Kunden-Reisebericht: Australien im März/April 2026

Statt auf dem Sofa zu sitzen, Fernsehen zu schauen und Chips zu essen, haben wir uns als Rentner entschlossen, eine große Reise nach Australien zu machen. Zum einen wollten wir gerne dieses Land und den Kontinent näher kennenlernen und außerdem einen Verwandtschaftsbesuch absolvieren, der schon lange ausstand. Es war unsere erste Reise in diese Region und auch die erste mit dem Reisebüro Pacific Travel House.

Da wir etwas unsicher waren, was uns eigentlich genau erwartet, haben wir den Kontakt mit dem Pacific Travel House aufgenommen und mit ihnen ‚iterativ‘ unsere Reise geplant. In mehreren Schritten haben wir die Tour von Sydney, über Melbourne und Adelaide, bis nach Perth erarbeitet. Der Norden und das Zentrum von Australien standen für uns nicht im Focus. Wir haben die von PTH angebotenen Reise für Selbstfahrer von Melbourne nach Sydney als Basis genommen und in umgedrehter Richtung in unsere Reise integriert.
 

Allgemeine Anmerkungen zu unserer Reise

Durch die Reise haben wir sehr viele Erkenntnisse über dieses Land gewonnen. Es gibt (auf unserer Strecke, zum Landesinneren können wir nichts weiter sagen) eine sehr gute Infrastruktur, prima Ausschilderung. Straßen sind in sehr gutem Zustand, überall Einkaufsmöglichkeiten, Hotels und Restaurants. Kulinarisch gibt es für jeden Geldbeutel Angebote. Für den kleinen Hunger und Lunch geht man in die Bakery für verschiedenes Gebäck oder Pasteten. In allen Restaurants gibt es unentgeltliches Leitungswasser (Tab Water).

Das Fahren auf der linken Straßenseite ist natürlich eine Herausforderung und benötigt ständige Konzentration. An die Geschwindigkeitsbeschränkungen (maximal 110 kmh) und häufige Kontrollen sollte man sich unbedingt halten. Wir wurden mehrmals kontrolliert. Es gibt überall öffentliche, unentgeltliche Toiletten und Wasserspender.

Besonders ist uns aufgefallen, dass normalerweise kein Trinkgeld verlangt und gegeben wird (trotz Auswahlmöglichkeit in der Bezahlapp). Es gibt weiterhin die Möglichkeit, mit Bargeld zu bezahlen, aber die meisten bezahlen mit Kreditkarte oder Smartphone.

Bekannt, aber trotzdem sehr ungewohnt für die Orientierung, ist die Lage, dass die Sonne und Mond zwar von Osten nach Westen über den Himmel ziehen, aber dies im Norden und nicht im Süden. Die Sichel des Mondes ist in den ab- bzw. zunehmenden Phasen genau andersherum. Die Jahreszeiten sind zu unseren um ein halbes Jahr versetzt. Deshalb mussten wir auch auf die Ferien- und Urlaubszeiten im Land achten. Und innerhalb Australiens hat jeder Staat eine andere Zeitzone; sowie die Umstellung von Sommer/Winterzeit ist unterschiedlich und bei den Reisen entsprechend für die genauen Termine zu beachten.

Wir haben absichtlich die Zeit März + April für die Reise gewählt, um nicht in den heißen Sommer und die Ferienzeit in Australien zu gelangen. Dadurch hatten wir ein im Vergleich recht herbstliches Wetter, keine Badesaison. In diesem Jahr auch recht kühl und regnerisch, wie uns allseits bestätigt wurde.

Mietwagen-Mieten und Hotel-Buchungen via Internet waren problemlos auch vor Ort möglich und zuverlässig. Eine Prepaid-Sim-Karte mit einem lokalen australischen Anbieter zu besorgen, war kein Problem. Allerdings brauchte man seinen Pass. Und unser Smartphone vertrug nicht, dass gleichzeitig eine deutsche Sim-Karte vorhanden war. So mussten wir diese für den Aufenthalt in Australien aus dem Handy entfernen. Ein Stecker-Adapter für die australischen Steckdosen war immer notwendig. In Australien gilt das metrische System: Meter, Kilo, Liter. Währung ist der australische Dollar AUD.

 

Die Reise im Detail

Unsere Reise konzipierten wir nach dem Muster, dass wir für den Anfang mit dem Reisebüro PTH zusammen den ersten Teil festbuchten. Den Hinflug und Rückflug via Singapore, sowie einen Zwischenflug von Adelaide nach Perth, legten wir im Vorhinein fest, um den terminlichen Rahmen festzulegen. Außerdem buchten wir die Reise von Sydney nach Melbourne mit Mietwagen und 8 Übernachtungen, sowie 4 Nächten in Sydney direkt via PTH. Die weiteren Fahrten und Übernachtungen ließen wir offen, um größere Flexibilität auf der Weiterreise zu haben. Wir wollten dies im Laufe der Reise vor Ort entscheiden und dann unterwegs buchen.

