Wir sind am 20.08.2025 spätabends am Flughafen Papeete angekommen und in der Flughafenhalle gleich mit tahitianischer Live Musik empfangen worden. Da war die Müdigkeit nach dem langen Flug gleich wie weggeblasen. Wir waren im Hotel Te Moana untergebracht, Zimmer mit Balkon und Blick auf Moorea (fabelhafter Sonnenuntergang). Wir hatten drei Übernachtungen auf Tahiti und haben mit dem Mietwagen die Insel Tahiti und der Halbinsel Tahiti Iti erkundet, z.B. Marae Arahurahu, Grotte de Mara`a, Jardin Vaipahi, Plage de Taharuu und natürlich auch Teahupoo mit der „olympischen Surfwelle“, Pointe de Venus mit Tahitis einzigem Leuchtturm, Faarumai Wasserfällchen (Trou du Soffleur ist auf unbestimmte Zeit wegen Steinschlags gesperrt).


Man muss Tahiti auf sich wirken lassen. Im ersten Moment erscheint es recht hektisch und der Autoverkehr enorm, da es nur eine Straße rund um die Insel gibt. Landschaftlich ist sie jedoch traumhaft. Leider war die Zeit zu knapp, eine Wanderung ins Landesinnere zu unternehmen. Auf Tahiti gibt es auch mehrere lokale Brauereinen, das Hinano ist sehr zu empfehlen.



Weiterfahrt nach Moorea
Anschließend ging es weiter nach Moorea mit 6 Übernachtungen (10-minütiger Flug von Tahiti), bei allen Flügen hat man traumhafte Ausblicke auf die Inseln. Untergebracht waren wir im Hotel Cooks Bay. Es ist ein schönes kleines Hotel mit sehr leckeren lokalen kulinarischen Spezialitäten im angeschlossenen Restaurant.

Bei allen Unterkünften während unseres Urlaubs konnten wir direkt vom Hotel über den Strand zum Schnorcheln gehen. Ausflüge konnte man direkt im Hotel buchen.
Moorea ist eine traumhafte Insel mit seinen Bergen wie dem Rotui und dem sagenhaften Moua Puta mit seinem Loch in der Spitze. Wir waren natürlich auch beim Whale Watching, aber ohne mit den Walen zu Schnorcheln, was zwar angeboten wurde, uns aber dann doch nicht ganz geheuer war. An dem Tag herrschte etwas Seegang, so dass man nicht sehr viel von den Walen gesehen hat.
Lustigerweise haben wir dann zufälligerweise bei unserer Autorundfahrt um die Insel an einem Aussichtspunkt einige Buckelwale direkt am Riff beobachten können. Unsere Rundfahrt erfolgte am Sonntag, was nicht optimal war, da viele Sehenswürdigkeiten, z.B. Tiki Village geschlossen hatten.
Auf unserer einzigen Wanderung zu den Trois Pins (schöne Aussicht auf die Berge und Küste, am Aussichtspunkt hängt auch eine Schaukel fürs Fotomotiv), sind wir auf dem Rückweg durch den Dschungel in einen warmen tropischen Regenguss geraten und waren durch und durch nass. Gehört auch dazu.


Auf Moorea gibt es die Saftproduktion der Firma Rotui. Dort werden etliche Fruchtsäfte produziert, die auch in den Hotels zum Frühstück ausgeschenkt werden. Rotui stellt auch Anananswein, Ananassekt und Rum her. Die Besichtigung der „Fabrik“ ist kostenfrei und selbstgeführt, zum Schluss kann man im Verkaufsraum kostenlos probieren. Wir haben uns u.a. einen Corasol (Sauerfrucht) Saft gegönnt, davon hatten wir noch nie gehört. Gekühlt war er sehr lecker und erfrischend (hatten im Hotelzimmer einen Kühlschrank, das war top). Dies gilt auch für die Ananas-Weine (doux und sec) und den Ananas-Sekt, die später folgten. Auch der Rum war klasse.

Neben Schnorcheln an verschiedenen Stränden haben wir auch das Te Fare Natura L`écomusée an der Opunohua Bay besucht. Dort werden die örtlichen Meeres- und Landökosyteme erläutert. Ein persönlicher Führer leitet durch die Ausstellung mit 360 Grad-Kino und VR-Brille. Das sollte man sich auf jeden Fall ansehen. Das Gebäude sieht von außen aus wie ein Pfau mit geschlagenem Rad.

