Kunden-Reisebericht: Südsee September 2019


Sonnenuntergang auf dem Meer

Am Freitag, 30.08.19, begann unser lang ersehnter Südseeurlaub für 3 Wochen bis zum 20.09.19. Mit noch 3 mitreisenden Freunden checkten meine Frau und ich voller Erwartungen in Frankfurt bei der Lufthansa ein. Leider, dann die erste schlechte Nachricht. Unser Flug hatte 1 Std. Verspätung.

Nach der Landung in London kam dann die Ernüchterung. Unser Anschlussflug nach Los Angeles war aufgrund der Flugverspätung durch die LH nicht mehr erreichbar. Leicht angesäuert begaben wir uns dann zum Lufthansa Schalter.

Hier wurde uns durch einen Beschäftigten der Lufthansa unsere Weiterreise neu durchgebucht. Wir mussten dann folglich aber die Nacht in London in einem Hotel verbringen. Am nächsten Tag früh morgens ging es dann weiter über Los Angeles nach Tahiti (Papeete), wo wir dann abends ankamen.

Leider mussten wir hier auch wieder eine Nacht in einem Hotel verbringen, da unser Anschlussflug nach Bora Bora erst am nächsten Tag morgens durchführbar war.

Hier nun ein großes Lob an die Mitarbeiter unseres Reisebüros, das Pacific Travel House in München, die wir nach vorherigen Telefonaten und einigen WhatsApp Mitteilungen (trotz 12 Std. Zeitunterschied) über die Reiseplanänderung und Missstände kontaktiert hatten. Sie hatten uns ein angemessenes Hotel gebucht mit allen dazugehörenden Transfers, um dann doch irgendwann zur Insel Bora Bora zu gelangen. Großes Danke für die Bemühungen.

Durch die örtliche Reiseagentur, die Tahiti Nui Agency (beauftragt durch PTH) erhielten wir immer eine individuelle Betreuung und einen kompetenten Ansprechpartner. Von ihnen bekamen wir dann auch unsere weiteren Flugtickets, Fährscheine und Hotelvouchers. Leider kamen dann auch noch zu allem (Un-)Glück, alle unsere Koffer nicht an, auf diese mussten wir dann noch 2 Tage warten.

Nun begann endlich unser Urlaub!

Die Auswahl des Hotels „Le Maitai“, auf der Insel Bora Bora, war ein Glücksgriff. Absolut freundliches Personal, toller Empfang, saubere Zimmer und ein gutes Frühstücksbüfett. Wir hatten ein DZ gebucht mit einer Aussicht aufs Meer, die überwältigend war. Welch ein schöner Sonnenuntergang!

Blick von unserem Balkon (Hotel Le Maitai) aufs Meer

Bora Bora selbst ist mit einem Motorroller (Vermietung im Hotel – ca. 50 Euro für 8 Stunden) leicht zu umrunden (ca. 32 km). Als sehenswert gilt der Matira Beach (schöner öffentlicher Sandstrand, aber mit wenig Schatten), sowie das Restaurant Bloody Marys (wo bereits viele Schöne und Reiche zu Gast waren) mit leckeren Fischgerichten (der Fisch „MaiMai“ und der Marlin sind hier sehr empfehlenswert). Zu Fuß sind Supermärkte und Restaurants (Lucky House) schnell zu erreichen. Die Preise auf Bora Bora und den anderen Inseln sind schon sehr hoch (z.B. eine Pizza für ca. 20 Euro, ein Bier 5 Euro).

Inselhunde auf Bora Bora

Als kleiner Hinweis: Spaziergänge/Wanderungen, abweichend von den Hauptstraßen, sind mit Vorsicht zu genießen. Die Einheimischen haben wohl eine große Liebe für Hunde jeglicher Art, es sind frei laufende Tiere in hoher Anzahl. Sobald man einem Grundstück zu nahe kommt, sind die Hunde da und kläffen einen an und verfolgen einen. Das ist doch ziemlich unangenehm und wir unterließen daher irgendwelche Exkursionen.

Am 04.09.19 gings dann weiter zu unserer gebuchten Segeltauchkreuzfahrt auf dem Katamaran Aquatiki II. Wir flogen von Bora Bora (übrigens: bei den Inlandsflügen setzt man sich im Flieger dorthin, wo Platz ist, einen Sicherheitscheck für Gäste/Gepäck  fand auch nie statt) nach Rangiroa und anschl. zur Insel Fakarava. Dort eingetroffen wurden wir schon empfangen und zu unserer Unterkunft in die KoriKori Lodge gebracht. Die Einheimischen sprechen natürlich tahitianisch und französisch. Leider war keiner aus unserer Gruppe der franz. Sprache mächtig. Aber mit einigen Sätzen in Englisch kommt man auch zurecht. Außerdem gibt es ja noch die internationale Zeichensprache.

Bungalow der KoriKori Lodge

Die KoriKori Lodge ist eine einfache Unterkunft, 3 einzelne Bungalows, sehr sehr nette Eigentümer und direkt am Strand. Neben dem gebuchten Frühstück wurde uns auch ein Abendessen (gegen Bezahlung) mit viel Fisch angeboten, das sehr schmackhaft war.

