Nachdem wir vor fast genau 2 Jahren eine Südseereise gemacht haben und sehr begeistert waren, haben wir in 2025 eine leicht abgewandelte Reise unternommen. Es gab und gibt dort noch so viel zu entdecken, dass uns nur eine Reise in diese Weltgegend nicht genügt hat.
Die Organisation der Reise haben wir wieder in die Hände von PTH gegeben, welche dies wunderbar umgesetzt haben und uns immer sehr hilfreich zur Seite standen wenn Probleme (verschwundene Koffer, abgesagte und verspätete Flüge etc.) auftraten. Es fand sich immer eine Lösung, Danke dafür noch einmal.
Anreise und Ankunft in Fiji
Dieses Mal führte unsere Route nach Fidschi, Auckland (Neuseeland), den Cook Inseln (Rarotonga und Aitutaki) und zum Schluss nach Singapur. Fidschi war im Vergleich zu 2023 neu hinzugekommen und wir waren insgesamt 4 Wochen unterwegs. Die Anreise nach Fidschi nahm 36 h in Anspruch und war zugegebener Maßen recht anstrengend. Ein Zwischenaufenthalt wäre im Nachhinein betrachtet besser gewesen. Man wird ja nicht jünger :-).
Die Ankunft auf Fidschi im Yatule Resort & Spa mit einem herzlichen “Bula, Bula” und Livemusik extra für uns, entschädigte aber für die Strapazen. Man hat sich sofort gut aufgehoben gefühlt. Das Yatule befindet an der Südwestküste, ca. 1 Autostunde vom Flughafen Nadi, auf der Hauptinsel Viti Levu. Gelegen am wunderschönen Natadola Beach bietet das relativ kleine Resort alles was es für einen entspannten Urlaub braucht. Unserer Meinung nach das ideale Resort um dem Alltag zu entfliehen und zur Ruhe zu kommen. Allerdings ist es auch ein wenig abgelegen und öffentliche Verkehrsmittel, um z.B. in nähere Städte zu gelangen sind nicht verfügbar.


Es gibt einen Spa Bereich, 2 Pools und 3 Restaurants, was wir aufgrund der Größe des Resorts erstaunlich fanden. Kulinarisch wir man rundum verwöhnt und wir waren sehr begeistert von den ausgezeichneten Gerichten. Tagsüber wird übrigens oft für die Gäste live musiziert. Ein oder zwei Musiker spielen auf Ukulele und Gitarre Fidschianisches und internationales Liedgut und begleiten das Ganze mit Gesang. Das wirkte auf uns aber nie aufdringlich, sondern trug zur entspannten Atmosphäre bei. Alle Mitarbeiter des Resorts waren sehr nett und hatten immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Gäste. Wer etwas mehr Trubel sucht ist sicherlich im benachbarten, 15 Gehminuten entfernten, Intercontinental Hotel besser aufgehoben.
Der Natadola Beach ist eine große Bucht mit breitem, fast menschenleerem Strand der sich gut zum Relaxen und baden eignet. In der Nähe des Resorts werden Reittouren entlang des Strandes angeboten, welche wir aber nicht genutzt haben. Uns taten die Pferde ein bisschen leid, die den ganzen Tag in der Sonne den Strand auf und ab trabten.


An der linken Seite der Bucht, nahe dem “Interconinental”, gibt es ein gut zugängliches Korallenriff, welches sich zum Schnorcheln und Tauchen eignet.
Das Resort bietet, neben anderen Ausflügen, auch eine geführte Schnorchel Tour an. Ist auf jeden Fall empfehlenswert, da die besten Plätze angesteuert werden.
Da das Resort etwas abgelegen ist, sind wir mit einem Taxi in benachbarte Städte gefahren. Der Preis ist erschwinglich und die Fahrer warteten sogar bis wir unsere Besichtigungstouren beendet hatten und fuhren uns anschließend zurück. Auf der Fahrt begegnete uns übrigens ein Schild in einem Fidschianischem Dorf auf dem in großen Lettern “KINDERGARTEN” geschrieben stand. Wir wussten zwar das dieses Wort eines der wenigen ist, welches in die englische Sprache Eingang gefunden hat, aber es in dieser Umgebung zu sehen wirkte doch sonderbar.