Raiatea & Tahaa
Weiterflug nach Ra´iatea mit traumhaftem Blick auf Ra`íatea und Taha`a beim Anflug. Wir waren in der Ra´iatea Lodge in einem Bungalow untergebracht. Dieser war zur Begrüßung mit unzähligen Blüten und Blütenblättern geschmückt worden. Die Blüte der Tiare, das Wahrzeichen der Inseln, riecht betörend.


Vom Bootssteg aus konnte man super schnorcheln und mit einem Kajak zu einem vorgelagerten Motu mit Kokospalmen (Achtung: Kokosnussgefahr!) hinüber paddeln. Dort haben wir unsere ersten Schwarzspitzenriffhaie (Babys) gesehen, die sich im niedrigen Wasser tummelten.
Bei einer Rundfahrt mit dem Mietwagen besichtigten wir die Unesco-Weltkulturerbe-Marae-Stätte Taputapuatea (erstaunlicherweise kostet die Besichtigung keinen Eintritt, man bekommt 2 Flyer in die Hand gedrückt, einmal mit Erläuterungen des Marae und zum anderen einen Führer zu einem Aussichtspunkt, mit einem grandiosen Ausblick auf die Stätte und das Meer).


Ein Bootsausflug führte uns auf die Nachbarinsel Taha‘a mit Besichtigung einer Vanilleplantage (wir wussten nicht, dass die Blüten per Hand bestäubt werden müssen) und einer „Rumfabrik“. Das Zuckerrohr wird auf der Insel angebaut, ausgepresst und die Melasse zum Destillieren nach Tahiti transportiert. Die Distille vor Ort wird zur Produktion von Gin verwendet.

Anschließend folgte Schnorcheln und ein Picknick auf einem Motu mit lokaler Küche. Sehr lecker. Unser Favorit: Poisson Cru (roher Thunfisch mariniert mit Zitrone, gemischt mit verschiedenen Salaten und eingelegt in Kokosmilch). Zu guter Letzt durfte die Besichtigung einer Perlenfarm auch nicht fehlen.


Nächste Insel: Bora Bora
Bora Bora ist eine traumhafte Insel inmitten einer phantastisch türkisfarbenen Lagune. Etwas ernüchternd wirkten die vielen Luxus-Hotelanlagen – es gibt nur einen öffentlichen Strand. Alle anderen sind privat oder gehören zu Hotelanlagen. Bei einer Bootstour hat der Guide darauf hingewiesen, dass für einen gerade begonnenen Bau eines Luxusressorts extra Sand aufgeschüttet wurde und auch der Bau von Überwasserbungalows einen enormen Eingriff in die Meeresfauna bedeutet.


Der Flughafen liegt auf einem Motu, gebaut von US-amerikanischen Soldaten. Aus Angst vor einem weiteren Pearl Habour hat die US-Armee seinerzeit Kanonenstellungen errichtet, die man auf der Insel noch finden kann.
Untergebracht waren wir im Hotel Royal Bora Bora, ein sehr schönes Hotel.
Ein Bootsausflug innerhalb der Lagune darf auf keinen Fall fehlen! Das Schnorcheln mit Rochen, wir begegneten tatsächlich einem Mantarochen, und Schwarzspitzenriffhaien ist ein unvergessliches Erlebnis. Allerdings ist es anfangs schon ein bisschen gruselig, wenn das kleine Boot ankert und von Haien umzingelt wird. Aber sie gehen einem im Wasser aus dem Weg.

Ein BBQ auf einem Motu gehörte selbstverständlich ebenfalls zum Programm. Wir lernten die Zubereitung von Poisson Cru, die Batiktechniken der Pareos, Öffnen der Kokosnüsse und die Herzlichkeit der Besitzerin des Motu kennen. Es war ein unvergesslicher Ausflug.