Nachts kam dann der Regen mit starkem Wind. Es regnete auch am nächsten Tag sehr heftig und wir hatten schon ein mulmiges Gefühl wegen der hohen See. Am Nachmittag wurden wir mit unserem Gepäck zum Hafen gebracht und stiegen dort bei strömenden Regen in kleines Beiboot mit Außenbordmotor. An Bord der Aquatiki II wurden wir sehr freundlich empfangen. Außer uns waren noch 2 junge Paare an Bord.

Vorsorglich händigte der Kapitän wegen des schlechten Wetters und dem sehr bewegten Meer Reisetabletten für Übelkeit aus, die wir bereitwillig einnahmen. Bei hohem Wellengang und andauerndem starken Regen fuhren wir dann 3-4 Stunden zum anderen Ende des Atolls.

Aquatiki II mit der von uns gehissten Bayernfahne

Dass hier durch uns dann eine ungewollte „Fischfütterung“ stattfand, war wohl bei der Buchung der Reise nicht so geplant. Na egal, irgendwie haben wir es überstanden!

Erst nachdem wir auf der windabgewandten Seite einer Insel ankerten, beruhigte sich die See und dann auch unser Magen.

Am nächsten Tag unserer 7-tägigen Kreuzfahrt absolvierten wir dann nach dem Frühstück unseren 1. Tauchgang. Nach dem notwendigen Briefing durch unseren Tauchguide ging es dann zum Tauchen.

Zur Kenntnis: In der Südsee gibt es nur Steinkorallen, keine Softkorallen. Das Riff war intakt, natürlich gab es viele bunte Fische. Die Sichtweiten unter Wasser dürften bei ca. 40 – 50 m gelegen haben. Wenig Schwebeteile im Wasser und dies bei ca. 26 Grad Wassertemperatur.

Bei jedem TG erblickt man Haie (meistens Grau- und Schwarzspitzenriffhaie) Also keine Angst! Menschenfleisch steht nicht auf ihrem Speiseplan. Jedoch erreichen die Haie eine Größe von ca. 2 Metern und schwimmen in unmittelbarer Nähe zu den Tauchern. Aber deswegen waren wir ja gekommen!

Blick von der Aquatiki II auf die Haie

Nach dem Vormittagstauchgang freuten wir uns alle schon aufs Mittagessen, das im Freien serviert und überaus lecker schmeckte. Meistens gab es Fisch mit Gemüse und Beilagen. Meine Frau als Vegetarierin erhielt natürlich auch ihre vegetarische Kost.

Unsere Köchin Manu zauberte wirklich in ihrer kleinen Küche. (hier mal ein ganz dickes Lob an Manu, unserer einheimischen Köchin und Mädchen für alles). Der Katamaran ist natürlich eine Pracht. Viel Holz, sämtliche wichtigen technischen Geräte, selbst Fernseher, Videoanlage, Satellitentelefon und vieles mehr waren vorhanden. Wir fühlten uns bei unserem Kapitän Terry gut aufgehoben.

Auch unser Tauchguide Arthur beherrschte sein Handwerk. Der Höhepunkt dieser Kreuzfahrt war wohl das „Haischauen“ am Tauchplatz Fakarava South. Hier absolvierten wir 4 TG, die wir wohl nie mehr vergessen werden. Haie, wohin man sah. Man bleibt im Riff stehen und beobachtet die patrouillierenden Haie, die bis auf Armlänge herankamen.  Ich versuchte mal die Haie zu zählen, die sich in meinem Blickfeld befanden. Bei 50 verlor ich den Überblick. Nach etwa 1 Stunde mussten wir loslassen und wieder auftauchen. Wie gesagt, ein unvergessliches Erlebnis.

Inselbesuch Fakarava South Village – Steg

Selbst ein Nachtauchgang wurde uns angeboten. Auch hier, im Licht der Scheinwerfer, tummelten sich die Haie. Neben den Tauchgängen und dem guten Essen besuchten wir auch einmal eine unbewohnte und 2x eine bewohnte Insel. Zu kaufen gibt es an Souvenirs wenig, der Tourismus hält sich in Grenzen. Natürlich hat man auf dem Katamaran viel Zeit zum Lesen, die Sonnenuntergänge zu genießen oder zu quatschen. Die 7 Tage waren sehr schnell vergangen.

Standup Paddling von der Aquatiki II aus

Am 12.09.19 verließen wir dann wieder unser Schiff, nächtigten nochmals in der KoriKori Lodge und starteten am nächsten Tag mit dem Flieger (übrigens alles Propellermaschinen) von Fakarava nach Papeete. Dort bestiegen wir am späten Nachmittag die Fähre und setzten nach Moorea über. Bei anbrechender Dunkelheit kamen wir an und wurden dann in unser Hotel „Hibiscus“ gefahren.