Die Städte, Sigatoka und Nadi, stellten das Kontrastprogramm zum beschaulichen Resort dar. Es gab starkes Verkehrstreiben und wir mussten uns beim Überqueren der Straßen daran gewöhnen, dass Linksverkehr herrscht. Man blickt immer zuerst zur falschen Seite. Ebenso beim Ausweichen auf dem Bürgersteig kommen einem die Leute gefühlt auf der falschen Seite entgegen. Die Bewohner der beiden Städte sind zum großen Teil indischer Abstammung. Es war alles sehr bunt, relativ laut (Lautsprecherboxen vor vielen Läden) und nach dem beschaulichen Resort waren wir so viel Trubel nicht gewohnt. Interessant sind auf jeden Fall die Märkte und die bunten Hindutempel in beiden Städten. Auch wer ein wenig schoppen oder Souvenirs erwerben möchte, wird in einer Vielzahl Läden fündig.


Den Abschluss unseres Fidschiaufenthalts bildete eine Tanz- und Feuershow, vorgetragen von Bewohnern des benachbarten Dorfes. Sie waren keine Profis und es ging auch mal ein klein wenig was schief, aber es wirkte umso authentischer und man merkte, dass die Künstler wirklich Spaß an ihrer Darbietung hatten. Spektakulär war es allemal.

Weiter nach Auckland
Nach 8 Tagen auf Fidschi ging es weiter nach Auckland in Neuseeland. Wir waren bereits 2023 dort. Allerdings nur einen Tag, da wir einen Tag zu spät ankamen. Dann waren auch noch beide Koffer verschwunden und wir mussten damals noch schnell ein paar Sachen kaufen. Es war also keine Zeit die Stadt anzusehen.
Wie auch damals war der Aufenthalt als kleiner Zwischenstopp auf dem Weg zu den Cook Inseln vorgesehen. Allerdings war der Beginn etwas holprig, da das gebuchte Taxi nicht am Flughafen erschienen ist. Wir haben dann ein anderes genommen, aber schlussendlich unser Geld vom Anbieter zurückbekommen.
Dieses Mal hatten wir zweieinhalb Tage Zeit um einen kleinen Eindruck von der Stadt zu gewinnen. Wir haben im Auckland City Hotel genächtigt, von dem aus das Stadtzentrum fußläufig gut erreichbar ist.
Auckland ist die größte Stadt Neuseelands und das Zentrum (Auckland CBD) besteht zum Teil aus vielen beeindruckenden Hochhäusern. Den besten Blick darauf und auf die Haberfront mit den vorgelagerten Inseln, hat man vom Skytower. Er ist ein 328 m hoher Fernsehturm mit gleich 2 Aussichtsplattformen. Es ist der höchste Fernsehturm südlich des Äquators. Ganz billig sind die Tickets für die Fahrt nach oben zwar nicht (ca. 23,- Euro p.P.), aber es lohnt sich auf jeden Fall.

Tipp: Am besten kurz vor Sonnenuntergang die Fahrt hinauf unternehmen, dann kann man sowohl bei Sonnenuntergang als auch später, wenn die Lichter der Stadt angehen, die Aussicht genießen. Herrlich!

Besonders Wagemutige können auch einen sogenannten “Skywalk” außen an der Plattform (natürlich gesichert), als auch einen Sprung vom Turm (an Seilen gesichert) unternehmen. Den “Skywalk” hätte ich gerne gemacht, aber es war leider zu windig dafür. Apropos Wind, leider ist auch eine von uns im Vorfeld gebuchte Wal und Delfin Beobachtungstour dem zum Opfer gefallen. Schade. So haben wir das Stadtzentrum und die Harbourfront ausgiebig erkundet.

Ein Shoppingbummel durfte natürlich auch nicht fehlen. Wir haben nicht allzu viel erworben. Der Platz im Koffer ist eben begrenzt. Interessant ist allerdings der Jadeschmuck mit verschiedenen Motiven aus der Maorikultur. Wir waren in einem Geschäft kurz vor der Harbourfront in der Hobson Street. Da musste dann doch das eine und andere Stück mit. An der Harbourfront gibt es eine Vielzahl von guten Restaurants, auch zu erschwinglichen Preisen. Wir haben dort sehr lecker gegessen.


