Eigentlich war Singapur nur als ein Zwischenstopp auf dem Weg nach Neuseeland und den Cookinseln gedacht, doch die Stadt hat uns sehr positiv überrascht: sie erscheint als ein sehr sauberes, organisiertes Gewirr aus Kultur, Hochtechnologie und tropischem Grün. Wir hatten ein Hotel mitten in der Innenstadt und die Top Sehenswürdigkeiten waren alle fußläufig gut erreichbar: eine Bootsfahrt auf dem Singapur River, Flanieren am Riverwalk mit den zahlreichen Cafés und Restaurants, Besuch vom pittoresken Chinatown, ein herrlicher Ausblick auf die Marina Bay von der Aussichtsplattform des Bay Sands Hotels und natürlich ein absolutes Muss: der Besuch des botanischen Parks „Gardens by the Bay“ mit ihren imposanten „Supertrees“.


Cook Islands – Rarotonga und Aitutaki
Rarotonga empfing uns mit einem herzlichen „Kia Orana“. Die Cook Inseln haben eine lange, vielschichtige Geschichte – einst gab es auf manchen Inseln Formen ritueller Kannibalismus, ein Thema, über das die Bewohner heute offen, aber respektvoll sprechen.
Wir hatten einen sehr komfortablen Bungalow direkt am Motu Beach, wo wir bereits nach wenigen Metern ein tolles Schnorchelparadies vorfanden. Ein ganz besonderer Moment auf Rarotonga war auch der Besuch des Highland Paradise Cultural Centre. Es war nicht nur eine Show mit Trommeln und Tanz, sondern ein Eintauchen in die Seele des polynesischen Lebensgefühls.

Aitutaki – Das Paradies im Pazifik
Von Rarotonga flogen wir ca. 45 Minuten nach Aitutaki – eine echte Trauminsel: „Slow down – Your in Heaven“ – ein Straßenschild, welches wir in unserer Hotelanlage in Aitutaki Village vorfanden, besagt wohl alles. Ein absolutes Highlight war der Ausflug mit Bishop´s Bootstouren nach One Foot Island, einer winzigen unbewohnten Insel, welche so idyllisch war, dass sie wie ein Postkartenmotiv wirkte. Es gab ein BBQ, wir konnten barfuß durch den Sand laufen, die Insel in ca. 20 Minuten umrunden und die Sonne genießen. Natürlich gab es auch den obligatorischen „Barfuß- Stempel“ für den Reisepass.
Unvergesslich war auch der Schnorchel Stopp auf dem Rückweg mit den riesigen „Giant Trevally Fish“ (Dickkopf Stachelmakrelen), welche zu Dutzenden neugierig um uns herumschwammen.


Neuseeland – 22 Tage im Wohnmobil von Auckland nach Christchurch
Von den Cookinseln ging es wieder zurück nach Auckland, wo wir nach einer weiteren Nacht im Hotel unser Wohnmobil übernahmen. Wir empfehlen, auch zu zweit eher eine größere Version mit vier Übernachtungsplätzen (Alkoven) zu nehmen, weil es eben wesentlich geräumiger und angenehmer für die Tour ist. Der Spritpreis ist übrigens deutlich günstiger als in Deutschland, Diesel z.B. 0,95€/ l.
Wir hatten etwas Sorge, dass uns der ungewohnte Linksverkehr Probleme bereiten könnte. Dies war jedoch völlig unbegründet. Es war von Anfang an ein entspanntes Fahren mit einer Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Unsere Tour hatten wir bereits im Vorfeld festgelegt und die Campingplätze ebenso wie die Fähre von Wellington nach Picton vorab gebucht. Sehr hilfreich empfanden wir den zweibändigen Reiseführer „Entdeckertouren mit dem Wohnmobil Neuseeland“ (ISBN 978-3-86903-944-2 bzw. 978-3-86903-934-3).
Die Campingplätze in Neuseeland sind generell sehr sauber und vergleichsweise preisgünstig (ca. 35€ pro Nacht). Sie bieten großzügige Küchenareale mit zahlreichen Koch- und Abwaschgelegenheiten sowie Backöfen. BBQ am Stellplatz ist in der Regel nicht möglich. Dafür gibt es jedoch meist einige Gasgrills, die neben der Küche allen Gästen zur Verfügung gestellt werden. Eine gute Wahl bei den Campingplätzen ist stets auch eine der „Top 10 Holiday Parks“.

Nordinsel – Wasserfälle, Nationalparks, Māori-Kultur und brodelnde Erde
Obwohl viele Touristen und Neuseeländer behaupten, die Südinsel hätte mehr zu bieten, waren wir auch vom Norden sehr angetan: sanfte grüne Hügellandschaften, hohe Wasserfälle, kochende Erde und tiefe Wälder und die allgegenwärtige Maori Kultur boten viel Abwechslung.
Hier unsere Highlights: Omaha Beach bei Whangateau, Bay of Islands, Tölpelkolonie Muriwai Beach, Lion Rock Piha Beach, Hobbiton Movie Set bei Matamata (ein Muss – hat unsere Erwartungen noch weit übertroffen!), Waitomo Caves, Tongarito NP mit den Taranaki Falls, eine Bootstour zur „Bridge to Nowhere“.


Südinsel – Gletscher, Fjorde und Weinbau
Die 3,5 stündige Überfahrt von Wellington nach Picton kann manchmal etwas stürmisch sein. Wir hatten jedoch nur leichten Wellengang und kamen daher gut zurecht. Für die Tour im Süden hatten wir 12 Tage mit folgenden Sehenswürdigkeiten eingeplant:
4,5 Stunden Bootstour im Abel Tasman NP, Pancake Rocks in der Nähe des Punakaki Beach Camps, Helikopterflug zum Fox Glacier (ein echtes Highlight!), Sightseeing in Queenstown (empfehlen zu Recht alle Neuseeländer!), Nugget Point Leuchtturm an der Catlins Küste, die Clay Cliffs bei Omarama, Kanufahrt auf dem Lake Tekapo, Whale Watching bei Kaikoura, Castle Hill Conservation Area, Weinprobe in Waipara und schließlich Sightseeing in Christchurch (Riverside Market, Tramfahrt, Botanic Garden, Punting Bootsfahrt auf dem Avon).


Insgesamt legten wir 5400 km zurück. Die Reise wird mit den eindrucksvollen Landschaften, den vielen interessanten Begegnungen mit den stolzen Maori, den bodenständigen, entspannten Neuseeländern und anderen interessanten Leuten aus aller Welt, unvergesslich bleiben.
Unser Dank gilt auch dem Team von Pacific Travel House, welche die Reise perfekt organisiert hatte!


