Kunden-Reisebericht: Hawaii Weihnachten & Silvester 2017/2018


Am 18. Dezember saßen meine Frau und ich morgens im Airbus A380 auf dem Frankfurter Flughafen und warteten auf den Start. Unsere Maschine musste enteist werden und bei einem Flugzeug dieser Größe dauert das ungefähr eine Stunde. Wir kamen also zu spät los, hatten aber trotzdem Glück, denn viele andere Flüge wurden an diesem Tag einfach gestrichen. Mit dem Umsteigen in Los Angeles hat dann auch alles geklappt. Geplant waren etwa vier Stunden Aufenthalt, weniger ist nicht zu empfehlen, weil zusätzlich zu Verspätungen die Einreise in die USA sehr lange dauern kann. Zum Sonnenuntergang ging’s dann für uns weiter nach Westen, 4000 km über den Pazifik mit dem Ziel Hilo auf „Big Island“.

Nach etwa fünf Stunden Flug landeten wir pünktlich und genossen die wunderbare tropische Luft gleich nach dem Aussteigen. Die Flughäfen auf den Inseln sind offen gestaltet, man hört Vögel singen und den Wind durch die Palmen streichen. Die Atmosphäre ist überhaupt nicht steril wie sonst nach der Landung in einer fremden Stadt. Der englische Schriftsteller David Lodge hat diese ersten Momente in seinem Roman „Paradise News“ folgendermaßen beschrieben: „The air was nothing Bernard had experienced before, warm and velvety, almost palpable. To feel it on your face was like being licked by a large friendly dog whose breath smelled of frangipani with a hint of petrol.” Schöner kann man es nicht sagen!

Bald saßen wir im Mietwagen, kauften rasch ein paar Kleinigkeiten ein und fuhren zu unserer ersten Unterkunft, der „Country Goose“ in Volcano, unmittelbar am Eingang des „National Volcanic Parks“ gelegen. Die „Country Goose“ besteht aus einer Handvoll unterschiedlich großer Häuser, die etwas verstreut im Regenwald liegen – alle sind möbliert und bieten voll ausgestattete Küchen. Wir packten das Gröbste aus und legten uns erst mal schlafen.

Es folgten zwei Tage Dauerregen und wir konnten unser geplantes Wanderprogramm durch den Park nur in stark reduzierter Form absolvieren. Stattdessen genossen wir unser Cottage, kochten an den Abenden und saßen anschließend gemütlich auf dem Sofa am Kamin. Joan, die mit ihren vielleicht 80 Jahren noch immer den „Laden schmeißt“, hat uns morgens im Haupthaus mit einem reichlichen Frühstück versorgt und gern aus ihrem interessanten Leben und von ihren Enkel- und Urenkelkindern erzählt.

Bei viel besserem Wetter wechselten wir am vierten Tag die Unterkunft und fuhren nach Waikoloa, auf der Westseite der Insel. Dort gibt es eine ausgedehnte Anlage in Strandnähe mit großen Hotels und Condos, zwei Shopping Malls, einem künstlichen See und diversen Golfplätzen. Das alles wurde vor vielleicht 30 Jahren der kargen und zerklüfteten Lavalandschaft mit Maschinengewalt aufgezwungen. Untergebracht waren wir in den „Aston Waikoloa Colony Villas“, einer eigenen, zugangskontrollierten Anlage mit zwei kleinen Swimming-Pools und einem Tennisplatz. Unsere Villa war zweigeschossig mit einem großen Koch-, Ess- und Wohnbereich im Erdgeschoss und dem Schlaf- und Badezimmer im Obergeschoß. Waschmaschine und Trockner waren auch vorhanden. Insgesamt acht Nächte haben wir dort verbracht und haben alles sehr genossen.

Einkaufen kann man in Kailua-Kona im Supermarkt oder auch im Gourmet Market der Shopping Malls. Von hier als Basis unternahmen wir Wanderungen durch Vulkanlandschaften im Inneren der Insel und an der Küste. Baden und Schnorcheln sind natürlich auch möglich, wobei die Strände teilweise sehr felsig sind. Leider klappte es nicht mehr mit dem „Star Gazing“ auf dem 4200 Meter hohen Mauna Kea – alles war ausgebucht – und wir reservierten stattdessen eine ähnliche Veranstaltung für später am Haleakala-Vulkan auf Maui.

Am Weihnachtstag beobachteten wir Dutzende von Pick-up Trucks, die auf den Mauna Kea hinauffuhren und schneebeladen wieder herunterkamen. Anscheinend gehört es zum Weihnachtsvergnügen auf Hawaii, am Strand einen Schneemann zu bauen oder eine Schneeballschlacht zu veranstalten.