Empfehlenswert ist auch ein Abendessen in der ältesten Pub Brauerei Neuseelands dem “The Shakespeare Hotel & Brewery” in der Albert Street. Es gibt etliche Sorten Craftbeer und gutes Essen.

Neuseeland ist auf jeden Fall ein Ziel für einen längeren Aufenthalt. Das hätte aber den Umfang dieser Reise gesprengt. Nachdem wir zwei Tage sehr viel gelaufen waren um so viel wie möglich von der Stadt zu sehen, freuten wir uns auf die Weiterreise zu den Cook Inseln.
Weiterreise zu den Cook Inseln
Weiter ging es nach Rarotonga. Wieder einmal wurden wir einen Tag jünger, da wir die Datumsgrenze überflogen. Die Ankunft war genauso schön wie 2023.
In der Ankunftshalle des Airports wird man mit polynesischen Klängen, vorgetragen von einem blumenbekränzten älteren Herrn, begrüßt. Da kommt schon das Südseefeeling auf. Dies wird noch verstärkt auf der Fahrt über die Insel zum Resort. Üppiges Grün, bunte Blüten überall und dazu der wunderschöne Blick auf die Blaue Lagune, bei der Fahrt entlang der Küstenstraße. Wir selbst wurden auch mit Blütenketten behängt, welche einen betörenden Duft verströmten und dieses Gefühl noch verstärkten.
In unser Resort, dem Palm Grove mit seiner überschaubaren Anzahl an Bungalows und dem super netten Personal, hatten wir uns schon auf der letzten Reise verliebt. Es liegt an der Südküste von Rarotonga. Unserer Meinung nach eine der schönsten Gegenden auf der Insel. Palmenbestandene leere Strände die zum Sonnen, Baden und Schnorcheln einladen. Dazu eine stete leichte Brise und angenehme Temperaturen. Besser geht nicht!


Allerdings sollte man unbedingt beim Baden Riff- oder Badeschuhe anziehen. Die kleinen Korallenstückchen im Wasser sind doch sehr hart. Das “Palm Grove” bietet diese, sowie auch Schnorchel Ausrüstung, kostenlos zum Verleih an. Das Resort hat auch ein öffentliches Restaurant das “Yellow Hibiskus”. Dort haben wir meisten abends auch gegessen. Besonders zu empfehlen ist das sonntägliche Barbecue, wo es neben Fisch oder Steak eine Unmenge an Beilagen und Salaten aus der polynesischen Küche gibt. Wir sind fast geplatzt!


Unweit entfernt befindet sich das “Vaima Restaurant and Bar”. Wir haben dort einmal sehr lecker zu Abend gegessen. Ein Tisch am Strand der Lagune zum Sonnenuntergang, bestens. Man sollte allerdings besser zuvor reservieren.

Auf halben Weg zwischen “Vaima” und dem “Palm Grove” befindet sich “Wigmors Superstore”, wo es Lebensmittel und Dinge für den alltäglichen Bedarf gibt. Der Store, die benachbarte Tankstelle und ein Imbiss sind ein beliebter Treffpunkt der Einheimischen. Nicht zuletzt, weil man hier auch ein sehr leckeres Eis bekommt. Gegenüber haben wir in einer neu eröffneten Pizzeria gegessen. Es wird alles frisch zubereitet, die Pizzen sind reich belegt und sehr groß. Wir hätten uns besser eine teilen sollen. Tja, hinterher ist man immer schlauer und so kam der Verdauungsspaziergang zum Resort gerade richtig.
Neben so viel Völlerei gilt es natürlich auch die Insel zu erkunden. Da ist recht praktisch, dass das “Palm Grove” direkt, an der wenig befahrenen, Ringstraße der Insel liegt. Die Straße ist nur 32 km lang und eine Umrundung mit dem Bus dauert ca. 50 min. Die Busse verkehren stündlich im und entgegengesetzt des Uhrzeigersinns. Wir sind auf Rarotonga stets mit den Bussen gefahren, da man auch überall zu und aussteigen kann. Es gibt zwar Haltestellen, aber wenn man den Bus einfach heranwinkt, ist es auch kein Problem und man wird mitgenommen. So kann man sich unters “Volk” mischen und ist genauso unterwegs wie die Einheimischen. Eine Fahrt kostet von Endstelle zu Endstelle 5,00 NZD (wobei die Endstelle auch der Beginn ist). Preiswerter ist eine Zehnerkarte beim Fahrer zu kaufen, dann sinkt der Preis auf 3,50 NZD. Auf diese Weise kann man die komplette Insel umrunden und hat eine sehr preiswerte Sightseeingtour.
Am Samstag haben wir wieder den “Punanga Nui Market” in Avarua besucht. Gegenüber der letzten Reise gab es einige Modernisierungen, z.B. eine neue, nach außen offene Halle, für die kleineren Marktstände.

