Kundenreisebericht: Hawaii August 2017


Blick vom Diamond Head auf Honolulu

1. Insel Oahu

Ein Traum ist wahr geworden – am 12. August 2017 starteten wir – das sind mein Mann und ich – Richtung Los Angeles, wo wir nach beinahe 12 Stunden ermüdet landeten, um ca. 4 Stunden später Richtung Honolulu abzuheben und dort um 9 Uhr abends zu landen.
Die nächsten 4 Tage verbrachten wir in Waikiki und erlebten dort den Flair der mondänen Welt am Waikiki Beach. Die Lage war ideal, da wir unser Hotel zum Glück ein bisschen abseits von den Hotelburgen in Richtung Diamond Head hatten.12

Die Ausflüge mit dem Mietauto, das wir jeweils bereits von Deutschland aus mit gebucht hatten, waren immer, und zwar auf jeder Insel, sehr angenehm, da die Mietagenturen sehr gut organisiert und das Abholen und Zurückgeben der Fahrzeuge stets wunderbar klappten.
Die Fahrten in den ersten Tagen rund um die Insel Oahu waren immer sehr schön und spannend mit vielen Halts an den diversen Stränden. Bei der Fahrt an die Nordküste kommt man an der Dole Plantation vorbei. Ein Halt lohnt sich, wenn man ein absolut schmackhaftes Ananaseis essen möchte. Die dazu gehörige exotische Gartenanlage ist durchaus für Botanikfans sehenswert.

Blick auf Waikiki

Auf den Diamond Head zu steigen ist ebenfalls ein Erlebnis, vor allem der Ausblick auf die Städte Honolulu und Waikiki.
An einem Tag war auch Bildung angesagt mit einem Besuch in Pearl Harbour: Hier sollte man schon mehr als nur wenige Stunden einplanen und wirklich frühzeitig hinfahren, da man sonst die Besichtigung des Kriegsschiffes Arizona als Mahnmal erst am Nachmittag vornehmen kann. Die Besichtigungszeit ist auf den Eintrittskarten aufgedruckt und nur zu diesem Zeitpunkt ist es möglich, mit dem Boot überzusetzen.

Napali Coast

2. Die nächste Insel – Kauai

Auf dieser Insel kann man sein Herz lassen, sie ist unglaublich schön dank der üppigen Vegetation und der unglaublich abwechslungsreichen Landschaft. Untergebracht waren wir in einem Bed and Breakfast namens Marjories Inn, das im Landesinneren liegt. Hier fühlten wir uns gleich so wohl durch die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft unserer Gastgeber. Da die Entfernungen auf dieser Insel nicht allzu groß sind, macht es auch nichts aus, wenn man nicht direkt an der Küste wohnt. Dafür hört und sieht man die Natur überall, die krähenden Gockel, die Papageien, die üppigst blühenden Pflanzen und, und, und …

Ein Highlight war der bereits online gebuchte Helikopterflug über die Insel – das ist ein Traum mit der Poipu Küste, dem Weimea-Canyon, der Napali-Coast, der Hanalei-Bucht. Das ist unbedingt zu empfehlen. Wer fit und trainiert ist, kann eine Tour (Länge 2 Meilen) an der Napali Coast zum Hanakapiai-Beach oder bei der doppelten Strecke zum Wasserfall begehen. Das ist manchmal etwas anstrengend, aber durchaus ein Erlebnis. Andere Gäste in unserem B&B haben am Ke‘e-Beach eine Bootstour an der Napali Coast entlang gemacht, die auch sehr beeindruckend gewesen sein soll. Das würde ich beim nächsten Mal auch machen, allein schon wegen des Schnorchelns.

Weimea Canyon

Auch der Ausflug nach Weimea und die teils steile und kurvenreiche Straße an der Weimea-Schlucht vorbei zum Kalalau-Lookout ist ein lohnendes Ziel. Allerdings haben wir in Weimea die Statue von Captain Cook beim besten Willen nicht gefunden.

Wer abends gut essen und dazu noch einen wunderschönen Sunset erleben möchte, fährt nach Poipu und kehrt bei Brennecke oder im Beachhouse ein. Das erste bietet gute, deftige Kost zu adäquaten Preisen mit tollen Cocktails an, das zweite ist ein eher gehobenes Lokal (auch mit gehobener Preisklasse), aber wer sitzt schon an vorderster Front direkt an den geöffneten Türen und erlebt beim Abendessen einen traumhaften Sonnenuntergang? – Kann man sich vorstellen, wie schwer einem da der Abschied von dieser Trauminsel fällt?

Kalalau-Lookout auf Kauai

3. Insel Maui

Auf Maui tickt das Leben irgendwie wieder anders. Unser Hotel in Kihei lag ganz nah am Strand, ringsherum wieder einiges an Geschäften und Tourismus, aber dafür hatten wir auch einen Pool und einen tollen Blick auf den Haleakala. Auch hier unternahmen wir jeden Tag wieder Fahrten zum Erkunden der Insel. Zum Beispiel nach Lahaina an der Westküste, wo der touristische Trubel deutlich spürbar ist. Sehenswert mit seinen vielen Gartenanlagen, wer sich dafür interessiert, ist auch das Iao-Valley an der Westseite von Maui. Auf der Rückfahrt lässt sich noch gut eine Pause bei einem Botanical Garden einlegen, wo man entspannt durch die Anlage schlendern und sich in der Wiese ungestört niederlassen kann.
Road to Hana ist auch als Selbstfahrer mit dem Mietauto gut zu bewältigen: eine geführte Tour zu einem sehr exklusiven Preis ist nicht nötig. Was wir gemacht haben, ist vielleicht ganz sinnvoll, um den Menschenmassen auszukommen: Bis zu den Seven Pools zu fahren und dann bei der Rückfahrt erst die verschiedenen sehenswerten Wasserfälle, Strände zu besichtigen.