Unsere Reiseroute sah folgendermaßen aus: Ankunft in Sydney und erste Tage in den Blue Mountains, in Katoomba; gut erreichbar mit dem Zug von Sydney Hauptbahnhof in 2 Stunden.

In Sydney und inzwischen auch in den anderen Großstädten gibt es ein gutes Buchungssystem für den ÖPNV: Tap and Pay. Einfach mit der Kreditkarte beim Ein- und Aussteigen auf den Terminals buchen. Das System berechnet dann den günstigsten Tarif für den Tag und bucht automatisch ab.

In Katoomba hatten wir die Gelegenheit, nicht nur die tollen Aussichten auf die Blue Mountains, sondern auch das jährliche Blue Mountains Music Festival zu erleben, mit ganz vielen Folk- und Blues-Musikern aus Australien und aus anderen Teilen der Welt.
 

 

Die 4 Tage in Sydney, untergebracht im Hotel Amora Jamison, sehr nahe am Hafen und beim Circular Quay, gaben uns gute Gelegenheit die Stadt und das nahe Umfeld kennenzulernen. Mit Fähren, Bus, Straßenbahn und viel zu Fuß bewegten wir uns kreuz und quer durch die Stadt: die tolle Lage in der Bucht, Manly Beach, Bondi Beach, Opera House, Harbour Bridge, The Rocks, Darling Harbour, diverse Museen, Shopping Mall etc. In den Visitor Centers haben wir immer gute Informationen, Hinweise und lokale Karten bekommen, sowie sehr hilfreiche Tipps.

 

 

Gemäß der von PTH ausgeschriebenen Route in umgedrehter Richtung fuhren wir dann mit dem gebuchten Mietwagen von Sydney nach Melbourne.

Ganz neue Eindrücke zeigten sich für uns entlang der Süd-Ostküste von Australien mit den Highlights Jervis Bay, Batemans Bay, Merimbula, Lake Entrance, Wilsons Promontory und Philipp Island. Wir sahen viele Landschaften in den verschiedenen Nationalparks, unterschiedliche Berge, Küstenformen und Strände, die Natur und viele Tiere, wie Känguru, Wombat, Emu, Koala, Adler, Kakadu, Sittiche und andere Vögel. Die verschiedenen Nationalparks sind meist nur mit dem Auto zu erreichen. Sie sind sehr gut beschrieben und angelegt. Es gibt meist recht unterschiedliche Wege, die auch gut gekennzeichnet sind. Teils eher einfach und gut zu begehen, teils auch sehr anspruchsvoll bis zum Hiking Trail. Wir haben auch mehrere Fernwanderwege und Fahrradtracks gesehen. Für Fahrradfahrer gibt es innerhalb der Ballungsgebiete einige gute Angebote, aber oft nicht durchgehend. Das scheint sich erst langsam zu entwickeln. Im Land gab es keine Radwege, dafür war es entlang der Straßen im Seitenstreifen erlaubt, Fahrrad zu fahren, bis zu den Highways und Freeways. Wir haben allerdings außerhalb der Ballungszentren kaum Radfahrer gesehen.

 

 

In Melbourne im Süden angekommen gaben wir nach 1670 Km den Mietwagen ab. Hier besuchten wir unsere Verwandtschaft und wohnten dort auch privat. Wir ließen uns viel Zeit, die Stadt und Umgebung näher anzusehen, vor allem mit öffentlichen Verkehrsmitteln und zu Fuß. Eine Radtour mit Leihrad entlang dem Fluss Yarra und zum Meer lässt sich gut machen. Melbourne hat übrigens das größte Straßenbahnnetz weltweit. Auch hier lohnen viele Ecken einen Besuch: Royal Exhibition Building, Melbourne Museum, Port Melbourne, St. Kilda, Luna Park, Queen Victoria Market, State Library, Botanic Garden, und in der Umgebung Great Ocean Road, Mornington Halbinsel und Mount Evelyn. Immer gibt es auch Möglichkeit zum Besuch eines Weinguts und zur Weinverkostung.

 

 

Eigentlich wollten wir mit einer geführten Tour von Melbourne nach Adelaide weiterfahren, aber aus terminlichen Gründen hat es nicht gepasst. So haben wir erneut einen Mietwagen gebucht und sind selbst über die Grampians und Robe nach Adelaide gefahren (1014 Km). Die Grampians sind ein Gebirge westlich von Melbourne, und in dem Nationalpark kann man die schöne Wildnis und viele Tiere sehen. Auch Felsenzeichnungen der Aborigines sind hier zu besichtigen.

 

 

Via dem Ort Robe am südlichen Ocean, Murray Bridge und dem deutschstämmigen Ort Hahndorf ging es bis Adelaide, leider an diesen Tag mit recht schlechtem Wetter.