Der Markt war wieder recht quirlig und von Einheimische und Touristen sehr gut besucht. Die Mischung aus einheimischen Produkten, Streetfood und kulturellen Aufführungen macht das Feeling dieses authentischen Marktes aus.

Es ist wirklich für (fast) jeden etwas dabei. Man findet Kunstgewerbe, Obststände, Perlenschmuck, Ukulelen in verschiedenen Ausführungen, traditionelle und moderne Kleidung, Blumenkränze und Ketten, heimische Naturkosmetik und vieles mehr. Wir haben übrigens das letzte Mal eine richtig gute Ukulele eines einheimischen Musikinstrumentenbauers erworben. Sie war nicht ganz billig, aber dafür ein echtes Instrument und kein Touristensouvenir. Zum Glück hat das gute Stück den Transport im Koffer nach Deutschland unbeschadet überstanden.

Auf dem Markt haben wir eine Schnorchel Tour mit garantierter Sichtung von Meeresschildkröten gebucht. Wir haben uns für einen Anbieter entschieden, der kleine Gruppen von max. 6 Personen führt. Die Tour findet an der Avarua Passage im Süden der Insel statt. Da wir ganz in der Nähe wohnten konnten wir am Strand entlang bequem in 10 min. dorthin laufen. Nach einer kurzen Einweisung und der Ausgabe von Schnorchelausrüstung inkl. Flossen ging es auch schon los. Zunächst durch relativ flaches Wasser bis zu einem kleinen Boot. Dieses fuhr mit uns und weiteren 4 Leuten bis in die Nähe der Passage im Riff. Zwischenzeitlich hatte es begonnen zu regnen. Dies war zwar nicht besonders schön, aber da wir ohnehin ins Wasser wollten auch nicht weiter schlimm. Nass wird man sowieso.
Nachdem wir im Wasser waren, führte uns unser Guide mit seinen zwei Mitarbeitern zur Riffkante. Das kostet erst einmal Überwindung darüber hinaus zu schwimmen. Plötzlich kann man den Grund nicht mehr erkennen, es ist nur noch ein tiefblaues Nichts zu sehen, aber das ging schnell vorüber.
An der Kante befanden sich etliche Schildkröten denen man auch recht nahe kommen kann. Natürlich ohne diese zu berühren. Es ist beeindruckend und ein besonderes Erlebnis mit diesen fantastischen Tieren, die eine ganz besondere Ruhe ausstrahlen, zu schwimmen und sie zu beobachten. Einige Rochen sowie bunte Fische rundeten das wunderschöne Erlebnis ab. Wir haben uns die ganze Zeit sehr sicher gefühlt, da der Guide und seine Mitarbeiter stehts ein wachsames Auge auf alle hatten. Außerdem nimmt der Guide viele Bilder und kurze Videos auf, welche man am Ende mittels GoPro-App auf sein Handy übermittelt bekommt.