Auf der Road to Hana

Der Vulkan Haleakala: Wir haben darauf verzichtet, nachts um drei Uhr loszufahren, um auf dem Berg einen Sonnenaufgang zu sehen. Noch dazu habe ich danach auf einer Internetseite gelesen, dass Touristen nur nach online-Anmeldung die Berechtigung für die nächtliche Fahrt erhalten. So hatten wir das Glück, dass wir nicht umsonst nachts auf den Berg gefahren sind. Auch hier gibt es an den Lookouts viel zu sehen und zu bestaunen, Hikes in der Caldera sind durchaus im Rahmen der vielen Möglichkeiten je nach eigener Verfassung und Tagesform in unterschiedlicher Länge machbar.

Am Vulkan Haleakala

Der schönste Strand der ganzen Insel befindet sich an der Ostseite von Kihei: Es ist der Big Beach und er trägt diesen Namen zurecht.

Big Beach bei Kihei

4. Big Island

Angekommen in Hilo an der Nordseite der Insel präsentierte sich das Wetter typisch für diese Seite – mit Regen bis hin zum Starkregen auf der Fahrt nach Volcanoes. Vorher besichtigten wir allerdings noch den Lava Tree State Park mit den durch die Lavaflüsse versteinerten Bäumen. Abwechslungsreich und beindruckend war auch die Fahrt an der Küste entlang bis zu der Stelle in Kalapana, wo die Straße endet, weil sie von den Lavaströmen verschüttet wurde.

Unsere Unterkunft befand sich in Volcanoes in einem richtig urigen, holzgetäfelten Cottage im Ort. Hier waren wir auf Selbstversorgung angewiesen. Da merkten wir deutlich die hohen Preise bei den Lebensmitteln, die in Hawaii üblich, aber natürlich in dieser exponierten Lage auf beinahe 1200 Metern über dem Meerespiegel noch höher sind. Trotzdem genossen wir die drei Tage ganz in der Nähe des Vulkans Kilauea, der ständig sehr aktiv ist. Vor allem ist das Schauspiel am Abend, wenn der Vulkan glutrot leuchtet und seine Eruptionen weithin sichtbar sind, ein ganz besonderes Erlebnis, das man – mit Hunderten anderer Touristen – im State Park teilt.
Zu Glück fuhren wir noch bei Helligkeit in den Park (das Ticket gilt für mehrere Tage) und wir konnten einen der letzten freien Parkplätze ergattern.

Das Schauspiel war so beeindruckend, dass wir es am nächsten Abend noch einmal besichtigten. Der beste Standort zum Fotografieren ist an der Terrasse vor dem Jaggars Museum, dort finden sich auch die meisten anderen Gäste ein, da man dem Kilauea am nächsten kommt.

Tagsüber fährt man am besten die gut ausgebaute Straße Chain of Craters Road bis zur Küste hinunter, die immer wieder mit Parkplätzen zum Stopp und zu kleinen oder größeren Wanderungen einlädt. Auch von dieser Seite aus ist es möglich, wenn man das möchte, einen 16 km langen Hike zum Lavafluss, der sich im Pazifik ergießt, zu unternehmen. Wir haben darauf verzichtet, obwohl mich die glühende, fließende Lava schon sehr gereizt hätte.

Im Volcanoes Nationalpark

Die letzten Tage unseres traumhaften Urlaubs verbrachten wir dann an der Westseite der Insel Big Island im Waikoloa-Gebiet, wo eine Vielzahl von exklusiven Hotels aus dem Boden gestampft wurde. Das Waikoloa Beach Marriott Hotel, das wir für vier Tage genießen konnten, ließ unsere Wünsche nicht unberücksichtigt.

Am Punalu‘u Beach

Somit endete nach dreieinhalb Wochen eine der besten und erlebnisreichsten Urlaubsfahrten. Die Organisation der Reise mit allen Flügen, dem Mietauto auf jeder Insel hat bestens geklappt, die Hotels und die beiden weiteren Unterkünfte waren alle sehr ansprechend und sauber, das Personal in den Hotels unglaublich freundlich, ja liebenswürdig. Die Planung unserer Reise von Seiten des Reisebüros hat insgesamt perfekt gepasst, es gibt an dieser Stelle nichts auszusetzen. Wir sind rundum zufrieden, weil die Zusammenstellung der Reise abwechslungsreich und stimmig gestaltet war.

Plumeria

Hawaii wird uns bestimmt wieder sehen, sobald es geht, und meine Planungen, was ich dann alles besichtigen möchte, sind bereits gedanklich am Laufen. Vor allem möchte ich mir das nächste Mal die fließende Lava auf keinen Fall entgehen lassen. Außerdem könnte ich mir vorstellen, einen Helikopterflug auf Big Island zu buchen. Aloha und mahalo!

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