Die Inselrundfahrt mit dem Auto ist weniger ratsam, da praktisch die gesamte Küste in privater Hand ist. Es ist sinnvoller, die Insel, die nur 32 km umfasst, entweder mit dem Fahrrad oder Roller zu erkunden! Eine Wanderung zu einem der Vulkane wäre sicherlich ebenfalls ein Highlight gewesen, allerdings war nicht genug Zeit dafür.
Am einzigen öffentlichen Sandstrand der Insel, dem traumhaften Matira Beach, haben wir eine E-Board-Tour unternommen. Supertolles Gerät (SUP mit Motor), leider etwas wackelkontaktanfällig. Die Spitzengeschwindigkeit beträgt rasende 7 km/h, aber man schwebt ohne Anstrengung über das Wasser. Echt cool! Wir sind bis zum Riff rausgefahren und haben dort geschnorchelt, u.a. waren sehr viele Seeigel und ein scheinbar schlafender Rochen zu beobachten. Traumhaft.

Unsere letzte Station: Rangiroa (Atoll)
Unglaublich, das Atoll ist so riesig, dass Tahiti darin verschwinden würde. Im Kia Ora Ressort hatten wir dann einen Overwater Bungalow. Ein Traum. Man kann vom „Zimmer“ aus jederzeit ins Wasser zum Schnorcheln gehen und die bunte Unterwasserwelt erkunden. Ein Hai (grauer Genosse?) sowie ein Schwarzspitzenriffhai haben regelmäßig nach dem Rechten gesehen.

Ein Bootsausflug rund um Rangiroa durfte auch hier nicht fehlen. Es ging innerhalb des Atolls zur Ile aux Recifs mit seinen bizarren Lavaformationen. Die Guides gaben Einblicke in die heimische Kultur mit Gesang und Ukulele, das Fertigen von Taschen und Körben aus Palmenblättern. Anschließend fuhren wir weiter zur blauen Lagune (leuchtet wirklich tiefblau). Am Ufer wimmelte es von Schwarzspitzenriffhaien. Wir genossen das unvermeidliche BBQ auf dem Motu. Die Rückfahrt erfolgte über den Tiputa Pass mit Delfinbegleitung und Sprung und Schnorcheln im sog. „Aquarium“ (man kommt sich wirklich so vor – inmitten eines Fischschwarms). Mit dem Leihfahrrad vom Hotel unternahmen wir eine kleine Radtour in die Inselhauptstadt Avatoru.


Zum Schluss unseres Aufenthalts gab es ein weiteres Highlight: Die Besichtigung des einzigen Weinkellers der Inseln. Der Weinberg befindet sich allerdings auf einem anderen Motu. Die Weinlese erfolgt zweimal pro Jahr, davon werden 4 Weine ausgebaut, die alle verkostet wurden und uns sehr gut schmeckten. Die Weine werden auch auf den anderen Inseln ausgeschenkt (wir hatten zuvor schon des öfteren welche zum Essen genossen), aber nicht exportiert. Zuckerrohr wird dort ebenfalls angebaut, die Melasse nach Tahiti zum Brennen transportiert und anschließend wieder zurückgebracht und vor Ort in Fässern gelagert.


Danach ging es per Flugzeug zurück nach Tahiti, wo wir noch etwas Zeit zur Erkundung von Papeete hatten. Dort haben wir den Urlaub auf dem Balkon eines Restaurants am Yachthafen mit Blick auf den Sonnenuntergang über Moorea ausklingen lassen.
Anmerkung: In einigen Hotels finden auch regelmäßig polynesische Vorführungen statt. Sehr beeindruckend. Wir hatten das Glück Shows auf Moorea, Bora Bora und Rangiroa zu sehen. Den Hüftschwung hätte ich auch gern.
Beeindruckend ist auch das klare Wasser mit den unterschiedlichsten Farbtönen. Man schaut aufs oder ins Wasser und entdeckt immer irgendwelche Lebewesen, vom Rochen, Muränen, Wale, Delfine, Fischen, Korallen etc.
Danksagung: Wir danken PTH und Tahiti Travel Nui für die sehr gute Organisation. Es hat alles reibungslos funktioniert, die Hotels waren sehr gut ausgewählt und die ganzen Transfers pünktlich und zuverlässig, Unser Dank gilt insbesondere auch Frau Böhm, die uns die Reise, bereits 2020, zusammengestellt hatte, und die seinerzeit leider Corona zum Opfer fiel. Umso mehr haben wir die Reise genossen.
Die ausgewählten Hotels können wir ausnahmslos empfehlen, das Personal war sehr freundlich und hilfsbereit, dies gilt auch für die einheimische Bevölkerung. Auch kulinarisch haben die Inseln einiges zu bieten. Wir können uns eine Fortsetzung vorstellen.