Nach der Tour, die ca. 1h dauerte, gab es für alle eine kleine Stärkung am Strand. Ok, auch das Erlebnis kostet schon ein bisschen was, aber es lohnt sich auf jeden Fall!
Es gibt auch spektakuläre Erlebnisse die nichts kosten. So z.B. kann man an der Ringstraße in der Nähe der Start und Landebahn des Flughafens die ankommenden Flugzeuge sehr gut beobachten. Die Landebahn grenzt unmittelbar an die Straße und die großen Maschinen kommen im Tiefflug über das Meer um zu landen. Ein Traum für Plane Spotter! Sehr beeindruckend!
Tagesausflug nach Aitutaki
Ein weiteres Highlight auf den Cookinseln, sowohl 2023 als auch dieses Mal, war der Besuch des Atolls Aitutaki. Letztes Mal waren wir 4 Tage dort und in diesem Jahr hatte wir einen Tagesauflug mit Lagunenkreuzfahrt in Vorfeld mit PTH gebucht. Air Rarotonga bietet diese Tagestouren an und man fliegt mit einer kleinen Propellermaschine in ca. 45 min. von Rarotonga nach Aitutaki.

Schon die Anreise ist ein Erlebnis. Zum einen der Flug mit einer kleinen Maschine, die man nicht oft macht, und zum anderen wenn dann inmitten der Weite des Pazifiks das Atoll mit seine Blauen Lagune auftaucht, ein Traum! Die Lagune wird unserer Meinung nach zu Recht als eine der schönsten weltweit beschrieben.
Auf der Insel gibt es einige gute Hotelanlagen und eine Luxusanlage auf einem, neben der Hauptinsel gelegenen Motu. Motu heißen die kleinen Inseln, die sich rings um die Lagune befinden.
Es gibt im Wesentlichen 2 Anbieter die Lagunenkreuzfahrten auf Aitutaki veranstalten. Die Anzahl der Personen ist dabei überschaubar. Der Ablauf der Fahrten ist bei beiden sehr ähnlich. Man steuert einige palmenbestandene kleine Motus an, es gibt einen Schnorchel Stopp und der Höhepunkt ist ein Barbecue auf One Foot Island/Tapuaetai. Dieses Mal waren wir mit einem Nachbau eines traditionellen Katamarans unterwegs.

Leider war das Wetter zu Beginn nicht ganz so schön. Es war recht windig und ab und an regnete es. Dies tat der guten Laune, angesichts des blauen Wassers der Lagune umstanden von etlichen kleinen Inselchen, keinen Abbruch. Der erste Stopp galt einer idyllisch mit Palmen bewachsenen Insel, die wir bereits von unserer Tour 2023 kannten. Hier hat man Zeit in Ruhe die Insel zu erkunden, zu baden und zu relaxen. Danach ging es zu einer eigentlich für ein Korallenatoll unüblichen Insel. Sie besteht nicht aus Korallengestein und Sand, sondern aus Gestein des Vulkans der sich hier vor Urzeiten befand und nun größtenteils versunken ist. So sind übrigens alle Südseeatolle entstanden.

Die Insel wird von einer weißen Vogelart mit schwarzen Schnäbeln bewohnt, welche ganz zutraulich und hübsch anzusehen sind. Danach wurde in der Lagune Halt gemacht und wer wollte konnte hier ausgiebig schnorcheln und die Unterwasserwelt bestaunen. Es gab Riesenmuscheln, große Gelbflossen Tunfische, einen recht großen schwarzen Fisch (dessen Bezeichnung wir nicht kennen) sowie allerlei Korallen und kleine bunte Fische zu sehen. Leider behinderten die Wellen, aufgrund des immer noch frischen Windes, das Schwimmen ein wenig.
Weiter ging es nach “One Foot Island”/”Tapuaetai” und pünktlich hierzu kam die Sonne hervor und ließ die Lagune in einem fast schon unwirklich wirkendem Blau erstrahlen. Dabei unterscheidet sich das Blau je nach Wassertiefe und gibt der Lagune ihr fantastisches Aussehen. Dazu die palmenbestandenen Strände der Motus, ein perfekter Südseetraum. Fast schon Kitschig. Fotomotive gibt es zu Hauf und so manche Fototapete hat gewiss hier ihren Ursprung.