In Adelaide erwartete uns eine gebuchte Tour in die Flinders Ranges, ins Outback, ebenfalls ein Gebirge im Süden von Australien. Unser erstes Erlebnis des inneren Landes. Mit einem Toyota 4WD ging es bis ins Arkaroola Naturschutzgebiet. Beeindruckende Stein- und Felsinformationen, sowie alte Gesteinsschichten, die jeden Geologen zum Schwärmen bringen, sind hier zu finden. Der Wilpena Pound, ein natürlicher Felsenkessel, wirkt wie ein riesiges Amphitheater. Auch hier ganz viele Pflanzen, Landschaftsformen und viele verschiedene Tiere, die einem überall begegnen. (1700 Km).

 

 

In Adelaide selbst, der Hauptstadt von South Australia, hielten wir uns weitere 3 Tage auf, um auch dieses Ballungsgebiet Australiens kennenzulernen: Riverbank Convention Center, Central Market, Botanic Garden, Palmenhaus, Rundle Mall und Arcaden, Museen, Glenelg Beach, usw. Das tolle ist, dass man auch hier direkt mit der Straßenbahn zum Meer und Strand fahren kann. Es gibt im Umfeld wieder diverse Weingegenden, wie Barossa Valley oder Clare Valley.

In allen staatlichen Museen ist uns aufgefallen, dass zu den Aborigines eigene Abteilungen aufgebaut sind und mit unterschiedlichen Konzepten die Geschichte, die Kultur und Kunst und das aktuelle Leben dargestellt werden. Auch zur Kolonisation gibt es entsprechende Ausstellungen in den Museen. Dadurch wird auch die vielfältige Gesellschaft in Australien deutlicher, wie sie sich erst aus England, dem britischen Empire und aus den europäischen Ländern gespeist hat. Später kamen asiatische Einwanderer dazu.

 

 

Ein ‚kurzer Hopser‘ mit Virginia Airways (2500 Km) brachte uns in den Westen von Australien nach Perth an den indischen Ozean. Auch dort hatten wir mit Freunden einen privaten Besuch vereinbart und waren so bei Ihnen komfortabel untergebracht, in einer Vorstadt von Perth. Diese Stadt liegt am Swan und am Canning River etwa 10 km im Landesinneren, an von diesen gebildeten Binnenseen. Der Hafen dazu ist Fremantle vorne am Meer. Diese Großstadt liegt von allen anderen Städten in Australien sehr weit weg. Sie ist zwar mit Auto oder Zug erreichbar, aber die Australier benutzen meist das Flugzeug, wie auch zwischen den anderen Ballungsgebieten. In der Stadt und Umgebung bieten sich viele Strände an, einige Nationalparks, der Kings Park innerhalb der Stadt und Museen und Galerien.

 

 

Bevor wir unsere Reise durch Australien beendeten, machten wir noch mit einem Mietwagen eine Rundreise durch den Südwesten von Western Australia: Lake Clifton mit den Thrombolites, Bunbury, Busselton Jetty, Margaret River, Cape Leeuwin, Pemberton, Augusta, Albany. Auch hier sehr schöne Strände, felsige Küsten wie die Elephant Rocks, ursprüngliche Eukalyptus Wälder mit riesigen Bäumen, Weingüter mit Verkostung etc. (1505 Km).

 

 

Via Singapore ging es zurück nach Frankfurt. Wir hatten Glück, dass all unsere Flüge pünktlich und ohne Probleme trotz des Krieges im Iran und an der Straße von Hormus abliefen.

Mit ganz vielen Eindrücken und Fotos kommen wir nach Europa zurück und brauchen so einige Zeit, bis wir hier wieder ganz in den zeitlichen Rhythmus und in das gewohnte Umfeld hineinfinden. Es hat alles prima geklappt, sowohl die Flüge, die Mietwagen, die Hotels und das Herumfahren. Unsere Erfahrung ist, dass Australien ein sehr gutes Land zum Reisen ist. Es lässt sich hier gut leben mit dem entsprechenden Kleingeld. Es ist sowohl sehr weit weg von uns hier in Europa; und auch innerhalb Australiens sind die Entfernungen recht groß. Das muss man beachten und bei der Auswahl der Reiseziele und der Route auf jeden Fall berücksichtigen.

Wir haben sehr viel aufgenommen, über die Geschichte der Aborigines, der Kolonisation, der heutigen Lage, auch ein bisschen über die Wirtschaft, die Politik und das gesellschaftliche Leben.

Mit unserem Konzept, einen großen Teil der Reise vorher mit Hilfe des Reisebüros Pacific Travel House festzulegen und zu buchen, sind wir sehr zufrieden. Wir waren sehr gut beraten und betreut. Wir sind auch froh, dass wir unterwegs keine Probleme oder Unfälle zu verzeichnen hatten, die noch weitere Unterstützung eingefordert hätten. Wir haben das Land sehr gut kennengelernt und wir konnten die diversen Besuche bei Verwandten und Freunden erfolgreich durchführen.

Gertrud & Norbert

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1 Kommentar

  1. Hi
    Die Reise ist bis ins Detail sehr gut und ausführlich beschrieben. Es kommt die Euphorie von Gertrud und Norbert zur Reise voll zum tragen. Die Reise ist persönlich gehalten und läst in mir die Sehnsucht zu so einem Abenteuer wachsen.
    Gerne mehr von euch.

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