolut atemberaubende Ausblicke über die gesamte Region. Der Track umfasst etwa 12 Kilometer und 1100 Höhenmeter. Man schafft die Route gut an einem Tag, kann aber auch auf der Mueller Hut übernachten und dort den Sonnenaufgang über dem Hooker Valley erleben!

Der Track beginnt am DOC-Besucherzentrum und führt zunächst entlang des Kea Point Tracks, ehe es dann in felsigeres Gelände geht. Relativ rasch führt der Weg steil hinauf, immerhin sind über tausend Höhenmeter zu bewältigen. Zur Belohnung erwartet die Wanderer jedoch eine sagenhafte Aussicht auf blaue Gletscherseen und schneebedeckte Gipfel.

Die Mueller Hütte mit Mount Sefton & Mount Cook im Hintergrund

Der Hooker Valley Track

Der Hooker Valley Track ist mit seinen knapp 15 Kilometern Länge einer der beliebtesten Wanderwege des Nationalparks. Er ist, aufgrund der geringen Höhenunterschiede, auch für weniger erfahrene Bergwanderer gut geeignet, Höhenangst sollte man aber trotzdem keine haben. Endpunkt der Tour ist nämlich der Hooker Lake, ein eindrucksvoller Gletschersee am Fuße des Mount Cook. Der Weg dorthin führt über zahlreiche Hängebrücken und entlang von Flüssen und Bächen. Die Tour dauert etwa drei Stunden und ist besonders bei schönem Wetter ein absoluter Genuss.

Überquerung einer Hängebrücke auf dem Hooker Valley Track

Extratipp: Klettern im Mount Cook Nationalpark

Der Mount Cook/Aoraki ist gerade für Bergsteiger die vielleicht spektakulärste Herausforderung, doch auch der Mount Tasman, der Malte Brun und der Sefton ziehen jedes  Jahr zahlreiche Kletterfans an.

Anreise und Unterkunft

Der Nationalpark ist von der Stadt Aoraki aus gut zu erreichen und mit dem State Highway 80 auch gut angebunden. Für Wanderer und Bergsteiger gibt es innerhalb des Parks 17 Hütten, die zum Teil auch mit Kochgeschirr ausgestattet sind. In Aoraki gibt es zudem zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten in allen möglichen Preissparten: Von Backpacker Hostels über Campingplätze bis hin zu Luxusresorts haben Besucher des Parks hier die Auswahl.

Einen Besuch des Nationalparks planen wir gerne in Ihre individuelle Neuseeland Reise mit ein. Schildern Sie uns einfach Ihre Wünsche!

Fotos: Mueller Hut by Stefan V. Baumgartner CC BY-SA 4.0 & Kea Point by Krzysztof Golik CC BY-SA 4.0 - 
beide Wikimedia Commons; Rest: gemeinfrei via Pixabay & Wikimedia Commons;

 

 


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