Also auf gar keinen Fall die Kamera vergessen. Und den Reisepass übrigens auch nicht. Auf der Insel gibt es ein kleines Postamt, eigentlich nur eine Hütte, bei der man im Pass einen Stempel in Form eines Fußabdrucks bekommen kann. Bei unserem diesjährigen Anbieter konnte man, nach Erreichen der Insel, sich den Stempel an Bord holen. Ist ganz witzig und so mancher Einreisebeamter in verschiedenen Ländern bekommt ein Lächeln auf die Lippen beim Durchblättern des Passes.
Nachdem wir die Insel erkundet, etliche Fotos gemacht und die Insel einmal umrundet hatten, gab es an Bord das BBQ. Wieder einmal sehr leckere polynesische Küche. Gut gestärkt und begleitet von live an Bord gespielter polynesischer Musik nebst Gesängen, ging es über die unwirklich erscheinende Blaue Lagune zurück. Einfach paradiesisch!

Uns gefällt an den Cook Inseln, neben der paradiesischen Schönheit vor allem, dass diese bisher vom Massentourismus weitestgehend verschont wurden. Obwohl wir ja selbst Touristen sind… Wir haben überwiegend Neuseeländer und Australier getroffen. Erstaunlicherweise reisen aber auch etliche Deutsche in diesen entlegenen Teil der Welt. Viele die wir trafen hatten tatsächlich ihre Reise über PTH gebucht.
Wir sind von der Herzlichkeit der Bewohner der Inseln begeistert. Man wird von Wildfremden gegrüßt, es werden Mitfahrgelegenheiten angeboten und die Menschen vermitteln einen insgesamt gelassenen Eindruck.
Letzte Station: Singapur
Die letzte Station unserer Reise war Singapur. Wir waren zuvor bereits zweimal dort und die Stadt begeistert uns immer wieder. Zunächst einmal muss man sich allerdings an das vorherrschende Klima gewöhnen. Temperaturen jenseits der 30 Grad und eine Luftfeuchtigkeit zw. 80 – 90 % sind nicht jedermanns Sache, jedoch nach 3-4 Tagen gehts einigermaßen 🙂 . Wir haben dieses Mal neben den bekannten Attraktionen wie “Marina Bay”, “Gardens by the Bay”, “Art Science Museum”, “Singapur Flyer”, “China Town” usw. vor allem uns noch unbekannte Gegenden und Attraktionen erkundet.

Schon zu Beginn ist bereits der “Singapore Changi Airport” eine Attraktion. Der Flughafen ist nicht nur sehr groß sondern auch sehr grün. Selbst im Ankunftsbereich bei der Gepäckausgabe gibt es riesige begrünte Wände. Im Transitbereich befindet sich sogar ein Schmetterlingshaus mit allerlei tropischen Pflanzen, einem kleinen Wasserfall und vor allem großen bunten Schmetterlingen. Die Krönung ist aber “The Jewel”! Wahrlich ein Juwel. Ein großer Rundbau zwischen den Flughafenterminals mit einer sich auf 5 Etagen befindlichen Shoppingmall und in der Mitte ein riesiger mit tropischen Bäumen und grün üppig bepflanzter Innenraum. In dessen Mitte befindet sich ein 40 m hoher Wasserfall und es fährt die Einschienen -Verbindungsbahn zwischen Terminal 1 und 2 hindurch! Ein absolut spektakulärer Anblick.

Wir sind extra, zwischendurch ohne Gepäck zum Flughafen gefahren um uns das in Ruhe anzusehen. Apropos fahren. Wir sind bei unseren Singapur Aufenthalten stets mit Taxis unterwegs gewesen. Diese sind, im Vergleich zu Deutschland, sehr preiswert. So kostet die Fahrt vom Zentrum bis zum Flughafen (ca. 40 min) umgerechnet etwa 12,- Euro. Es gibt in Singapur aber auch eine hervorragende Metro und viele Busverbindungen.
Kulinarisch sind in Singapur auf jeden Fall die “Hawka Center” zu empfehlen. Hier gibt es authentischen Streetfood und in den Centern wird eine große Vielfalt an preiswerten Gerichten angeboten. Aber Vorsicht, vorher nach dem Schärfegrad fragen!
Am interessantesten fanden wir das “Lau Pa Sat” inmitten der Skyscraper des Finanzzentrums. Ein Kolonialbau aus früheren Tagen mit einen Uhrenturm und einer riesigen Auswahl an Gerichten. Abends ab 19:00 Uhr wird die Straße vor dem Center gesperrt, Tische und Bänke aufgebaut und es gibt an etlichen Ständen die Spezialität des Hauses “Satey Spieße”.


