Kultstätten Hikokua, Kamuihei & Teiipoka

Marae-Nuku-Hiva.jpg

Wo:
im Osten zwischen Hatiheu & Taipivai

Wie hinkommen:
alle drei an der Taipivai Hauptstraße

Für wen:
Kulturinteressierte

Die Kultstätte Hikokua wurde 1957 von einem amerikanischen Archäologen entdeckt und gilt als die am besten erhaltene auf Nuku Hiva, nicht zuletzt weil sie aufwendig für das Marquesas Festival 1999 restauriert wurde. Hier befindet sich eine riesige Plattform für Zeremonien, Versammlungen und Tänze (tohua), sowie zwei überdimensionale Tiki-Statuen. Eine davon steht für besondere Fruchtbarkeit. Jede Frau, die den riesigen Phallus des Tiki berührt, soll, so die Legende, umgehend schwanger werden.

Tiki-Nuku-Hiva.jpg

Das ausgedehnte Kamuihei-Gelände ist ca. 300 Meter weiter, auf der Straße Richtung Taipivai zu finden. Hier sind vor allem die über 6000 Petroglyphen, deren Übersetzung bis heute noch niemandem gelang, ein Highlight. Die uralten Schriftzeichen befinden sich auf riesigen Felsbrocken über das Gelände verstreut. In der me`ae Kamuihei steht auch ein gigantischer Banyan-Baum unter dem eine brunnenähnliche Grube liegt, die früher angeblich Menschopfer geborgen haben soll.

Besichtigung-Marae.jpg

Nur ein Stück weiter findet man die Kultstätte me`ae Teiipoka. Hier sind vor allem die beiden großen 2,5x3 Meter hohen Felsblöcke interessant, die mit Zeichnungen von Schildkröten, Fischen oder Tiki Augen geschmückt sind.

Übrigens: nicht nur an diesen drei Kultstätten, sondern auch über den Rest der kompletten Insel verteilt, findet man immer wieder die paepae hiamoe, die berühmten Schlafsteine, Plattformen aus Stein, die früher als Fundamente der alten Behausungen dienten und auf denen geschlafen wurde.

© Bilder: Marae Nuku Hiva / LIONEL GOUVERNEUR | Tiki Nuku Hiva / LIONEL GOUVERNEUR | Besichtigung Marae/ Isabelle Ozan