Eine wirklich schöne, gepflegte, aber schon ins Alter gekommene Anlage mit Einzelbungalows und Strandlage. Die Bungalows waren mit einer kleinen Küche für die Selbstversorgung ausgestattet. Für uns völlig ausreichend. In unmittelbarer Umgebung zum Hotel gab es Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten. Ein selbst zubereitetes Frühstück auf der Veranda ist wirklich nicht zu verachten.

Hotelanlage Hibiscus auf Moorea

Wer gerne früh aufstehen und hierbei auf seinen Wecker verzichten möchte, ist in Moorea an der richtigen Stelle. Täglich oft schon vor 4 h früh erklang ein Konzert der Inselhähne. Dieses Gekrähe weckte wirklich jeden und dauerte oft bis 7h. Das nervt selbst die Inselbewohner.

Am 14.09.19 holte uns direkt am Jetty unseres Hotels ein Motorboot zum Walschnorcheln ab. Diese Aktivität hatten wir bereits zuhause für 3 Ausflüge vorgebucht und war wohl der Höhepunkt unserer Urlaubsreise.

Voller Vorfreude fuhren wir ca. 30 Min. aufs Meer hinaus. Dann das Signal vom Bootsführer „Wal bläst“. Nach kurzer Einweisung eines Guides der Agentur Moorea Deep Blue ließen wir uns langsam ins Wasser gleiten und schnorchelten zur angegebenen Stelle. Was wir nun sahen, war wirklich unvergesslich. Eine Herde Pilotwale machte wohl eine Pause und uns gelang es ziemlich nahe an die Tiere heran zu kommen. Die Wale hatten wohl eine Größe von 4-5 m und waren genauso neugierig, wie wir Schnorchler, denn sie  zogen nur ganz gemächlich an und unter uns vorbei.

Moorea vom Schnorchelboot aus

Dann aber ein lauter Ruf unseres Guides. Achtung ein Hai!

Und dann sahen wir ihn schon nahe bei uns. Ein ca. 3-4 m langer  Schwarzspitzenhochseehai im Blauwasser. Da wir von unserem Guide schon vorgewarnt waren (diese Haiart ist mit Vorsicht zu genießen), zogen wir uns alle diszipliniert zurück aufs Boot. Diese Haie verfolgen meist Wale, um wohl Futterreste zu erhaschen. Anschließend ging die rasante Bootsfahrt weiter zu einer anderen Stelle vor der Küste von Moorea.

Hier ziehen Buckelwale ihre Jungen auf und verbleiben ca. 3 – 4 Monate vor der Küste. Dadurch ergibt sich eine große Wahrscheinlichkeit, sie schnorchelnd zu beobachten. Der geschulte Blick unseres Bootsführers erspähte den blasenden Wal und schon waren wir wieder im Wasser. Was für ein Erlebnis. Im klaren Wasser sahen wir die Mutter mit ihrem Kalb in ca. 10 m Entfernung. Die Mutter, ca. 15 m lang,  tauchte nach einigen Atemzügen ab und verharrte in einer Tiefe von ca. 30 m. Ihr Junges umschwamm sie und kam nach ca. 10 Min. immer wieder zur Oberfläche um Luft zu holen. Ohne Scheu drehte das Junge seine Runden um uns und tauchte dann wieder zu seiner Mutter hinab, die nach jeweils ca. 20 Min. ebenfalls zum Luftholen an die Oberfläche kam.

Schnorcheln mit Walen

Welch ein überwältigender Moment, wenn dieses große Tier an die Oberfläche kommt, um Luft zu holen. Wie klein der Mensch im Verhältnis zum Wal ist, zeigte sich hier. Leider gehen auch diese tollen Momente irgendwann mal zu Ende und wir fuhren wieder in Richtung Küste.

Danach machten wir noch einen kleinen Zwischenstopp im seichten Wasser. Dort werden durch die Guides Rochen angefüttert, die diese Futterquelle natürlich nutzten. Hier kann man Rochen anfassen und auch kleinere Haie beobachten, die auf Futterreste lauern.

Mit wirklich tollen Eindrücken war dann nach ca. 5 Stunden unser Ausflug beendet. Dieses Walschnorcheln ist wirklich eine tolle Attraktion und absolut sehenswert. Diese Tour machten wir 3x, jedes Mal anders, aber unvergesslich. Auch Delfine konnten wir beobachten. Wir waren froh, dass wir diesen Ausflug gebucht hatten. Wo auf der Welt kann man sonst mit Buckelwalen gefahrlos schnorcheln!

Das “wars”

Irgendwann gehen auch die schönsten Urlaubstag zu Ende und wir traten am 18.09.19 unsere Heimreise an. Diesmal ohne große Probleme. Nach 41 Stunden (gerechnet ab Verlassen Hotel in Moorea bis nach Hause) war unsere Südseereise zu Ende.

Dass unsere beiden Koffer nach Ankunft in Frankfurt stark beschädigt waren, hinterließ bei uns nur noch einen faden Beigeschmack, aber zurückblickend war es eine aufregende Südseereise mit ungemein vielen Eindrücken. Danke für die umfangreiche Programmgestaltung an das Pacific Travel House München.

Peter und Ursula K.

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