Wir hatten für die Reise vorab eine Führung, die “Singapur Sternennacht” gebucht. Die verlief ein wenig enttäuschend. Zunächst gab es, am späten Nachmittag, eine Fahrt entlang des Singapur River zur Marina Bay.

Die dauerte allerdings nur ca. 30 min. Wir hatten eigentlich erwartet, dass das Ganze nach Sonnenuntergang stattfinden würde und man so Ausblick auf die Hochhäuser bei Nacht und die Wasser- und Lichtshow von der Marina aus hat. Stattdessen ging es anschließend mit dem Bus noch einmal zur Marina um sich das Ganze dann von Land aus anzusehen. Zum Schluss wieder mit dem Bus in den “Garden by the Bay” zur Lichtschow der “Super Trees”. Allerdings zu einer etwas ungünstig gelegenen Stelle, von wo aus nur ein Teil überblickt werden konnte. Das war alles ganz nett, aber nichts, was man auch (kostenfrei) zu Fuß hätte machen können.


Ein wenig vorgelagert vor Singapur befindet sich “Sentosa Island”. Eine Insel auf der sich in der Vergangenheit eine Festung befand und die nun etliche Freizeitparks, Hotels, ein Meerwasser Aquarium, einen Stadtstrand und vieles mehr beherbergt. Für die Anreise empfiehlt sich die Seilbahn den “Singapore Cable Car” vom “Mount Faber” aus zu nutzen. Während der Fahrt hat man einen schönen Ausblick über die Stadt. Wir waren relativ zeitig am Morgen vor Ort und hatten so keine Wartezeit. Man gelangt auch kostenfrei mittels Einschienenbahn auf die Insel. Der Startpunkt ist die Harbourfront nahe dem Shoppingcenter “Vivo City”.
In unmittelbarer Nähe der Endstation der Seilbahn befindet sich das “Madame Tussauds”. Wir wollten das schon immer einmal besuchen und haben es dieses Mal geschafft. Neben den üblichen Prominenten, Sportlern, Stars und Sternchen sowie Politikern, gibt es eine Ausstellung zur Geschichte Singapurs mit Szenen aus dem damaligen Alltag. Sehr interessant.
Das “Singapur Ocenarium” haben wir dieses Mal nicht besucht, es ist aber sein Eintrittsgeld mehr als Wert! Unbedingt viel Zeit mitbringen, es ist riesig und die Unterwasserwelt überaus überwältigend. Um auf der Insel von einem Ort zum nächsten zu gelangen verkehren neben der Einschienenbahn auch Busse auf unterschiedlichen Linien. Diese sind ebenfalls kostenlos und gut klimatisiert. Unser Ziel waren wieder einmal die “Universal Studios Singapur”. Ein Themenpark rund um die Filme und Produktionen des besagten Filmstudios.

Es gibt allerlei Bereiche für die verschiedenen Produktionen, z.B. “Waterworld”, “Indiana Jones”, “Cinderella”, Minions”, Jurassic Park” und vieles mehr.
Den Jurassic Park haben wir dieses Mal besucht und es hat sich gelohnt. Die Hauptattraktion ist eine Bootsfahrt entlang eines künstlichen Flusses.
Man kommt an lebensecht gestalteten Sauriern aus den Filmen in einer tropischen Kulisse vorbei. Zum Schluss geht es in einen gespenstischen, dunklen Tunnel, bevor die Fahrt zu Ende ist. Die Fließgeschwindigkeit ist recht groß, man wird ordentlich durchgewirbelt und auch einigermaßen nass. Ein großer Spaß!
Es gibt am Eingang Regencapes zu kaufen, jedoch am Ende kann man auch überdimensionierte Föhnkabinen zum Trocknen nutzen. Den Rest erledigt die tropische Sonne recht schnell.
Enttäuscht waren wir vom 2024 eröffnetem “Minions” Areal. Wir finden die Filme ganz lustig und so waren wir neugierig wie man das in einem Themenpark umgesetzt hat. Das Ganze besteht im Wesentlichen aus einer großen Fläche mit einigen Häusern, einem Großem Brunnen, einer Bühne und etlichen Minions Figuren als Kulisse. Die Attraktion stellt eine schmucklose, graue Halle dar. Darin befindet sich ein großer Kinosaal.