Der Transfer von Big Island nach Maui hat uns praktisch einen ganzen Tag gekostet. Angesichts der vergleichsweise geringen Entfernung (Luftlinie ca. 150 km) ist der Aufwand immens. Man muss im Hotel auschecken, das Auto und Gepäck abgeben, auf den Abflug warten, dann das Gepäck wieder abholen, Mietwagen übernehmen und zum nächsten Hotel fahren. Das war nun für uns das Honua Kai Resort an der Kaanapali Coast, einem der Top-Touristenzentren Mauis, wunderbar gelegen an einem kilometerlangen Sandstrand. Auch hier gab es eine Küche, Waschmaschine und Trockner sowie eine riesige Gartenanlage mit Pools und direktem Zugang zum Strand. Aufgrund der Jahreszeit war aber auch hier alles ausgebucht, meist von Familien mit Kindern vom Festland, die für ein paar Tage der Kälte Iowas, North Dakotas oder auch New Yorks entkommen wollten. Entschleunigung darf man zu dieser Zeit nicht erwarten. Erst an unserem letzten Tag in diesem Hotel, dem 5. Januar, kehrte langsam Ruhe ein.

Auf Maui waren wir auch wieder viel wandern – es gibt auf dieser Insel neben Kraterlandschaften auch Bambus- und Regenwälder zu entdecken. Am Fuß des Haleakala trafen wir uns mit Jan Roberson zum schon erwähnten Star Gazing, das sehr empfehlenswert ist, wenn man sich ein bisschen für Astronomie und die Sternbilder des Nachthimmels interessiert. Nach dem spektakulären Sonnenuntergang auf dem Gipfel brach schnell die klare, mondlose, aber leider nicht windstille Nacht herein. Durch das tragbare Spiegelteleskop sahen wir ungezählte Sterne, Nebel und ferne Galaxien und wurden mit zahlreichen astronomischen Details versorgt. Aber nicht nur das; Jan versorgte uns auch mit dicken Hosen, Jacken, Handschuhen sowie warmen Getränken und Keksen. Die Milchstraße wirkt vom Gipfel des Haleakala mitten im Pazifischen Ozean schon ein bisschen beeindruckender als aus dem heimischen Garten in Südhessen.

Weil es irgendwie dazugehört, buchten wir nach Silvester auch noch eine Schnorcheltour zum Molokini-Atoll. Dort legten am Vormittag diverse Ausflugsboote mit Touristen an und gefühlt waren mehr Menschen als Fische im Wasser. Wir sahen die eine oder andere hawaiianische Schildkröte und auf der Bootsfahrt vom Hafen zum Atoll begegneten uns Buckelwale mit ihren Jungtieren.

Die letzten drei hawaiianischen Tage und Nächte verbrachten wir im Andaz Maui in Wailea. Dieses Hotel ist ein Traum, was Design und Lage angeht. Es gibt fünf verschiedene Pools, zwei Restaurants und Bars und morgens ein Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offenlässt. Leider sind die Zimmer zwar schön anzuschauen, aber zu klein und letztlich unpraktisch. Trotzdem war dies der perfekte Abschluss unseres Besuchs auf den Inseln.

Unser Zwischenaufenthalt in Los Angeles war etwas gemischt. Damir Tomasevic hatte uns ein charmant aussehendes Hotel in Hollywood empfohlen, das uns auf der Website auch sehr gut gefiel. Es entpuppte sich aber als üble Touristenfalle. Statt des erwarteten Charmes fanden wir leider nur die Gebäudetechnik der sechziger Jahre vor. Lüftung und Klimaanlage waren unglaublich laut, und, wenn die Klimaanlage kurz aussetzte, hörten wir die Eismaschine auf dem Gang oder die Sirenen vorbeifahrender Polizeiautos und Rettungswagen. Nach einer kurzen und weitgehend schlaflosen Nacht verbrachten wir noch einen schönen Tag in L.A. mit einer morgendlichen Besichtigung der Walt Disney Concert Hall, einer Wanderung durch die Hügel von Hollywood und einem Nachmittag und Abend in Santa Monica.

Hawaii ist ein Traum an Abwechslung und Vielfältigkeit und kommt dem Paradies sehr nahe – einem Paradies mit US-amerikanischer Infrastruktur! Vermutlich werden wir beim nächsten Mal nicht genau zu Weihnachten oder Silvester reisen; dessen ungeachtet war es wieder eine rundum gelungene und perfekt organisierte Reise mit Pacific Travel House. Danke an Damir und das gesamte Team!

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