Bevor man jedoch eingelassen wird, ist eine Menge Wartezeit zu verbringen. Mit Schnelleinlasspässen, die am Haupteingang der Studios zu erwerben sind,
gehts schneller. Kostet aber auch extra. Nach dem Einlass gewährt wurde steht man gefühlt eine viertel Stunde vor den Türen des eigentlichen Kinosaals. Es werden dabei an der oberen Wand über den Türen einige Szenen aus Minion Filmen gezeigt und sonst passiert erst einmal nichts. Drinnen ist eine bewegliche Bestuhlung und es wird ein recht kurzer Film mit rasanten Abfahrten gezeigt. Das Ganze thematisiert die Lieferung eines Pakets und der Hindernisse dabei. Die Sitze und man selbst, werden dabei ordentlich durchgerüttelt. Nach wenigen Minuten ist auch schon wieder alles vorbei. Und dafür hat man so lange gewartet. Enttäuschend!
Zurück gings mit der Einschienenbahn. Wer in Shoppinglaune ist kann von der Endstelle direkt ins wenige Meter entfernte “Vivo City” gehen. Auf 6 riesigen Etagen kann man dort, in einer der größten Malls in Singapur, alles kaufen was man sich nur vorstellen kann.
Wie schon erwähnt ist Singapur eine sehr grüne Stadt. Es gibt auch unmittelbar im Zentrum, jede Menge Parks und Gärten und sogar etliche der Hochhäuser sind begrünt. Wir haben uns den “Singapore Botanic Garden” angesehen. Ein sehr großer Park am Rande des Stadtzentrums. Neben weiten Wiesenflächen, einem großen See und sehr vielen tropischen Bäumen und Pflanzen, beherbergt er auch den “National Orchid Garden”. Während der Besuch des “Botanic Garden” kostenfrei ist, muss man für den Orchideengarten Eintritt zahlen. Die umgerechnet ca. 8 Euro lohnen aber sehr.



Im Garten blühen ca. 20.000 Orchideenpflanzen aus über 1000 Arten und sind wunderschön angelegt. Übrigens die größte Sammlung weltweit.
Und nicht nur tropische, wärmeliebende Arten, sondern in einem klimatisierten Gewächshaus auch solche aus kühleren Gefilden. Das ist ganz praktisch, so kann man sich zwischendurch abkühlen und von der Hitze erholen.
In dieser Hinsicht sind auch der “Flower Dome” und “Cloud Forrest” im “Garden by the Bay” empfehlenswert. Angenehme Temperaturen und eine beeindruckende Vielfalt an Pflanzen sowie wechselnde Ausstellungen zu verschieden Themen. Der “Cloud Forrest”, der einen Nebelwald darstellt thematisierte dieses Jahr “Jurassic Park”.


Ein weiterer schöner Park ist der “Fort Canning Park” im Zentrum am Singapore River. Das ist ein Hügel mitten in der Stadt von wo, obwohl man mitten im Grünen steht, einen guten Ausblick auf die Stadt hat. Allerdings gilt es zunächst ca. 160 Treppenstufen zu steigen um nach oben zu gelangen. In der Hitze ganz schön anstrengend.

Am Fuße des Parks befindet sich übrigens die “Old Hill Police Station” eine Polizeistation mit kunterbunten Fenstern.

Es gibt in Singapur noch so viel mehr zu entdecken und wir waren bestimmt nicht zum letzten Mal dort.


Dies war ein kleiner Exkurs unserer Reise in 2025. Vier Länder, alle unterschiedlich aber hochinteressant und sehr schön. Vor allem aber seien die netten Menschen erwähnt, denen wir auf unserer Reise begegnet sind. Den Horizont erweitern, tolle Landschaften und Städte sowie andere Kulturen und Menschen kennenlernen, machen für uns das Reisen aus.
In diesem Sinne, auf ein garantiert nächstes Mal!
C. & A. aus Magdeburg


